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Aben

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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22 in 10 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Aben Pl., m.

Bd. 1, Sp. 21
Wossidia MeckWBNAben Pl. Abens (abm, am, -s) m. Ofen; der Sing. auch Aw, da Aben als Pl. gefaßt wurde, belegt außer bei Bri. bi de Aw 1, 65; 137; achter 'n Aw 104 (s. Nd. Jb. 54, 117) bei Wigg. Gr. 27, ferner Aw (af) PaParchim@BroockBroock (Teuth. 2, 110; 131), auch LuLudwigslust@LoosenLoos; SchwSchwerin@BenzinBenz. 1. Der Ofen im Hause ist kaum vor dem 16. Jahrh. vom mitteldeutschen Hause übernommen worden (s. Pries Ndsachs.-Haus 339 f.); er wurde in der Dönz (s. d.) als Bilegger von Mauersteinen gesetzt und von dem jetzt an die Wand der Diele oder der Küche gerückten Herde aus geheizt und zwar durch ein über diesem liegendes Loch von etwa 40 cm im Geviert; man stieg zum Heizen auf den Herd und legte das Brennholz ein oder stopfte Reisig mit der Forke hinein (WaWaren@SommerstorfSomm); war das Holz halb ausgebrannt, setzte man Mauersteine oder eine eiserne Platte vor das Feuerloch. So wurde das Feuer doppelt genutzt, indem noch ein großer Grapen auf hohen Füßen in den Feuergang gestellt werden konnte. Ein Holzrahmen mit vier oder seltener sechs Füßen trug den Ofen und bot unten Raum für Stiefel und Hunde oder Gänse, im Winter auch für die Hühner (s. u.). Außen wiesen die Öfen einen dicken Lehmanstrich, der mit Kaff und Kuhdung haltbar gemacht war, auf; Farbe gab Ochsenblut her. Da beim Holzbrand Züge in den Ofen nicht eingebaut werden konnten, war der Verbrauch von Brennstoff groß, s. die Klage darüber Nützl. Beitr. 6 (1772) 172. Die unzureichende Heizwirkung bei großer Kälte schildert Schröd. Buerh. 1, 152: Sülfst in de Dönzen geewt stiwe Fingern un blage Näsen, obschonst dat Füer in de dicken Butenabens dagœwer nich utgüng. Anners bi Kräuger Bolts. De Windabens, dei van de Dönz tau bött würrn, deeden ehr Schülligkeit. Hier ist im Krughause bereits das Feuerloch in die Dönz verlegt, auch sind Züge in den Ofen eingebaut (s. Windaben); diese widerrät für die Holzfeuerung noch Behr. Landbauk. (1796) 204. Um 1792 herrschen die Öfen aus Ziegelsteinen noch in den Katen vor, s. Monschr. 1, 25. Sie erhalten nach und nach Kacheln; früh schon in städtischen Häusern, s. Kachelaben. Auch große kastenförmige eiserne Öfen, die gleichfalls mit Kacheln ausgelegt waren, waren seit 1800 vielfach im Gebrauch. Um 1766 taucht als Ersatz der Kodaben (s. d.) auf. Holzarme Gegenden, wie die Insel Poel, mußten außer zu Dornreisig auch zu Quecken, Kartoffelkraut, Raps- und Erbsenstroh oder den Flachsschäwen als Heizmaterial greifen. Das Einheizen heißt inböten, hitten, wat in 'n Aben leggen (s. d.). Der wärmste Platz war in der Hell (s. d.), dem Raum zwischen Ofen und Wand; hier lagen oder saßen zeitweise Erwachsene und Kinder; daher: hüt is grad' sonn Wäder as donn, as wi achtern Aben seten, d. h. im rauhen Wetter WiWismar@PoelPoel; de Wind kann kamen ut Süden oder Westen, Achtern Aben is 't ümmer am besten Schö Schönberg@GrevesmühlenGrev; achtern Aben dor ick satt, Häuhnerbraden den ick att RoRostock@BastorfBast (Volksreim); Schelte für Leute, die nicht von Hause fortgekommen sind: achter 'n Aben bi Muttern hest seten Reut. 3, 115; dee hett sick so bi 'n Aben grot lägen hat sich nicht in der Welt umgesehen Wa; dat is sonn' Kiek achtern Aben Topfgucker RoRostock@RibnitzRibn. Dagegen gilt von der Frau: de Fru un de Bessen hören ... achtern Aben Schröd. Buerh. 3, 44. Der Ort besinnlicher Ruhe; spottend: dat hett hei all achtern Aben rutlauscht (ersonnen, sich aus den Fingern gesogen) Wa. Auch gelegentlich Aufenthaltsplatz von Hunden oder Katzen, die sich nur durch kräftige Reizung aus der Wärme locken lassen: mit den Bettel künn keiner en Hund achter 'n Aben rutelocken Stillfr. Köst. 2, 238; einen Hund achtern Aben rutfläuten allg., auch übertr. auf Menschen; spöttisch von einem Schwächling: dee kann keenen dodigen Hund achtern Aben ruthalen RoRostock@RibnitzRibn; zugleich ironisch gewendet: ... ne dodig Katt ... rutjagen GüGüstrow@GülzowGülz; dee kann jo nich ne Lus trüggoors achtern Aben ruttrecken PaParchim@DobbertinDobb; Trost für kinderlose Frauen: du kannst noch so väl Kinner krigen, dat du s' achtern Aben ruttreckst Wo. V. 3, S. 369. Der Raum unter dem Ofen ist in folgenden Wendungen gemeint: dee kann keenen Hund ut 'n Aben locken, un wenn he 'n ganz Achtschillingsbrot in 'n Arm hett Wa; 'syn ... erer vele lichter alse Hunde uth dem Aven gelocket worden' Gry. Paw. P 1b; von der Katze HaHagenow@RedefinRed. Kinderzucht spielt sich zum großen Teil am Ofen