Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zaudern verb.
zaudern , verb. , anscheinend aus dem obersächsischen sprachgebiet hervorgegangene iterativbildung aus dem md., bei Jeroschin ( s. Lexer 3, 1203 ) belegten starken verbum zûwen ( intrans. ) wegziehen, vorwärtsdringen, sich hinbegeben, einer ablautform zu ahd. zawên von statten gehn, sich eilen ( s. zauen); d- einschub wie in haudern und schleudern. im nd. gilt die entsprechende l- form taueln, tauelken, auch das diminutivum tauken langsam sein, nichts fortbringen, langsam und zauderhaft sprechen ( Richey 426 ; brem. wb. 5, 33, Schütze 4, 251 ), welches zu mnd. touwen eilen gehört. einige fälle…