widerstreben,
vb. (
mhd. widerstrëben Lexer 3, 860; 826;
mnd. wedderstreven Schiller-Lübben 5, 638
a;
mnl. wederstreven, -streiven Verwijs-Verdam 9, 1, 1989;
ndl. we(d)erstreven van Dale
nieuw groot wb. 72086
b), '
widerstand leisten, sich sträuben, zuwider sein'.
von den zahlreichen lat. gegenwerten für widerstreben (
im wesentlichen komposita mit re-
und ob-)
bieten die bei Diefenbach
verzeichneten frühnhd. glossierungen folgende: obniti, gl. 388
a;
refragare, ebda 489
c;
renisare, ebda 492
b;
repugnare, ebda 493
c;
rebellare, ebda 486
a;
rebellisare, nov. gl. 314
a;
calcitrare, gl. 89
b;
recalcitrare (
hs. 1470)
mlat.-hd.-böhm. wb. 232.
namentlich werden immer wieder repugnare (
s. auch ob.),
resistere, rebellare (
s. auch ob.),
refragari als gegenwerte aufgeführt; vgl. gemma gemm. (1508) x 3
a, Alberus
dict. (1540) C 1
a u. V 2
a, Frisius
dict. (1556) 1131
b und 1152
b, Faber
thes. (1587) 660
b, Calepinus
undec. ling. (1598) 1256
a, Decimator
thes. (1608) 1121
b, Stieler
stammb. (1691) 2192
u. 2516, Steinbach
dt. wb. (1734) 2, 738;
ein teil von ihnen (
namentlich Alberus)
gibt weitere lat. entsprechungen an. neusprachliche gegenwerte in histor. wbb. sind engl. to struggle or strive against, to resist, withstand, oppose, repugn, reluct, to take or make head against Ludwig
t.-engl. (1716) 2481
f.; ital. auversariare, contradire, contrafare, contrariare, contraporsi, contrastare, disubidire, opporsi, ouuiare, re-, ripugnare, resistere; vgl. Hulsius-Ravellus
t.-frz.-it. (1616) 412
a; Hulsius
dict. (1618) 1, 277
a; 2, 105
b, 106
a, 130
a u. 327
a; Kramer
t.-ital. 2 (1702) 999
c;
frz. resister, s'opposer Hulsius-Ravellus
a. a. o.; Schwan
nouv. dict. (1783) 2, 1045
a.
heute fest zusammengesetzt, so auch bei Adelung
umst. lehrgeb. d. dt. spr. (1782) 2, 10
und schon im mhd., wie der folgende beleg bes. deutlich macht: sô sint etlîche liute, sô sie lîden anegât, sô nement sie se niht von gote ûf unde widerstrebent meister Eckhart in:
dt. mystiker d. 14.
jhs. 2, 339
Pf. in anderen belegen aus älterer sprache bewahrt wider
adverbiale selbständigkeit dem verb gegenüber: swî gerne er (
ein im kampf verwundeter) wider wolde streben, er ne mohte langer niwit leben Lamprecht
Alexander 4680
Kinzel; der (
leim der minne) zoch si (
Isolde) wider unde nider diu schœne strebete allez wider Gottfried v. Straszburg
Tristan 11 800
Ranke; du strebtest als ein ohse wider Hugo v. Trimberg
d. renner 1655
Ehrism.; drümb wider zstreben ist vns not entgegen aller öberkeit (1522) U. v. Hutten
opera 3, 537
Böcking. wiederholt beim jungen Luther: desselben wercks ist auch, widder tzustreben allen falschen ... leren (1520) 6, 228
W.; sich underwindenn, dem gottis wort widertzustreben (1521) 8, 293; alsz dyr nott ist den wercken der finsternisz widder tzustreben (1522) 10, 1, 2, 20.
später nur noch vereinzelt (
s. u. Prätorius
philos. colus, unter 1): was hängt ihr euch an mich und meinen lauf und strebt dem höhern plumpen dranges wider? Grillparzer
s. w. (1872) 1, 79.
