Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zirbel
Zirbel
Zirbeldrüse f. am oberen Abschnitt des Zwischenhirns liegende Drüse (Mitte 18. Jh.), Zirberdrüslein (2. Hälfte 17. Jh.), benannt nach ihrer Ähnlichkeit mit einem Zapfen von Nadelbäumen (daher auch Dannenzäpplin, 1. Hälfte 17. Jh.). Mhd. zirbel- (in mhd. zirbelwint ‘Wirbelwind’), nhd. Zirbel f. ‘Fischfanggerät’ (15. Jh.), ‘Zapfen von Nadelbäumen’ (Ende 16. Jh.), ‘Zirbelkiefer’ (Anfang 17. Jh.) ist mit l-Suffix zu ahd. zerben (9. Jh.), mhd. zirben ‘sich im Kreis drehen, wirbeln’ gebildet, das mit aengl. tearflian ‘drehen, rollen, sich wälzen’, außergerm. mit aind. dṛbháti ‘verknüpft, bündelt zusammen’, darbháḥ ‘Grasbüschel, Buschgras’ auf ie. *derbh- ‘winden, zusammendrehen’ führt. Im Anschluß an Zirbel ‘Zapfen von Nadelbäumen’ (vgl. auch Zirbelnuss, 16. Jh.) steht Zirbelkiefer f. ‘Arve’ (18. Jh.); zuvor Zirbelbaum ‘zapfentragender Baum, Nadelbaum’ (16. Jh.).