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Aufblasen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Aufblasen trs., intrs., rec.

Bd. 1, Sp. 221b
Aufblasen, v. unregelm. (s. Blasen). I) trs. 1) Durch Blasen oder Zulassung der Luft ausdehnen. Eine Blase aufblasen. Die Glasmasse an der Pfeife aufblasen. Die Backen aufblasen. Etwas mit aufgeblasenen Backen vorpredigen, mit vielem leeren Geräusch. Wo sanft von Zephirn Aufgeblasen Sich volle Rosenbüsch' in wilden Lauben ziehn. Wieland. Uneigentlich mit Stolz so erfüllen, daß er auch im Äußern sehr in die Augen fällt. Auch hab ich Wind in diesem Horn Das die Gemüt auffblasen thut I Hoffart und in Übermut. H. Sachs. R. Er ist vom Glücke aufgeblasen. S. Aufgeblasen. I der Pflanzenlehre wird ein Blattstiel aufgeblasen (inflatus) genannt, wenn er in der Mitte dicker, als an beiden Enden ist. Die Blütendecke heißt aufgeblasen, wenn sie weit und hohl ist. Ein Hülse heißt aufgeblasen (ventricosum), wenn ihre Klappen von Luft aufgetrieben sind. 2) Durch Blasen öffnen. Der Wind hat das Fenster, die Thür aufgeblasen, gewöhnlicher aufgeweht. 3) I die Höhe blasen. — hoch aufblasend das Meer aus offenen Nüstern. Voß. Uneigentlich vom Feuer, das Feuer aufblasen, es durch Blasen gleichsam sich erheben lassen, es von neuen entstehen machen. Auch wol die Kohlen, das Holz aufblasen, sie hell brennen machen. Der den erloschenen Funken unsers Streits Aufbläst zu neuen Flammen. — Schiller. I O. D. sagt man ≠ ein Licht aufblasen, für anzünden an einer Kohle, auf die man bläset. 4) Auf einem Tonwerkzeuge zu irgend einem Zwecke blasen. Ein Stückchen aufblasen. 5) Durch Blasen auf Tonwerkzeugen aufwecken. — Setzt flugs das Hifthorn an, Und bläst, als läg' ihm ob die Todten aufzublasen. Wieland. II) intrs. durch Blasen auf Tonwerkzeugen zu etwas auffodern oder auch nur dazu blasen. Zum Streit, zum Tanze, zur Tafel aufblasen. Oft fällt diese Absicht hinweg und man sagt dann bloß blaset auf. III) rec. Sich aufblasen, sich durch Einziehung vieler Luft körperlich ausdehnen. Der Frosch bläset sich auf. Häufiger uneigentlich, großen Stolz in seinem Äußern blicken lassen. Er bläset sich gewaltig auf. — Das Aufblasen. Die Aufblasung.
2039 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufblasen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Aufblasen , verb. irreg. act. S. Adelung Blasen . 1) Durch Blasen oder Einblasen der Luft ausdehnen. Eine geschmolzene G…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufblasen

    Goethe-Wörterbuch

    aufblasen häufig PartPrät 1 aufblähen, (an)schwellen die Papiertüten, die der Materialist vorher aufbläst, ehe er den Ta…

  3. modern
    Dialekt
    aufblasen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    aufblasen Band 2, Spalte 2,1051f.

  4. Sprichwörter
    Aufblasen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufblasen 1. Blase dem Gottlosen sein Feuer nicht auf, dass du nicht mit verbrennest. Hüte dich den Bösen in seiner Bosh…

  5. Spezial
    aufblasen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auf|bla|sen I vb.tr. soflé sö II vb.refl. sich aufblasen 1 se soflé sö, se slunfé sö 2 ‹fig› se miné, se dé aries, alzé …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufblasen

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Zerlegung von aufblasen 2 Komponenten

auf+blasen

aufblasen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „aufblasen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufblasen/campe
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Cotta, Marcel. „aufblasen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufblasen/campe. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aufblasen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufblasen/campe.
BibTeX
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  title        = {„aufblasen"},
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