meist mit dativobjekt gebraucht, gelegentlich aber auch (
in älterer sprache)
mit akkusativobjekt. belege in den mhd. wbb. und unten. 11)
sich sträuben, sich physisch zur wehr setzen: ich warff sy nider in den klee, sy tett vast widersträben Hermann v. Sachsenheim
in: liederb. d. Hätzlerin 282
Haltaus; sie (
Isabella) sieht, wan er (
Rodomont) vernunfft einst setzen wird hindan, dasz sie dann wenig thun, mit widerstreben, kan (
um eine vergewaltigung zu verhindern) Dietrich v.
d. Werder
hist. v. ras. Roland (1636) 247; ob sich der baur schon gar sehr gewehret und widergestrebet hat, so haben sie ihn doch endlich übermannet Prätorius
philos. colus (1662) 145.
gern in der form des participiums praes.: er ... risz mit dem linken arme die widerstrebende an sich
M. v. Ebner-Eschenbach
ges. schr. (1893) 1, 158; sieht der hörer (
einer kantate) den stöhnenden und widerstrebenden menschen, den man vor den richterstuhl schleppt A. Schweitzer
Bach (1948) 571.
als substantiv. infinitiv: (
Philine liesz sich jeden kusz) mit ernstlichem widerstreben gar künstlich abzwingen Göthe I 22, 168
W.; das widerstreben ihrer glieder (
gegen seine umarmung) hatte nachgelassen Storm
s. w. (1899) 5, 176.
von tieren: bald viertzig biss funfftzig starcke männer an dem seile ziehen und diss widerstrebende thier (
aus dem wasser) auff das land zwingen musten Ziegler
asiat. Banise (1689) 737; (
der adler) stürzt auf drachen dort, die wiederstreben Herder 26, 221
S.; (
ein adler hält zwei schlangen in den klauen:) jene beweglich widerstrebende beute bringt ihm gefahr (1824) Göthe IV 38, 229
W. übertragen auch auf sachbegriffe: wider das verhängniss leben, ist den menschen nicht erlaubt: harte eichen widerstreben, biss der blitz die härte raubt Ziegler
asiat. Banise (1689) 218; ein felsenfester damm dem strom zwar widerstrebet (1718) Brockes
bei Weichmann
poesie d. Niedersachsen (1721) 1, 124; zürnend zog er sein geschosz (
den geschleuderten spiesz) aus dem widerstrebenden holz Scheffel
ges. w. (1907) 1, 135.
übertragungen dieser art begegnen seit dem 16.
jh. und haben mehrfach, besonders bei abstrakten begriffen, zu festen gebrauchsweisen geführt; vgl. unten 6. 22)
mit der waffe widerstand leisten, vom einzelnen wie von der kämpfenden gruppe: swær unde sûre hantgift ('
geschenk') die wolten si (
die Trojaner) den gesten (
den Griechen) geben und in mit strîte widerstreben als ellentrîche liute balt Konrad v. Würzburg
trojan. krieg 25 196
lit. ver.; Menolaum man da vant in wirdeklichen mütte leben, des waffen sach ich wider streben vil mangem uff der haide braitt (
um 1300)
Göttweiger Trojanerkrieg 19 690
Koppitz; wann aber der riese diese waffen an sich gelegt, getrauete er sich einem gantzen heer zu wiederstreben
volksb. v. geh. Siegfried 73
ndr.; (
könig Ludwig) fieng an sie (
eine stadt) zuostürmen. do waren etlich in der statt ..., die wolten nit mannlichen widersträben ... also muost die statt zuo letst sich ergeben S. Münster
cosmogr. (1550) 198; also die Griechen ebner weisz, in groszer anzahl theten schweben, vnd all eintrechtig widerstreben, den Troianeren durch ausz Spreng
Ilias (1610) 21
b; viel der in verzweiflung widerstrebenden feinde Fouqué
altsächs. bildersaal (1818) 2, 202. einander widerstreben
von einem doppelseitigen kampf: vier soldaten ... kämpfen um eine standarte, deren stab sie alle angefaszt haben. zwei widerstreben einander von beiden seiten Göthe I 44, 311
W. 33)
sich einem wunsche, einer aufforderung, einem ansinnen widersetzen; einem gebote, einem befehl nicht folge leisten, sich auflehnen. der widerstand kann sich durch einzelne reaktionen, aber auch durch eine länger währende ablehnende haltung äuszern. 3@aa)
im engeren lebenskreis des einzelnen: swiez der frowen wære widermuot und swære, sî wart im sundr ir danc gegeben (
zur gattin). ez half ouch niht ir widerstreben: er wolde sî ze wîbe hân Hartmann v. Aue
Erec 6348
Haupt; ausz vätterlichem gmüt ... will ich verwilligen, das ich dirs zuolasse vnd will auch deinem willen nit widerstreben Boltz
Terenz deutsch (1539) 116
b; es ist ein gleiche gewaltsame, wann der man übel seiner herschaft gepraucht, vnd wann ein vnverstendig weib widerstrebet Fischart
w. 3, 187
Hauffen; ich sol dir allzeit ghorsam sein, deim willen widerstreben nit (1554) Hans Sachs 17, 138
lit. ver.; du hast gehorchet der stimme deines weibes (der du hättest widerstreben können) J.
