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beengen

mnd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

beengen

beengen

eng Adj. ‘wenig Raum lassend, begrenzt’ und ‘dicht beieinander, gedrängt’, ahd. engi (8. Jh.), mhd. enge, asächs. engi, mnd. enge, mnl. enghe, nl. eng, aengl. enge, anord. ǫngr, øngr, got. aggwus, daneben die umlautlosen Adverbformen ahd. ango (9. Jh.), mhd. ange (s. bange). Das gemeingerm. Adjektiv (ein alter u-Stamm, germ. *angu-) und das davon abgeleitete Abstraktum Angst (s. d.) führen zusammen mit aind. aṁhúḥ ‘eng’ (in aṁhubhḗdī), lat. angiportus (aus *anguportus) ‘enges Gäßchen’ sowie der Erweiterung aslaw. ǫzъkъ, russ. úzkij (узкий) ‘eng, schmal’ auf ie. *ang̑hu-, eine Adjektivbildung zur Wurzel ie. *ang̑h- ‘eng, einengen, schnüren’ (mit früher Übertragung in den seelischen Bereich, vgl. aind. áṁhaḥ ‘Angst, Bedrängnis’, lat. angor ‘Beklemmung, Angst’), an die wohl auch Angina (s. d.) anzuschließen ist. Dazu Enge f. ‘Begrenztheit, Beschränkung, Gedrängheit’, ahd. engī(n) (8. Jh.), mhd. mnd. enge, aengl. engu (vgl. die Zusammensetzungen Meerenge, 17. Jh., und Landenge, 18. Jh. für älteres Erdenenge, Stieler 1691) und das heute ungebräuchliche engen Vb. ‘eng machen’, ahd. engen ‘bedrängen, quälen’ (8. Jh.), mhd. mnd. engen ‘eng machen, beengen, in die Enge treiben’ (vgl. anord. øngja ‘drängen, zwingen, klemmen’, got. gaaggwjan ‘bedrängen’, aengl. geenged ‘bedrängt, besorgt’), das durch die Präfixbildungen beengen Vb. ‘einschränken, behindern’, verengen Vb. ‘enger machen’, reflexiv ‘enger werden’ und einengen Vb. ‘enger machen, einschränken’ (alle 17. Jh.) abgelöst wird. – Engpaß m. ‘verengter Durchlaß, schmaler Gebirgspaß’ (Anfang 19. Jh.), übertragen ‘Notlage’ (2. Hälfte 19. Jh., danach ‘wirtschaftliche Schwierigkeiten, Versorgungsmangel’ (20. Jh.); vgl. russ. úzkoe mésto (узкое место).
1720 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    beengensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    beengen , sw. V. nhd. „beengen“, einengen Q.: Urk (1425) E.: s. be, engen W.: s. nhd. beengen, sw. V., beengen, DW 1, 12…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beêngen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Beêngen , verb. reg. act. enge einschränken, in die Enge treiben, größten Theils nur in der figürlichen Bedeutung, aber …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beengen

    Goethe-Wörterbuch

    beengen einmal PartPräs subst; mehrf ‘beengt sein’ 1 beschränken, einengen, einschränken a räuml Diese .. Geschöpfe hatt…

  4. modern
    Dialekt
    beengen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    beengen eng machen: wer in de Twölften den Tun deit behängen, möt 't Graff beengen stirbt binnen Jahresfrist Ro Steff . …

  5. Spezial
    beengen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|en|gen vb.tr. 1 (nicht genug Platz lassen) strënje (-nj, strënt) 2 ‹fig› (beschränken, einschränken) limité (-tëia), …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beengen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von beengen

be- + engen

beengen leitet sich vom Lemma engen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von beengen 2 Komponenten

been+gen

beengen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — beengen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „beengen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/beengen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „beengen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/beengen/pfeifer_etym. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „beengen". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/beengen/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_beengen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„beengen"},
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