Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zirbeldrüse f.
zirbeldrüse , f. , glandula pinealis, eine an der hirnbasis gelegene, etwa erbsengrosze drüse; nach ihrer ähnlichkeit mit dem zapfen der zirbelkiefer benannt, gelegentlich verkürzt zu zirbel ( s. 4 zirbel). der früheste beleg bei Hyrtl kunstworte d. anatomie 45 : die glandula pinealis präsentirt sich als dannenzäpplin im Remmelinus (1632) und als zirberdrüslein im Bartholin (1677). Descartes hatte die zirbeldrüse als sitz der seele angenommen; vgl. Noel Chomel öcon.-physic. lex. (1750) 4, 784 und: in der zirbeldrüse, in die Cartesius unsere seele einsperret Schönaich ästhetik. i. e. nusz (1754…