ab; vgl. wenn ein Kind zu lange am Ofen steht, so sagt man zu ihm: du höllst woll den Aben wiss RoRostock@AltheideAHeid; oder fragt: will de Aw ümfalln? LuLudwigslust@LoosenLoos; bei Erzählung von Dingen, die nicht recht für Kinderohren bestimmt waren, sagte wohl Großvater: wenn de Aben man nich basten ward, und Großmutter meinte: willn ne Schört œwerhängen Sta Stargard@BallwitzBallw; vgl. zu Kachelaben. Bei Pfänderspiel wird er angeredet: Aben, Aben, ick bäd di an, winters büst du 'n goden Mann, sommers kiekt wi di nich an oder: Aben, Aben, ick bäd di an, giffst du mi keinen gauden Mann, bäd ick di nich wedder an allgem. Diesem Scherz liegt eine ernste Verbundenheit zu Grunde, da der Ofen als Nachfolger des Herdes Anteil an dessen magischer Kraft erhalten hat. Daher muß die Hexe, die nicht sterben kann, den Ofen anbeten SchöSchönberg@HungerstorfHung; die Kunst des Besprechens wird nicht unmittelbar gelehrt, vielmehr werden die Formeln dem Ofen vorgebetet, während der Schüler den Kopf in die Ofenröhre oder -loch steckt StaStargard@BallwitzBallw; Geheimnisse, die lebenden Menschen verborgen bleiben sollen, vertraut man dem Ofen an, vgl. Bartsch 1, 265. Auch Zufluchtsort vor Waud. Anderseits kommt der vom Hexenmeister herangelesene Teufel aus dem Ofen GüGüstrow@BoitinBoit. Vgl. hierzu Jac. Grimm Mythol.4 523. Beim Kartenspielen deutet ein Blick auf den (schwarzen!) Ofen dem Mitspieler an, daß er Pique spielen soll WiWismar@SternbergSternb. Allerhand Bräuche: Olljohrsabend (Silvester) werden die Schuppen von Karpfen auf den Ofen gelegt, das spart gut GüGüstrow@PustohlPust; anderseits soll in den Plünnen, mit dei se wat afbrukt (s. d.) hebben, während sie oben trocknen, der Krankheitsstoff, den sie aufgenommen haben, eingehn und absterben GüGüstrow@SchwaanSchwaan; in den Zwölften soll man nichts an den Ofen hängen Sta@Funk; denn wer den Ofen bekleidet, muß einen Toten kleiden. Die unzulängliche Heizwirkung des alten Ofens schildert: dei Sid, dei 'n an 'n Aben hett, verbrennt einen, dei anner verfriert einen WaWaren@SchorssowSchorss; in 'n Winter 'n Aben warm, In 'n Sommer kein Fleigenswarm LuLudwigslust@GrittelGritt; denn' sin Aben warm is, dei meint, dat 's allewägen Sommer Gü Güstrow@SchwaanSchwaan. Rdaa.: wer anne Lühr achte 'n Aben söcht, hett sülst all mal achte säten Nd. Jb. 31, 22; dor hett noch keener 'n annern achter 'n Aben söcht, dee dor nich all sülfst säten hett GüGüstrow@BützowBütz; wer hinner 'n Aben säten hett, söcht de Katt hinner 'n Aben Schw; de Fru un de Aw hürt in de Stuw Nd. Jb. 31, 25; he hett Abens sett't bi de Swiegeröllern (oder im Nachbardorf) hat im Gefängnis gesessen LuLudwigslust@KlüßKlüß: Unklauk, stöt (stoß, Imper.) den Aben üm zur Abfuhr HaHagenow@RedefinRed; zur Bezeichnung der Körpergröße eines Menschen, vgl.: hei (Goliath) wir so grot as 'n Aben Schneeb. Herrg. 176. Scherzend: allens in de höltern Welt, œwer keen höltern Aben un denn mit Muersteen inböten WaWaren@SchwarzSchwarz. Von einem verlausten Hause sagt man übertreibend: dor sitten de Lüs' up 'n Aben un roken de lang Pip StaStargard@NeubrandenburgNBrand. 2. andere Öfen, a. der Backofen (s. Backaben); auch de grot Aben; de A. is dalhitt't das Feuer im Ofen ist niedergebrannt SchwSchwerin@BenzinBenz; die Kohlen werden nun mit Krück un Abenstaken aus dem Ofen geholt und der Herd mit dem Abenwischer utwiept ebda; is bäter, wenn dat Brot nah 'n Aben smeckt as nah 'n Trog LuLudwigslust@LaupinLaup; das Backen will seine Zeit haben: dat geiht nich as rinschaben un wedder rut ut 'n Aben Firm. 3, 74; schuw in 'n Aben im Kinderreim Wo. V. 3, 288, auch als Spottname des Bäckers; im Backofen wird das Obst getrocknet (s. Backawt), vgl.: Ahft, dat inn Ahwen wåst is Monschr. 3, 26; auch der Flachs, bevor er gebrakt wird; Rda.: halt denn' Hund ut 'n Awen — as man dat nennt, wenn dei Kahlen un Asch rute fegt warn Camm. Bil. 69. b. Ziegelofen (s. Teigelaben), früher offen und mit einem Dach versehen, dann mit Gewölbe verschlossen; nach der Form längliche (Slan genaben) und runde (Ringaben); vgl. ferner enzelt Aben, der nur von einer Seite gebrannt wird RoRostock@DoberanDob; s. Flammaben, Lockaben. c. Töpferofen, s. Pötteraben. d. andere Öfen s. die folg. Zss.: Back-, Brakel-, Damp-, Darren-, Flaß-, Hals-, Heck-, Hell, Holt-, Kachel-, Kahl-, Kalk-, Häuhl-, Kauken-, Kein-, Kiepenmaker-, Kluten-, Koks-, Koesel-, Leim-, Löt-, Pip-, Pötter-, Smöl-, Stein-, Stück-, Stuwen-, Tau-, Teer-, Teigel-, Windaben. FN.: Asch-, Back-, Brenn-, Glas-, Glasmaker-, Kalk-, Pötter-, Teer-, Teigelaben. — Mnd. oven m. — Bl. 82a; Da. 8b; Dä. 17b; Me. 1, 13; Mi 1a; Schu. 20.
8590 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    aben

