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BEJAMMERN

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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5

Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BEJAMMERN vb.

Bd. 4, Sp. 856
BEJAMMERN vb.mhd. bejâmern, mnd. bejāmeren. präfixbildung zu jammern. ‘etwas bedauern, beklagen, jmdn. bemitleiden’ . zunächst unpersönl. mit akk. d. person i. s. v. ‘jmdm. leid tun’, jünger nur noch abwertend ‘etwas übertrieben wehleidig beklagen’ ⟨14.jh.⟩ und úch bejomert, daz ir nút erlúhtet sint alse andere grosse gottesfrúnde und begnodete menschen schürebrand 18 S. 14.jh. und wenn Ihesus nút bi in was, / vil sere bejamerte sú das, / wan er was gar ir wunnespil schweizer Wernher 4498 DTM. ⟨1510/30⟩ unterthanen, die es bejamerten, das sie durch der b(ischöfe) vorhengen waren in die erschreckliche ketzerei gebrachtt Grunau preuss. chr. 3,8 P. 1548/64 das sich das gantz volck hartt bejamertt und auch sich verderbens und sterbens gantz verwegen Dreytwein essling. chr. 237 LV. 1639 vnd ich bejammere noch anjetzo das junge adeliche bluth, Henning von der Osten .., welcher bey Hammelen .. geblieben ist Micraelius Pommer-land 4/6,511. ⟨1700/2⟩ es ist zu bejammern, daß unter den so unzähligen, die studiren, so wenig sind (die wirklich lernen) Spener bedencken (1712)1,1,434. 1770 ich bejammerte sie, daß eben das, was sie glücklich machen sollte, sie für das göttliche vergnügen gutes zu thun unempfindlich macht Wieland I 7,241 ak. 1802 und daß sie jetzt auf dieser raub-erde nichts weiter fürchte und bejammere, als daß der tod vielleicht die augen schließe Jean Paul I 9,100 ak. 1889 bis dahin darfst du mich getrost bedauern, bejammern, beachselzucken – kurz alles, was du lust hast Holz br. 86 H./W. 1954 aber geht es im großen schief, dann ist doch niemand mehr da, die katastrophe zu bejammern Bergengruen rittmeisterin 95. 2006 das banale bejammern des banalen jammers namens leben ist, auf die dauer, zu banal n. zürch. ztg. (30.11.)38a.Götze/Arbeitsstelle
1786 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bejammern

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Bejammern , verb. reg. act. seinen Jammer, d. i. lauten Ausbruch des Schmerzens, über etwas merklich werden lassen, und …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bejammern

    Goethe-Wörterbuch

    bejammern auch subst; fast nur in dichterischen (bes dramat) Werken, autobiogr, kunst- u litwiss Schr a jdn (einen Toten…

  3. modern
    Dialekt
    bejammern

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    bejammern bejammern, beklagen. Mnd. bejâmeren.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bejammern

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bejammern

be- + jammern

bejammern leitet sich vom Lemma jammern ab mit Präfix be-.

bejammern‑ als Erstglied (3 von 3)

bejammernswert

GWB

bejammern·swert

bejammernswert erbarmungswürdig, beklagenswert dort [ in der Stadt ] fanden wir den bejammernswerthesten Zustand. In Schutt und Trümmer war …

Bejammernswerth

Campe

bejammern·s·werth

Bejammernswerth , — er, — este, adj. u. adv. werth bejammert zu werden. Ein bejammernswerthes Schicksal.

bejammernswürdig

DWB

bejammern·s·wuerdig

bejammernswürdig , deplorandus, pitoyable: sie würden mit dem kleinen bejammernswürdigen zeugen ihrer schwachheit für sich wol ihr kümmerlic…