M. Miller
pred. f. landvolk (1776) 1, 63; das liebenswürdige kind, in sich gekehrt ohne trutz, unwillig ohne widerstreben, geführt aber nicht geschleppt Göthe I 24, 355
W.; sie entfernte sich nicht, sie widerstrebte nicht, sie antwortete nicht. ich wagte sie in meine arme zu fassen
ebda 291; er wiederholte immer dringender die bitte, und liesz sich durch das strenge widerstreben des vaters nicht abweisen Steffens
was ich erlebte (1840) 1, 202; ich will ... sein eigensinniges widerstreben gegen jeden rath und jede warnung, die ihm zukommt (
nicht rechtfertigen) Bismarck
ged. u. erinn. 1, 155
volksausg. vom wechselseitigen widerstand (
dazu vgl. unten 5): aber dieweil sie (
wirt u. pfarrer) beyde lebten, einander sie hart widerstrebten Fischart
w. 2, 342
Hauffen; den frieden des hauses habt ihr gebrochen, gleich unbändigen knaben widerstrebt ihr (
brüder) einander G. Freytag
ges. w. 9 (1887) 121.
verbunden mit dem gedanken des ungehorsams und der auflehnung, wie vereinzelt schon oben: will er dann nicht, so musz er wol. wann er mir (
dem vater) will viel widerstreben ... so will ich ihn enterben gar Fröreisen
bei Dähnhardt
griech. dramen 2, 203
lit. ver.; fraw mutter, ewren willen ich leb und mit keim wort dem widerstreb Hans Sachs 12, 109
lit. ver. in anderem bereich: wer seinen grundtherren widerstrept, der thut wider got vnd billigkeyt
hertzog Aymon (1535) a 6
a; dann es het nyemants gewalt, dem ... befelch des zunfftmeysters zu widerstreben Eppendorf
Plinius (1543) 7, 28; 3@bb)
angewandt auf kämpfe des öffentlichen lebens, auf soziale und politische auseinandersetzungen: (
er forderte sie auf) wie si die Unger widerstreben und widerlegen möhten, daz si darûf gedæhten Ottokar
österr. reimchron. 26 103
S.; den stätten hat er (
Satan) hochuart geben wie sy dem adel widerstreben vnd den gentzlich vertreiben wider got, on alles recht
liederbuch d. Hätzlerin 39
Haltaus; als k. Sigmund verhoffet, ... das reych Böhem ... zubesitzen, widerstrebten jm die Böhemer Stumpf
Schweizerchron. (1606) 107
b;
bis in die gegenwart von politischen spannungen und gegensätzen: eine äuszerung ..., nach welcher die regierung oder die souveräne der süddeutschen staaten dem anschlusse an den norddeutschen bund widerstrebten Bismarck
polit. reden 4, 14
Kohl; so viel meinte er (
der kaiser) ... zu erreichen, dasz Preuszen der aufrichtung eines erweiterten ... Österreichs nicht widerstreben könnte Ranke
s. w. (1867) 31/32, 110.