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    aben = abe den BMZ

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    aben

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    aben , deficere, occidere, sinken, s. das folgende wort.

  3. modern
    Dialekt
    aben

    Elsässisches Wb. · +15 Parallelbelege

    abe n länge n [àwalæa Su. ] herabreichen, –langen. — Schweiz. 3, 1328.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aben

1.014 Bildungen · 678 Erstglied · 335 Zweitglied · 1 Ableitungen

aben‑ als Erstglied (30 von 678)

aben(t)fangeⁿ

Idiotikon

aben(t)fangeⁿ Band 1, Spalte 721 aben(t)fangeⁿ 1,721 M.

aben(t)fāheⁿ

Idiotikon

aben(t)fāheⁿ Band 1, Spalte 721 aben(t)fāheⁿ 1,721 M.

aben(t)fāⁿ

Idiotikon

aben(t)fāⁿ Band 1, Spalte 721 aben(t)fāⁿ 1,721 M.

aben(t)leheneⁿ

Idiotikon

aben(t)leheneⁿ Band 3, Spalte 1240 aben(t)leheneⁿ 3,1240

aben(t)līhen

Idiotikon

aben(t)līhen Band 3, Spalte 1242 aben(t)līhen 3,1242

abe næjen

LexerN

abe·naejen

abe næjen eine abgenâte underschoppe Wp. G. 151. mit abgenæten preisen Vintl. 9446.

