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Barren

ahd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
17 in 12 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Barren

Barren

Barre f. ‘Querstange, Schranke, Absperrung’, auch (seit dem 17. Jh.) ‘einer Flußmündung, Hafeneinfahrt vorgelagerte Sandbank’. Mhd. barre, bar, bār ‘Balken, Schranke, Querstange’ ist (wie mnl. bāre ‘Schlagbaum, Verschanzung’) entlehnt aus gleichbed. afrz. barre, dem vlat. *barra ‘Querstange’ vorausgeht, dessen weitere Herleitung jedoch ungeklärt ist. Vielleicht läßt sich die vlat. Form (als ursprünglich pluralische Bildung?) an gall. *barros ‘Wipfel, buschiges Ende, Büschel, Haarschopf’ (vgl. air. barr ‘Oberstes, Spitze, Laub, Haar’, kymr. korn. bar ‘Spitze, Gipfel’, bret. barr ‘Spitze, Zweig’) anschließen, das seinerseits zu einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ (s. barsch, Borste) gehört. Vom 17. Jh. an wird Barre auch im Sinne von ‘Metallstange, für den Handel gegossenes längliches Formstück eines Metalls, besonders eines Edelmetalls’ verwendet, so noch Anfang des 20. Jhs. neben heute dafür üblichem Barren m.; dieses zuerst im 17. Jh. nachweisbare Maskulinum ist wohl aus dem häufig gebrauchten Plur. Barren als neuer Sing. entstanden, vielleicht beeinflußt durch nicht verwandtes, nur in obd. Mundarten fortlebendes Barren, älter auch Bahren ‘Krippe, Raufe’, mhd. baren, zerdehnt aus mhd. barn(e), ahd. barno (s. Paar). Barren bezeichnet ferner seit dem frühen 19. Jh. das aus zwei auf Ständern ruhenden, parallel laufenden Holmen bestehende Turngerät, bei dessen Benennung sein Erfinder F. L. Jahn möglicherweise ebenfalls von der (im Hinblick auf die beiden Stangen naheliegenden) Pluralform zu Barre ‘Stange’ (s. oben) ausging; vgl. engl. parallel bars, frz. barres parallèles.
1644 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    barrênsw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch

    barrên sw. v. vgl. barrênti adj. part. prs.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Barren

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +2 Parallelbelege

    Barre f. ‘Querstange, Schranke, Absperrung’, auch (seit dem 17. Jh.) ‘einer Flußmündung, Hafeneinfahrt vorgelagerte Sand…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Barren

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Barren , die gewöhnlichste Form ungeprägten Goldes und Silbers (engl. bullion zum Unterschied von gemünztem specie ), au…

  4. modern
    Dialekt
    Barren

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Barren Band 1, Spalte 1,1176–1178

  5. Sprichwörter
    Barren

    Wander (Sprichwörter)

    Barren Einen zum Barren fahren. – Eiselein, 55. Lat. : Ad pristina praesepia. ( Erasm., 328. )

  6. Spezial
    Barren

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bar|ren m. (-s,-) cadrel (-drí) m. ▬ ein Barren Gold n cadrel de or.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit barren

23 Bildungen · 17 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von barren 2 Komponenten

bar+ren

barren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

barren‑ als Erstglied (17 von 17)

barren

KöblerMnd

barren... , Präf.? Vw.: s. bern...

Barreneinguß

Campe

barren·einguss

Der Barreneinguß , des — sses, Mz. die — güsse, eine längliche, viereckige Form von Eisen, in welcher die großen Silberbarren gegossen werde…

Barren Grounds

Meyers

Barren Grounds (spr. graunds, »unfruchtbare Böden«), die schauerlich kahlen Fels- und Eisbodenflächen im nördlichen Kanada, die besonders nö…

Barreninsel

Meyers

barren·insel

Barreninsel , dichtbewaldete, unbewohnte Vulkaninsel im Bengalischen Meerbusen, 58 km östlich von Groß-Andaman, unter 12°17´ nördl. Br., rin…

barrênti

AWB

barrênti adj. part. prs. ; vgl. an. barr n. — Graff III, 155 s. v. barran. Vgl. Kluge, Stammb. 3 § 235. par-: nom. sg. m. -renter Gl 2,448,6…

barrêntlîcho

EWA

barrêntiAWB adj. (part. präs.), nur Gl.: ‚starr auf- gerichtet, überheblich, rigens, erectus, extentus‘ (vgl. anord. barr n.). – barrêntlîch…

barrêntlîh

AWB

barrêntlîh adj. vgl. barrêntlîhho adv.

barrêntlîhho

AWB

barrêntlîhho adv. — Graff III, 155. parrent-licho: Gl 1,543,33 ( Ja ). starr, unbeweglich, ungerührt: [ cum obsecrationibus loquetur pauper:…

barrênto

AWB

bar·rento

barrênto adv. part. prs. — Graff III, 155 s. v. barran. parr-ento ( Wien 2732 ), -anto ( Wien 2723, Göttw. 103, clm 14 689 ), -onto ( clm 18…

Barrenwetzen

Meyers

barren·wetzen

Barrenwetzen , üble Gewohnheit der Pferde, bei der die fest auseinander gestellten Schneidezähne in oder an der Krippe hin und her gerieben …

barren als Zweitglied (5 von 5)

Daubarren

Wander

daub·arren

Daubarren Daubarren 1 . Daubarre, wo de junge Hundkes gemakt ware. – Frischbier, I, 548. 1 ) Ein Dorf in der Gegend von Nordenburg. Mit der …

Futterbarren

Wander

futter·barren

Futterbarren Zum alten Futterbarren zurückkehren. – Eiselein, 200. Lat. : Ad pristina praesepia. ( Eiselein, 200. )

Goldbarren

Wander

gold·barren

Goldbarren Man kommt nicht mit Goldbarren auf den Markt, man bedarf Geld und Scheidemünze.

verbarren

DWB

verb·arren

verbarren , verb. mittels barren, stangen absperren, schützen: mhd. do man etwie lange sus mit in bekummert waʒ, do verbarrete man die juden…

īngebarren

KöblerMhd

īngebarren , sw. V. nhd. einflößen Q.: Teichn (1350-1365) (FB īngebarren) E.: s. īn W.: nhd. DW-

Ableitungen von barren (1 von 1)

verbarren

DWB

verbarren , verb. mittels barren, stangen absperren, schützen: mhd. do man etwie lange sus mit in bekummert waʒ, do verbarrete man die juden…