fast formelhaft: unter den widerstrebenden kräften der welt hat er nur die aussichten und ansprüche seines hauses aufrecht zu erhalten, zu erweitern
ebda 1, 238; der staat besteht aus widerstrebenden interessen und die kunst des regierens verstehen heiszt, sie gegen einander ausgleichen Gutzkow
ges. w. (1872) 6, 395. 3@cc)
ganz üblich vom widerstand gegen die von gott gesetzte obrigkeit und ihre anordnungen: dan wer der oberkeit widerstrebt, der setzt sich wider got Gebweiler
beschirmung des lobs Marie (1523) 41
b; wer sich wider die gewalt setzet, der widerstrebt gottes ordnung, die aber widerstreben, werden über sich ein urteil empfahen Luther 10, 1, 2, 245
W.; dero (
obrigkeit) Christus vnser erlöser underthenig gewesen, vns gepotten, dero nit widerstreben Lachmann
drei christl. ermanung (1525) A 1
b; wer sich aufflaint vnnd widerstrebt der ordenlichen obrigkait, der muss ... zuschanden werden J. Nas
antipap. eins u. hundert (1567) 2, A 4
b; zimbt dem kayser zins ze geben oder solt wir im widerstreben?
altdeutsche passionsspiele aus Tirol 466
Wackernell; ists nicht ein grosze schande, dasz wir verblendt und also schlecht uns wider gott und alles recht dem kaiser widerstrebet?
bei Opel-Cohn
dreiszigj. krieg 234, 93; vergebens widerstreben wir dem könig, die welt gehört ihm, wollen wir allein uns eigensinnig steifen und verstocken Schiller 14, 311
G.; was begeht derjenige, mein sohn, der dem aufgebot ... an die nation ... nicht gehorcht oder wohl gar, durch wort und tat, zu widerstreben wagt H. v. Kleist
w. 4, 111
E. Schmidt; ein jeder, der ihm (
dem kaiser) widerstrebt, ist ein empörer Grabbe
w. (1874) 2, 456
Blumenthal; mit anderen vorzeichen: die yenigen, die des bapsts tyranney widerstreben U. v. Hutten
opera 2, 223
Böcking; (
wenn du) nicht den tyrannen widerstrebst, wie g'than hand deine alten
Schweizer volkslieder 2, 119
Tobler. 3@dd)
besonders häufig von der auflehnung wider gott, seinen willen, sein wort und seine gebote. in predigt, religiösem traktat und in der dichtung immer wiederkehrend: ... wer gote widerstrebit sine zit her halb nicht enlebit, die got im hat gesetzet (
vor 1312) Heinrich v. Hesler
apokalypse 3855
Helm; ... daz ewig leben, daz Cristus den will geben die im nit wider streben Hans Folz
meisterlieder 52, 319
Mayer, jm (
gott) widerstreben ist nüt minder gesündet denn zoubery und warsagen Zwingli
dt. schr. 1, 226
Sch.; dazu vgl.: ungehorsam ist ein zeubereysunde und widerstreben ist abgötterey und götzendienst
1. Sam. 15, 23; das ist zu sehr gott angetast, die gott wird warlich straffen fast, dasz jr zu schanden vrsach gebt vnd gottes ordnung widerstrebt Fischart
nachtrab v. 2308
Kurz; in gottesfurcht hast nie gelebt, stets seinem willen widerstrebt Dedekind
d. christl. ritter (1590) E 5
a; bekehr auch herr durch deine hand, die noch in jrrthumb schweben, vnd deinem wort aus vnverstand, wie Saulus widerstreben Ringwaldt
evangelia (1581) H 2
b; also sahe ich hingegen viel, die ihm (
gott) in allem widerstrebten
Simpl. 70
Scholte; es sey mein ernstlicher entschluss, gott nie zu widerstreben Cramer
s. ged. (1781) 1, 79; 44) widerstreben
als innerer vorgang. 4@aa)
einer inneren regung, einem verlangen und begehren widerstand entgegensetzen: wirf, bruoder, allez trûren hin ... man sol den sorgen widerstreben Konrad v. Würzburg
trojan. krieg 23 472
lit. ver.; ich armer tuon vmb sust disen dingen (
der liebesglut in mir) widerstreben (1478) Niclas v. Wyle
translat. 31
lit. ver.; du gast der vernunfft nit nach, du widerstrebest ir vnd kerst dich daruon Keisersberg
brösamlin (1517) 2, 76
a; sie kämpfet selbst mit ihr: doch (was vernunfft auch spricht) lässt der (
in liebe) entbrandte will sich überwinden nicht umsonst ist (fängt sie an, itzt schon an kräfften kleiner), dasz ich mir widerstreb S. v. Birken
ostländ. lorbeerhayn (1657) 70; sie (
bestimmte chinesische gelehrte) können der begierde nicht wiederstreben, auf eine ungereimte weise um das künftige sich zu erkundigen Zimmermann
v. d. nationalstolze (1758) 299; warum dem eignen herzen widerstreben? Schiller 13, 408
G.; ich widerstrebte meinem sinne Hölderlin
ges. dichtg. 2, 93
Litzmann; dem affekt widerstreben, liegt nicht in der menschlichen natur
N. Hartmann
ethik (1935) 403.