Abenaki

Meyers

aben·aki

Abenaki ( Abnaki, von Wapanachki , »Männer des Ostens«), allgemeine Bezeichnung für die Mikmak, Etschemin und andre Algonkinstämme in Neufun…

ab enander

ElsWB

aben·ander

ab enander , ab elander [àp anàntr Steinb. Dü. Bf. ; àp nàntr Banzenh. Hlkr. ; àpəlàntr Lutterb. ] Adv. entzwei, aus einander, zerbrochen, z…

Abenbank

MeckWB

aben·bank

Abenbank -bänk f. Ofenbank, an einer Längs- und einer Breitseite; unentbehrliches Stück der Zimmereinrichtung, daher spottend: du hest ok wi…

Abenbeer

MeckWB

aben·beer

Abenbeer f. eine Birnenart, besonders zum Backen im Backofen geeignet Schw Krebsf .

Âbenberc

BMZ

aben·berc

Âbenberc in Franken, alter grafensitz. der anger z' Âbenberc ein platz wo viel turniert wurde Parz. 227,13. aht hôhe grævinne, von Âbenberc …

Abenberg

Meyers

aben·berg

Abenberg , Stadt im bayr. Regbez. Mittelfranken, Bezirksamt Schwabach, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein altes Schloß, Spitze…

Abenbessen

MeckWB

aben·bessen

Abenbessen m. lange Holzstange mit Strohwisch oder Reisbesen zum Rein- und Auskehren des Backofenherdes; der Wisch wird dabei angefeuchtet W…

Abenbleck

MeckWB

aben·bleck

Abenbleck n. 1. Kuchenblech, auf welchem der Kuchen in den Backofen geschoben wird; gewöhnlich Platen genannt. Um einen Bienenschwarm zum Ni…

Abenbrot

MeckWB

aben·brot

Abenbrot n.: 'welk man de enen oven hefft, de magh den lenen synen vrunden, unde de schal dar nyn ovenbrod, ok nynerleye andere ghave vor ne…

Abencerragen

Meyers

Abencerragen , edles arab. Geschlecht in Granada, das nach Ibn Serradsch, dem Vertrauten des Königs Mohammed VII. von Granada (1392–1407), d…

abend

FWB

1. ›Abend, Tageszeit zwischen Beendigung des Tagwerks und Beginn der Nachtruhe‹, z. T. wohl auch ›Spätnachmittag‹, ohne daß diese Nuance aus…

Abendgelb

SHW

Abend-gelb Band 1, Spalte 15-16

aben als Zweitglied (30 von 335)

beschaben?

KöblerMhd

*beschaben? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „beschabt“ Vw.: s. un- E.: s. beschaben (1) W.: s. nhd. beschaben, (Part. Prät.=)Adj., beschaben (Adj.…

gehaben?

KöblerMhd

*ge·haben

*gehaben? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ūf-, un- E.: s. haben, gehaben W.: nhd. (ält.) gehaben, (Part. Prät.=)Adj., gehaben, DW 5, 2309 L.: B…

insigelgraben?

KöblerMhd

*insigelgraben? , V. nhd. „gravieren“ Hw.: s. insigelgraben (2) E.: s. insigele, graben W.: nhd. DW-

irredraben?

KöblerMhd

*irredraben? , V. nhd. verwirren E.: s. irre, draben W.: nhd. DW-

naben

KöblerMhd

*naben , sw. V. nhd. bohren Vw.: s. ge- E.: s. nabe L.: Benecke/Müller/Zarncke II/1, 282b (nabe)

nihthaben?

KöblerMhd

*nihthaben? , V. nhd. „nichthaben“, nichts haben E.: s. nihthaben (2) W.: nhd. DW-

schaben?

