Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
wurzeln
wurzeln
Wurzel f. ‘unterer, in der Erde wachsender Teil einer Pflanze’, ahd. wurzala (9. Jh.), mhd. wurzel, mnd. wortel, mnl. wortel(e), nl. wortel, aengl. wyrtwala, -walu ist aus einem Kompositum germ. *wurtwalu- ‘Krautstock’ entstanden, dessen erstes Kompositionsglied zu dem unter Wurz (s. d.) behandelten Substantiv gehört. Das im Dt. zu -ala bzw. -el abgeschwächte Grundwort ist verwandt mit anord. valr ‘rund’, aengl. walu ‘Wulst, Streifen, Strieme’, anord. vǫlr ‘runder Stab’, got. walus ‘Stab’, vielleicht auch mit lat. vallus ‘(Schanz)pfahl’, griech. hḗlos (ἧλος) ‘Nagel(kopf)’, und stellt sich zu der unter 1wallen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *u̯el(ə)-, *u̯lē- ‘drehen, winden, wälzen’. – wurzeln Vb. ‘Wurzeln treiben oder schlagen, Wurzeln haben, heimisch in etw. sein’, ahd. wurzalōn (um 1000), mhd. wurzel(e)n. verwurzeln Vb. ‘mit dem Wurzelstock anwachsen, Wurzel fassen’, mhd. verwurzel(e)n (14. Jh.).