auch vom widerstand gegen die äuszerung der inneren vorgänge: so aber kann ich izt der macht der thränen noch nicht widerstreben Goekingk
ged. (1780) 1, 252; vergebens suche ich zu widerstreben — heisz und unaufhaltsam wie geschmolznes blei rinnt's über meine wangen — ich musz weinen wie ein kind! Grabbe
s. w. (1874) 1, 298
Bl. 4@bb)
sehr üblich auf ethisch-religiösem gebiet, und zwar in ganz verschiedener sicht. 4@b@aα)
dem bösen widerstand entgegensetzen als sittliche pflicht und leistung: das du der hoffart wider strebest Hans Folz
meisterlieder 52, 9
Mayer; dasz man widerstreben soll der welt vnd jhrem pracht, vnd sie lassen schweben
kathol. gesangb. 1, 712
Kehrein; bescheidenlich wider strebende den bewegnüssen ires fleischs (
reluctantes discrete motibus carnis suae)
offenb. d. hl. Birgitte (1502) 4, 16; welcher der trunckenheit widerstrebt, (
dem wird es gott entgelten) Ambach
vom zusauffen (1544) F 1
b; sol er (
der mensch) doch allen posen naygungen vnd lust seins fleisch mit vernufft aws freyem willen widerstreben vnnd fürkommen (1528) Berthold v. Chiemsee
teutsche theol. 172
Reithm.; (
der sünder) vergist der seel schad und armut on alle busz und widerstreben, verhart in dem geferling leben, so in ubereylet der todt (1557) Hans Sachs 4, 84
lit. ver.; die weiber forthin solchen lastern wiederstrebeten Barth
weiberspiegel (1565) R 7
a; im anfang soll man den lastern widerstreben G. Mayr
sprüchw. (1567) B 5
a; welcher der natur widerstrebt und allweg nach gottes willen lebt ... dem würt gott glück und heyl bescheren Montanus
schwankb. 335
lit. ver. 4@b@bβ)
dem guten, der wahrheit sich widersetzen als folge von verblendung und verstocktheit: die der waurhait wider streben, die sint unserm herren wider Heinrich der Teichner 2, 351
Niewöhner; diese verbindung ist fortlaufend bezeugt: sie aber ... wollen ... euangelischer warheyt ... widerstreben Güttel
v. evang. warheyt (1523) B 1
b; (
er) klagte ... dasz er der erkannten wahrheit widerstrebet und wider das gewissen gesündiget hätte
bei Luther
tischr. 2, 432
W.; item, wer sich seins stands erhebt, darzu der warheit widerstrebt Ringwaldt
lauter warheit (1597) 140; diese erinnerung habe ich fur nöthig erachtet, damit man nicht aus miszverstande der wahrheit wiederstrebe Chr. Wolff
ged. v. d. menschen thun u. lassen (1720) 40; das kanst du selbst, wenn du nur nicht vorsezlich der warheit widerstrebest Bahrdt
gesch. s. lebens (1790) 1, 270;
auch sonst von einem verstosz gegen eine sittliche verpflichtung: wann schöner leib und schentlich leben ist allen ehren wider streben (1534) Hans Sachs 3, 115
lit. ver.; weh ihnen, die dem volk die augen halten, dasz es dem wahren besten widerstrebt Schiller 14, 309
G. hierher auch '
sich einer erkenntnis, einer einsicht verschlieszen': man musz entweder die abgeschmacktheit glauben ... oder nicht länger der evidenz widerstreben Sturz
schr. (1779) 1, 6; nutzlos ist jede anstrengung, der klaren erkenntnisz der wissenschaft zu widerstreben, und ein bild festhalten zu wollen, von dem uns doch das heimliche bewusztsein verfolgt, dasz es ein gebrechlicher traum sei Lotze
mikrokosmus (1856) 1, xiii. 4@cc)
gern greift die sprache bei der anwendung auf innere vorgänge zu umschreibungen des persönlichen subjektes: ob durch zufel dein fleisch in arg wollt sweben, dein wil mag widerstreben Hans Folz
meisterlieder 52, 198
Mayer; o jhr rosenrothe quelle (
von Christi wunden) überschwemmt doch dise stelle, dasz mein hertze musz versinken; und in eurer flut ertrinken, was gott dem herren widerstrebt, vnd in mir nicht Christo Jesu lebt Angelus Silesius
