Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
arche
arche
- ›Arche, als Schiff oder schiffsähnlicher großer Kasten gedachtes Bauwerk, in dem Noah mit seiner Familie und den Tieren aus der Sintflut gerettet wird‹.
- eine Art Kahn.
- ›Bundeslade des Alten Testamentes‹, „eine vergoldete, an zwei Stangen tragbare, im Allerheiligsten der Stiftshütte aufbewahrte Truhe aus Akazienholz“ (LThK 2, 780, dort weitere Sachinformation); sie d
- als Metapher vorwiegend im Anschluß an 3 für Maria, die Mutter Christi, verwendet.
- zusammen mit genitivus definitivus für unterschiedliche Bezugsgegenstände gebraucht, die sonst mit dem in den Genitiv gesetzten Wort bezeichnet werden.
- ›Kiste, Kasten, Truhe, Behälter; Schatzkiste; Schrank‹.
- ›Lagerraum, Vorratsraum‹; hier anzuschließen die metonymische Verwendung ›Depot‹ (Rwb 1, 810 zu a. 1715).
- ›Sarg‹.
- ›Fischkasten in Flüssen oder Seen‹; sie fungierten sowohl als Fangvorrichtung wie als Hegeplatz, ohne daß diese beiden Zwecke aus den Belegen immer herausgelesen werden könnten. Im Vorarlb. Wb. 1, 125
- aus den Quellen nicht näher identifizierbares kastenähnliches Gebilde an Mühlen, möglicherweise: ›hölzernes Gewölbe, Bogen, unter dem sich das Rad einer Wassermühle dreht‹ (Verwijs/Verdam 1, 457) oder
- ein aus den Quellen nicht näher identifizierbares Wasserbauwerk, wohl ›Schleuse‹ oder ›Wehr, Schütze‹.
- ›Uferschutzbau, Damm, Wuhr an Bächen‹.
- ein Gestell bei der Faßherstellung; auch: ›Folterzwinge‹.
- ›Netz zum Fisch- und Wildfang‹; spezialisiert und metonymisch: ›Strick zum Ausspannen der bei der Jagd auf Hirsche und Gemsen gebrauchten Fangnetze‹, „›das obere und untere Ende eines Fischernetzes, w
Etymologie: Das Wb. Ned. Taal 2, 648