Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
belehnen
belehnen
2lehnen Vb. ‘zu Lehen geben’, landschaftlich ‘leihen, verleihen’, ahd. lēhanōn ‘borgen, leihen’ (9. Jh.; vgl. analēhanōn, um 800), mhd. mnd. lēhenen, lēnen ‘als Lehen geben, belehnen, leihen, entleihen’, asächs. lēhnon ‘leihen’, mnl. lēnen, nl. lenen, aengl. lǣnan ‘leihen, gewähren, geben’, engl. (mit d aus den Präteritalformen) to lend ‘(ver)leihen’, anord. lāna ‘leihen’ sind Ableitungen von dem unter Lehen (s. d.) behandelten Substantiv. Dazu die Präfixbildungen belehnen Vb. ‘als Lehen geben, in ein Lehen einsetzen’, mhd. belēhenen; entlehnen Vb. ‘fremdes Geistesgut übernehmen und verwerten, entleihen’, ahd. intlēhanōn (9. Jh.), mhd. entlēh(en)en ‘entleihen, entlehnen’. Lehnwort n. ‘aus einer fremden Sprache entlehntes, der heimischen Lautung, Betonung und Flexion angeglichenes Wort’ (Mitte 19. Jh.); zuvor entlehntes Wort (Mitte 18. Jh.).