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Ähre

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ähre

Bd. 1, Sp. 83
Ähre Rhfrk, Saar, WEif Er, E·ə.r, Pl. -rə [Saarbg, Wittl, Bitb hier und da ī:r]; ö. Trier, Wittl, Daun, Bernk, Koch, Kobl, May E:jăr, E:jər; Pl. -jər u. -jərn. –jərə [dazu wird ein Sg. rückgebildet hier und da :x, Pl. :jă Kobl-Rübenach; :x, Pl. E:jər May-Gond Hatzenp Trimbs; in Goar-NGonderhsn zum Pl. ēr der Sg. r (m.)]; ī:jər Wittl-Plein Gransd Neuerbg Kyllburgw; :jər Daun-Neichen Beinh, May, Kobl-Güls, Aden-Weibern Virnebg. — Rip :r, ǫ·ə.r, Pl. -rə. [In den Ausläufen der Eif und an der Ahr vielfach E·ə.r, ē·ə.r, ī·ə.r; Malm-NEmmels ·ə.r, Pl. :rə; Monsch-Witzerath :r u. :dər, Pl. nur :dərə; Siegld ·ə.r, Pl. :rər. Im :r-Gebiet der Sieg begegnet hier und da auch ·:r, Pl. -rə, wie auch LRip hier und da; ȳ·ă., Pl. -rə Dür-Winden]. — SNfrk ·ă.r, Pl. -rə [Grevbr-Aldenhov ī·ə.r, Pl. ū·ă.rə]. — NBerg :dər, Pl. -rə. –ərn. — Klevld r, Pl. — meist f.; doch m. Goar, Koch-Urschmitt, Trier-Fell, Daun-Neichen Beinh, Saarbg-Tetting, NSiegld und dort, wo der Sg. :x gilt, Klev-Calcar: 1. Roggen-, Weizen-, Gerstenähre [die Haferrispe überall anders. S. Fäse, Schode, Schnorre, Schnade; in Zell-Raversb unterscheidet man Korähre, Wessekilbe, Gerschtəkilbe, Hawerfäse (Hawərfahne Simm-Argenth.)] Et Korn geht, steht en de Ohre Rip, Allg. De O.ə scheten zeigen sich im Frühjahr SNfrk. De O.ə hange eröver. De O. es got geküərt (gekörnt) Grevbr-Wickr. De Ä. hat gut gelad Saar. De O.ə losse de Köpp hange Rip. De O.ə sen so deck as en Knöppel Emmerich. Et Och es su voll bi Hor om Honn Kobl-Rübenach. De O. es gebosst, se klätse Klev-Cranenbg. De O. es getrappt (treppenartig) es fehlen Körner Geilk-Bracheln). En ener O. söllen 80—86 Köərner dren sin Wippf. De O.ə han düt Johr vill Sprong nicht alle sind gefüllt Rip. En dof Ä. ohne Körner, auch Tuttähr (s. d.). Orm Ihren, Ormmanns Kerchen Bitb-Mettend. Rit (hohe) Ihren, wenig Kur Trier-Wasserliesch. — Ver schloəh bloss O. überdreschen nur einmal, ohne die Garben los zu binden Geilk, Heinsb. — Ä.ə lesen, oprafen, räfen, sangen, süəmere (s. d. W.), was früher von armen Kindern nach der Ernte geschah. Wer de Ä.ən net ofräfft, dem soll mer et Brout bes on di Maul halen un näs zereck hoalen Saar. Korn aus gelesenen Ä. gibt besonders gutes Brot Gummb-Nümbrecht. RA.: Wat nit es, dat kann noch weren, ut dem Kornspier wassen Ä.ən Elbf. De dreht de Kopp su huh wie en ledig O. Monsch-Roettgen. Die Ä. brengt Brot, de Ehr de Tod Bernk-Wolf. Viel Ihren gen en Gorf, der mih erhalen en Dorf Bitb-Betting. Der, wo et Streih hät, den hät och de Ä.ən Merz-Schwemmling. Gesongk, sen wie en. O. Aach-Gressenich. — Bauernregeln: De Prel mot de Mai de O.ə livere (brenge) Nfrk, Rip. Maiovend mott de Rogg in O.ən sin Moers-Baerl. Den 1. Sonndag in de Mai mott gej O.ə fende in den Rogg, et es int Feld of in den Hoff Geld-Kevelaer. Veitsdag en Ijer, Jokəbsdag en Gorəf Trier-Mehring. Treckt de Procession de säng Lüərsweg, mott de Roggen en den O.ən sin, wenn de Bur säng Lüərskermes Bäu (Ernte) well häven Ess-Heidhsn. Zink Görres (24. 4.) hät en Kuəruər am Hot Köln-Widdersd, Bergh-NAussem. Wenn Markus en Koərnohr hät, git et vill Koərn on lang Strüh Köln-Brühl. Op Märzenren blif de Sommer drüg un de Jəhr drüg Köln-Flittard. — Die 1. blühende Ä. moss mer dorch de Maul zeje, dann ist man gegen Zahnschmerzen gefeit Prüm-Burb. Blühte das ausgesäte Korn, so wurde an einigen Ä. der Blütenstaub mit den Fingern abgestrichen und gegessen; dabei sagte man: Gott walt's, das ist neue Frucht. Gott behüte uns vor Fieber und 77erlei Gelbsucht oNahe. Doppelähren werden mit Ehrfurcht aufgehoben und an bevorzugter Stelle in der Wohnstube aufbewahrt Bitb-Dahlem. Um zu sehen, ob der Backofen genügend heiss ist, bindet man 3 Ä. an dem Schoss fest und führt ihn in den B.; verbrennen sie, so ist er zu heiss, bräunen sie an, so ist er gut Mosfrk. — 2. Splitter MGladb-Odenk.
3885 Zeichen · 126 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Ähre