KöblerMhd

*schaben? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ge- E.: s. schaben (1)

abe graben

MWB

abe graben stV. 1 ‘jmdm. durch Graben ein Stück Land entziehen’ 2 ‘(Erde) durch Graben abtragen’    1 ‘jmdm. durch Graben ein Stück Land ent…

abe schaben

MWB

abe schaben stV. sw. Part. Prät. SHort ; s. a. schab|ab 1 ‘etw. durch Schaben, Kratzen entfernen’ 2 übertr.: ‘etw. tilgen, zunichte machen; …

abegeschaben

KöblerMhd

abe·geschaben

abegeschaben , st. V. nhd. sich wegscheren, abschaben, auslöschen, tilgen, vertreiben Q.: Tauler (FB abegeschaben), Volmar (1249?) E.: s. ab…

abegraben

KöblerMhd

abe·graben

abegraben , st. V. nhd. abgraben Hw.: vgl. mnl. afgraven, mnd. afgrāven Q.: Ot (FB abe graben), BdN, SSp (1221-1224) E.: s. abe, graben W.: …

abehaben

KöblerMhd

abe·haben

abehaben , sw. V. nhd. abhalten Q.: LuM (1437) E.: s. abe, haben W.: nhd. abhaben, sw. V., abhaben, DW 1, 53, DW2 1, 348 L.: Lexer 356b (abe…

abgehaben

DRW

abgehaben einem etwas anhaben als wir [Landsknechte] P. [dem betrügerischen Rottmeister] mit nichten nichtis mochten abegehaben, geleites ha…

abgeschaben

Lexer

ab-geschaben part. adj. ich bin alt unde kranc und bin nû gar abgeschaben Kol. 164.

abgraben

DWB

abgraben , fodiendo auferre, weggraben, einen hügel, berg abgraben. einen flusz abgraben, sein bett verändern. einen brunnen abgraben, dem w…

abhaben

DWB

abhaben , in lebendigen, meist elliptischen redensarten, welche die alte praeposition ab erkennen lassen und aus dem zusammenhang zu ergänze…

abschaben

DWB

abschaben , abradere, abreiben. das moos vom baume, den bart ( von den wangen ) abschaben, holz mit glas abschaben, farben abschaben, abreib…

abtraben

DWB

abt·raben

abtraben , abire, evadere: er trabt ab, ich liesz ihn leer abtraben; wenn sie wolt seins ausleckens ab draben. fastn. sp. 235, 24.

Aftergraben

Adelung

after·graben

Der Aftergraben , des -s, plur. die -gräben, in den Bergwerken, ein Graben, durch welchen das After in die Aftergefälle gehet.

anbehaben

DRW

anbehaben, anbeheben I beanspruchen, einen Anspruch gerichtlich durchsetzen bdv.: anbehalten behabt ez [das Gut] im iemen mit rehte an 1275/…

andraben

MeckWBN

andr·aben

Wossidia andraben antraben, anmarschieren: andrawen Müll. Reut. 5 a .

ane behaben

MWB

ane behaben swV. ‘jmdm. etw. abgewinnen, mit Erfolg streitig machen’ die vursten dûht er ze hêre. / alle die êre / die si alle solten tragen…

ane draben

MWB

ane draben swV. ‘jmdn. ansprengen, zu Pferd angreifen’ an si uaste draueten / di gotlaiden geste Rol 6343 MWB 1 230,56; Bearbeiter: Schnell

ane haben

MWB

ane haben swV. teilw. Bedeutungsüberschneidungen mit ane heben 1 mit Akk.d.S. 1.1 überwiegend: ‘etw. (Kleidung) anhaben, tragen’ 1.2 ‘Besitz…

ane behaben

Lexer

ane·behaben

ane behaben einem etw. über ihn behaupten, ihm abgewinnen dem hât er den sic behabet an Erinn. 304,

anedraben

KöblerMhd

ane·draben

anedraben , sw. V. nhd. „antraben“, ansprengen, zu Pferd angreifen Q.: Rol (um 1170) E.: s. ane, draben (1) W.: nhd. antraben, sw. V., antra…

anegehaben

KöblerMhd

ane·gehaben

anegehaben , sw. V. nhd. anhaben, tragen, bedrängen, bezichtigen Hw.: s. anehaben Q.: Lanc (1240-1250) E.: s. ane, gehaben (1) W.: nhd. DW2-…

Ableitungen von aben (1 von 1)

geªben

WWB

geªben → geªpen .