heilige seelenlust 71
ndr.; wie sehr auch euer innres widerstrebe, gehorcht der zeit und dem gesetz der stunde Schiller 12, 492
G. vom personifizierten affekt: nicht weniger widerstrebet die miszgunst guten satzungen Neumark
neuspross. teutscher palmbaum (1668) 83.
von der auseinandersetzung des leiblich-natürlichen mit dem geistig-seelischen teil des menschen: das er (
der leib) dem ynnerlichen menschen vnd dem glauben gehorsam vnd gleychformig werde, nit hyndere noch widderstreb wie sein art ist (1520) Luther
v. d. freiheit 29
ndr.; der geist ist willig recht zu leben, und wäre gern der mängel losz, allein des fleisches widerstreben ist allemal so starck und gross J. Chr. Günther
ged. (1735) 11. 4@dd)
in neuerer und gegenwärtiger sprache vorwiegend im sinne von '
zuwiderlaufen, zuwider sein, gegen den strich gehen'.
mit dativ d. person: dasz uns das ekelhafte physisch widerstrebt, schlieszt dessen gebrauch aus der kunst gänzlich aus (1792/93) Schiller 10, 60
G.; ich empfinde, dasz seine manier manchem widerstreben mag (1811) W. Grimm
an Savigny 121
Schoof; dem jünglinge widerstrebt's, eine göttin ... zu heiraten Göthe I 41, 2, 60
W.; gegen den mann selbst verging ich mich nicht ein einziges mal, da es mir widerstrebte, einem erwachsenen gegenüber aufzutreten G. Keller
ges. w. (1889) 1, 165; in diesem augenblick widerstrebt es mir fast, dir zu sagen, wie gut sie von dir gesprochen hat Gerhart Hauptmann
einsame menschen (1891) 62; (
der bürgerkrieg) jedoch widerstrebt uns (
Deutschen) auszerordentlich Th. Mann
Faustus (1948) 477.
mit dativ d. sache: eine häuslichkeit ..., welche ihrem zarten sinn gänzlich widerstrebt (1822) E. T. A. Hoffmann
s. w. 14, 155
Gr.; kann ich es nicht ertragen mit meinen liebsten freunden noch ferner in einem unklaren meiner ganzen natur widerstrebenden verhältnisse zu stehn (1840) Lachmann
an Jacob Grimm, in: briefw. 2, 700
Leitzmann; eben jene zufügung (
von beiworten) entfernt alle unsicherheit darüber, dasz etwa beide namen einer und derselben person zustehn könnten, welche häufung ohnehin der sitte des alterthums widerstrebt (1842) J. Grimm
kl. schr. (1864) 2, 22; doch widerstrebte es ihrem stolz, sich öffentlich und mit schimpflichen beweisgründen von einem manne zu trennen, der ihr einmal wohlgefallen ... hatte G. Keller
ges. w. (1889) 4, 164; länger im hause zu verweilen ... widerstrebte seinem zartgefühl H. Laube
ges. schr. (1875) 14, 155; weit gröszere bedeutung als der gewinnbeteiligung, die seinen anschauungen innerlich widerstrebte, ... legte Abbe den weitgehenden pensionsansprüchen bei
hdwb. d. staatswiss. 1, 4
Conrad-A. der substantiv. infinitiv steht im sinne von '
abneigung, abscheu': (
jene) verachtung, die wir so oft an andern ... mit so tiefem innerlichem widerstreben gewahr werden (1795) Tieck
schr. (1828) 7, 5; niemals konnte ich das widerstreben des gemüthes gegen commentare zu dichterwerken ... überwinden
jahrb. d. Grillparzerges. (1890) 4, 49; das charakteristisch süddeutsch-liberale widerstreben gegen den altpreuszischen staat (1912) K. A. v. Müller
dt. gesch. u. dt. char. (1926) 113. 55) jemandem widerstreben
seinen absichten und plänen hindernd in den weg treten, ihnen entgegenwirken. die mit dem wort in der regel verbundene vorstellung der abwehr und des widerstandes verblaszt gegenüber dem gedanken eines eingreifens aus eigener initiative. an die stelle der reactio tritt die actio. vgl. auch streben wider jem.