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. * Die Ähre , plur. die -n, ein nur in einigen Provinzen, z. B. in Thüringen, Franken und am Ober-Rheine, übliches Wor…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ähre

    Goethe-Wörterbuch

    Ähre a Blütenstand Es gibt Fälle wo die Identität der Organe leicht geschaut und gerne zugegeben wird z.B. bei Thyrsen, …

  3. modern
    Dialekt
    Ähref.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Ähre f. : 1. 'Roggen-, Weizen- und Gerstenähre', Ähr [allg.]; Ähre des Weizens mancherorts auch Kolben genannt. Ä. lese …

  4. Sprichwörter
    Aehre

    Wander (Sprichwörter)

    Aehre 1. Aehre auf Aehre gibt auch Brot. 2. Aus dieser Aehre ist weiter kein Korn zu dreschen. 3. Besser viel Aehren, al…

  5. Spezial
    Ähre

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Äh|re f. (-,-n) ‹bot› spi (spisc) m. ▬ Ähre n auflesen cöie sö spisc, lí sö spisc ; Ähre des großen Wegerichs plantagn m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aehre

60 Bildungen · 51 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

aehre‑ als Erstglied (30 von 51)

Ähreda

LothWB

ah·reda

Ähre-da ’ [ǽrədá Schw. u. s.] m. ( eigentl. Ährentag). Mariä Himmelfahrt.

ÄHRENBLOND

DWB2

aehren·blond

ÄHRENBLOND adj. blond im farbton der ähren: 1890 in der friedlichen, sonnebeglänzten, laubgrünen und ährenblonden landschaft Raabe 18,36 H. …

ÄHRENBÜNDEL

DWB2

aehren·buendel

ÄHRENBÜNDEL n. bündel ( getreidehalme mit ) ähren: ⟨1864⟩ Ilse bog einige aehrenbündel zum sitz zurecht Freytag ( 1886 ) 6,156. ⟨1937⟩ mit s…

Ährenbungen

RhWB

aehren·bungen

Ähren-bungen -o- Neuw-Datzeroth m.: Bündel, enthaltend kurzes Stroh und abgeschlagene Ä.

Ährendach

RhWB

aehren·dach

Ähren-dach E:rdāx Sieg-Fussh . n.: Strohdach, bei dem die Strohschauben mit den Ä. nach unten aufgelegt wurden, um Stroh zu sparen; im Gegen…

ährenfeld

DWB

aehren·feld

ährenfeld , n. getraidefeld: das wild duckt sich ins ährenfeld. Bürger.

