Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
betagen
betagen , ein schönes, der mhd. sprache geläufiges wort, von mehrfacher bedeutung. 1 1) diescere, tag werden, wie benahten noctescere, wofür doch heute einfach tagen und nachten gesagt wird. 2 2) senescere, alt werden, zu seinen tagen kommen: dann müssen wir dies kleid, ie länger wir betagen, mit noth und mühsal tragen. Tscherning. s. betagt. 3 3) illucescere, erscheinen, zu tage, an den tag kommen: den betaget ein sælic tac. MS. 1, 199 b ; wê, daʒ der tac ie betaget. Geo. 4200 ; daʒ uns ie solt der tac betagen. Ls. 2, 420 ; wie moht der tôt an dir betagn! Wh. 101, 30 ; von der uns ist der sun…