Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Wuhr
Wuhr
2Wehr n. ‘quer durch ein fließendes Gewässer gebautes Stauwerk’, ahd. wer (11. Jh.), mhd. (md.) wer(e) n., ein von der Küste südwärts vordringendes Wort. Die unterschiedlich gebildeten Substantive asächs. wer(r) ‘Fischwehr’ (10. Jh.), mnd. wāre, wēr(e) n. ‘jede in das Wasser (zur Fischerei oder zum Mühlenbetrieb) hineingebaute Stauung (aus Pfählen u. dgl.)’, nl. weer f. ‘Fischwehr, Damm im Wasser’, aengl. wer m., engl. weir ‘Flußdamm, Fischwehr’, anord. ver n. ‘Klippe am Meer zum Fischfang’, norw. vær ‘Aufenthaltsort der Fischer während der Fangzeit’ sowie (vorwiegend obd.) Wuhr n. ‘Damm, Stauwerk’, ahd. wōri (10. Jh.), mhd. wuore, wüere f., wuor, wüer m. f. n. stellen sich mit einer Ausgangsbedeutung ‘Hemmung, Hindernis’ zu dem unter wehren (s. d.) behandelten Verb. Das Wort wandert vom 13. Jh. an von der Küste die großen Flüsse aufwärts in md. und obd. Gebiet, in den Mundarten entsprechend den oben genannten Formen mit unterschiedlichem Genus, teils n. und m., teils f. (in Anlehnung an 1Wehr f., s. d.).