ÄHRENFISCH

DWB2

aehren·fisch

ÄHRENFISCH m. : 1793 ährenfisch .. ein kleiner seefisch, dessen viele gräten den spitzen der ähren gleichen; stechfisch, atherina hepsetus, …

ährenflur

DWB

aehren·flur

ährenflur , getraideflur: da die ährenfluren dufteten und nicht rauschten. J. Paul Tit. 3, 14 .

Ährengebund

Adelung

aehren·gebund

Das Ährengebund , des -es, plur. die -bünde, in der Landwirthschaft besonders in Obersachsen, Strohbünde, welche von dem kürzesten Strohe de…

ÄHRENHALM

DWB2

aehren·halm

ÄHRENHALM , ährhalm m. 1 halm mit ähre ( zu ähre 2 ): 1674 am ried ist das rohr, schilff, aehrspitze, aehrhalm, kolben Becher organum 38. 2 …

ÄHRENHEBER

DWB2

aehren·heber

ÄHRENHEBER m. vorrichtung an getreidemähmaschinen u. mähdreschern: 1935 ährenheber sind vorrichtungen zum aufheben von liegendem getreide, d…

Ährenkeid

RhWB

aehren·keid

Ähren-keid :rəkit Aach-Gressenich n.: Ährenkorn. De O.kidder vlege.

ährenkranz

DWB

aehren·kranz

ährenkranz , m. erntekranz; ein goldner geschwollner ährenkranz. J. Paul Tit. 4, 160 .

ährenlese

DWB

aehren·lese

ährenlese , spicilegium, auflesen der ähren, die die schnitter liegen lassen, nachlese.

ÄHRENLESEN

DWB2

aehren·lesen

ÄHRENLESEN n. wie ährenlese 1: ⟨1682⟩ um vergünstig- und zulassung des aehrenlesens ansuchen Hohberg georgica ( 1687 ) 2,65 b . 1868 das rec…

ÄHRENLESER

DWB2

aehren·leser

ÄHRENLESER m. wer ähren aufsammelt: A15.jh. spicarius .. eher-leser Diefenbach gl. 546 b . 1711 aehrenleser Rädlein spr.- schatz 1,49 a . 18…

ÄHRENLESERIN

DWB2

aehren·leserin

ÄHRENLESERIN f. : 1711 aehrenleserin Rädlein spr.- schatz 1,49 a . 1774 wenn sich sein herz für eine aehrenleserin entscheiden würde Tobler …

Ährenmann

PfWB

aehren·mann

Ähren-mann m. : scherzweise für 'Ehrenmann' in der RA.: Er is e Ehremann, wammer'n in e Kornacker stellt [ KU-Schmittw/O ]. Rhein. I 85 .

ährenmeer

DWB

aehren·meer

ährenmeer , n. das wogende getraide. Brockes 1, 109. 2, 171. 4, 338. 5, 86. 9, 331 . aequor agrorum, in quo quaestuosae fluctuant in segetib…

Ährenmonath

Adelung

Der Ährenmonath , S. Adelung August .

aehre als Zweitglied (9 von 9)

ackermähre

DWB

acker·maehre

ackermähre , f. equa aratoria, equus arando enervatus. ackermerre. Fischart Garg. 81 a .

Fischzähre

Wander

fisch·zaehre

Fischzähre Reiche Fischzähre, arme Kornähre. ( Wohlau. ) – Boebel, 101.

freudenzähre

DWB

freude·n·zaehre

freudenzähre , f. freudenthräne: nein, rief der hirt mit einer freudenzähre, der erde tand nimmt mich nicht ein. Burmann fabeln 14 ; empfang…

gerstenähre

DWB

gersten·aehre

gerstenähre , f. spica hordeacea, gerstenähr Aler 910 a : gersten eren seind sehr spitzig und stechen doch nicht. Lehmann flor. (1630) 132, …

gewähre

DWB

gewähre , m., nomen agentis zum vorhergehenden fem. vgl. gewährer ( s. d. ), gewährsman ( s. d. ). die ersten verwendungen gehören der mitte…

kornähre

DWB

korn·aehre

kornähre , f. kornäre, spica frumenti. Stieler 23 , noch als n. Maaler 249 b . kornär pl. Garg. 59 a . nl. korenaar.

winterähre

DWB

winter·aehre

winterähre , f. , ähre vom winterkorn: eine winterähre ist so viel wert als zwei sommerähren Wander 4, 74 . —