Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zerrinnen verb.
zerrinnen , verb. , zu rinnen ( th. 8, 1020); ahd. zarinnan ( Graff 2, 517 ), mhd. zerrinnen; 1) auseinanderrinnen, -flieszen, -laufen, a) flüssigkeiten und schmelzbares: als die zerrunnen milch, die zu einer gantzen nimmer werden mag Paracelsus op. (1616) 2, 6 c H.; doch der quell, will ich ihn kosten, zerrinnt Göthe 5, 255 W.; schmelzen, zergehn: liquescere Frisius 774 b ; der schnee zerrinnt, der mai beginnt Hölty ged. 156 H.; auch von butter, unschlitt: schweiz. id. 6, 1011; übertr. auf die zeit ( vgl. sp. 537) und das leben: da zerrann die schnelle zeit Spee trutznachtigall (1649) 324 ; e…