Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
bâgên sw. v.
sw. v., mhd. bâgen; mnd. bâgen; vgl. afries. bâg(i)a; ae. bôgan; an. bægja. Nach Schatz, Germ. 362 ist die Annahme eines fränk. bâgên neben dem []oderd. red. bâgan unsicher, doch sprechen die mhd. und die außerdeutschen schwachen Formen dafür. — Graff III, 23.
bag-: 2. pl. -et O 3,20,128, vgl. Kelle 2,94; inf. -en T 31,4. O 3,20,69. 5,20,33.
streiten: a) allgem.: einen Wortwechsel führen; bei Otfr. immer im Reim auf frâgên: (der Blindgeborene sagt zu den ihn bedrängenden Schriftgelehrten:) ir wollet ... werdan jungoren sin (Christi), thaz ir ... so baget joh emmizigen fraget! O 3,20,128; — mit Gen. d. Sache: um etw. streiten, einen Wortwechsel haben: bigondun thes (über die Heilung des Blindgeborenen) tho bagen joh genan avur fragen 69; b) vor Gericht: einen Rechtsanspruch geltend machen, einen Rechtseinspruch erheben gegen jmdn. oder etw.: ni biginnent sie thar (im jüngsten Gericht) bagen (gegen das gefällte Urteil) O 5,20,33; — verbunden mit mit: themo uuolle mit thir in strite bagen inti thina tunichun neman qui vult tecum iudicio contendere T 31,4.