gegen ihn kämpfen, teil 10, 3
sp. 1047.
häufig, aber nicht durchlaufend bezeugt. 5@aa)
auf religiösem gebiet: (
du, gott, bist) mein hilf, mein heyl, mein leben, mein starkher gott in aller nott wer mag mir widerstreben?
volks- u. gesellschaftslieder d. 15. u. 16. jhs. 6, 24
Kopp; wie lang herr soll noch vber mich mein feind sich hoch erheben, der mir on fuog muotfreuenlich thuot widerstreben?
kathol. gesangb. 3, 132
Kehrein; eyn teuffel ist engel von natur, der gotes ehre myt aller seyner macht wyderstrebt wider alle gotes werk und szunderlich wider seyne kyrche Luther 34, 2, 232
W.; substantivisch als '
bedrängnis, not': (
Maria) füer uns in daz êwig leben, dâ haz niht ist noch widerstreben und auch kain leiden noch kain pein (
um 1350) Konrad v. Megenberg
buch d. natur 393
Pf.; von der eingreifenden macht gottes: (
die gewaltige) hand gotes, die da widerstrebt den hoffertigen und gibet genad den demütigen Albrecht v. Eyb
spiegel d. sitten (1511) B 3
b;
vgl. dazu 1.
Petr. 5, 5.
diese bibelstelle lebt im sprichwort: gott widerstrebt den hoffärtigen, den stolzen
weiter. 5@bb)
jemanden von seinem vorhaben durch mahnung, warnung usw. abzubringen versuchen: der hete sich gerne an genomen den kampf, dô was er niht ze sînen tagen komen, dâ von sie al mit râte widerstrebten
Lohengrin 736
Rückert; zum letzten widerstrebten sie seinem fürnemmen (
die eigene tochter zu opfern) mit worten und wercken, vnd forderten ein ander opffer, die götter zu versühnen
buch d. liebe (1587) 225
b; ihr widerstrebt mir gar zu sehr (
hindert mich beim singen) Gottsched
dt. schaubühne (1741) 2, 86; ich denke es mir als eine glückliche bestimmung, andre auf dem gewöhnlichen wege zu erziehen, wenn wir auf dem sonderbarsten erzogen werden ... du wählst eine sonderbare bestimmung, versetzte Charlotte. ich will dir nicht widerstreben Göthe I 20, 377
W. substantivisch im sinne von '
umtriebe, ränke': laszt es immer sitte werden, dasz man die heroen aller art feyert, welche über die atmosphäre des neides und des widerstrebens erhoben sind (1820) Göthe IV 33, 9
W. gelegentlich bei sachlichem objekt, '(
einem zustand)
entgegenwirken': da fand ich mich an einem ort bald von ihnen (
den musen) allen umbgeben, und hört sie durch manch süszes wort meinem verdrusz gern widerstreben Weckherlin
ged. 1, 192
Fischer; derowegen sterben jhr so viel daran, weil solcher kranckheit (
der wundsucht) nicht recht begegnet vnd widerstrebt wird Würtz
wundartzney (1624) 585,
dazu vgl. unten 6 b.
