Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Bequemlichkeit
Bequemlichkeit
bequem Adj. ‘angenehm, behaglich, träge’, ahd. biquāmi (9. Jh.), mhd. bequæme ‘angemessen, passend, tauglich’, zu ahd. biqueman ‘passen, nützen’, nhd. bekommen (s. d.); vgl. mnd. bequēme, bequāme, mnl. bequame, afries. biquām. Verwandt ist aengl. gecwēme. In der Bedeutung ‘träge, faul’ erst seit dem 18. Jh. gebräuchlich. Dazu unbequem Adj. ‘nicht angenehm’, ahd. unbiquāmi (9. Jh.), mhd. unbequæme. Bequemlichkeit f., mhd. bequæmelicheit zu mhd. bequæmelich Adj. ‘passend’. Dazu die Neubildung zum Adjektiv bequemen Vb. ‘anfügen, anpassen’ (15. Jh., zuerst transitiv, selten), seit dem 17. Jh. sich bequemen ‘sich fügen, sich bereit finden’.