ungewöhnlich ist die anwendung auf den akt des angreifens: der löwe hat sich einsmahls an zwey ochsen gemachet, welche beyde zugleich mit den hörnern auff ihn stiessen, dasz er ihnen nichts abhaben kunte, liesz derowegen ab vom streit und verhiesz ihnen künfftig nicht mehr zu widerstreben Olearius
persian. rosenthal (1696) 111. 66)
selbständige anwendungsmöglichkeiten ergeben sich bei der übertragung auf sachliche begriffe. 6@aa)
in älterer sprache anwendbar auf die widerstandskraft eines festen körpers: dise flech sol belegt werden mit herten quaderstücken vnd vermauret wol verpunden nach jrem geheng, recht in winckelhaken gericht, ein stück lenger genummen dann das ander, also, das die gezent in das erdtrich gesteckt werden, auff das sie den schüssen widerstrebenn mögen A. Dürer
befestigung d. stett (1527) F 1
b;
vgl. auch unter 1. 6@bb)
von der physischen widerstandskraft gegen gesundheitsschädigende einflüsse und krankheiten; nur in älterer sprache: fünff stück seind, die den leib verderben, vnd jhn vrsachen zu kranckheiten, denen er nicht widerstreben mag Paracelsus
opera (1616) 1, 3
C; wie die gesunde faser dem übel widerstrebt, und bei jedem krankhaften anfall sich eilig wieder herstellt Göthe I 46, 23
W. von der wirkung eines gegenmittels: rauten mit feigen vnd welschen nüssen gessen, widerstrebt dem gifft Heyden
Plinius (1565) 152; weil ... das saltz den aller grewligsten gifften widerstrebt Guarinonius
grewel d. verwüstung (1610) 469.
ein persönlicher gebrauch wird von hier aus verständlich: soll ich bisz an jüngsten tag leben vnd aller kranckheit wider streben, das weren doch vnmöglich ding (1588) Fischart
w. 1, 303
Hauffen. 6@cc)
gern von gegenständen geistigen bemühens, die sich der deutung, gestaltung oder einordnung widersetzen; seit dem 18.
jh. sprachlich fest. mit dativ d. person: (
der papst) zerstöre den verstand der geschrifft, und ziehe die auff seinen willen und meinung, ob si jm gleich widersträpt J. Stumpf
kaiser Heinrichs d. vierden hist. (1556) 74
a; gewöhnlich ... wirft man eine abneigung auf etwas, das man nicht vollenden kann, als auf ein ding, das uns widerstrebt (
vom fragment '
Elpenor'
ist die rede) (1807) Göthe IV 19, 323
W. mit dativ d. sache: je tiefer man eindringt in das wesen der naturkräfte, desto mehr erkennt man den zusammenhang von phänomenen, die lange, vereinzelt und oberflächlich betrachtet, jeglicher anreihung zu widerstreben scheinen A. v. Humboldt
kosmos (1845) 1, 30; weil die dortigen Indianer mit leichtigkeit in den geist dieser (
eingeborenen-) sprachen eindringen, während das spanische oder portugiesische ihrem verständnisz widerstrebt Peschel
völkerkde (1874) 31.
gern wird das part. präs. widerstrebend
mit den substantiven stoff
und gegenstand
verknüpft: die kunst musz malen, wie sich die plastische natur ... das bild dachte: ohne den abfall, welchen der widerstrebende stoff unvermeidlich macht (1772) Lessing 2, 381
L.-M.; fürs erste ist der gegenstand ('
Maria Stuart') nicht so widerstrebend als Wallenstein (1799) Schiller
br. 6, 29
Jonas; der gebrauch ist Göthe
ganz geläufig: die gegenstände (
der bildenden kunst) werden in vortheilhafte, gleichgültige und widerstrebende eingetheilt I 47, 288
W.; (
die) poetische behandlung philosophisch-religiöser gegenstände, welche Goethe 'einen widerstrebenden stoff' nannte
in: Goethes gespr. (1889) 2, 14
Biederm.; Hartmannen haben wir gleich veranlaszt, hier etwas zu componiren und zwar einen etwas widerstrebenden gegenstand (1801) Göthe IV 15, 199
W.; aber der stoff war für meine kräfte zu widerstrebend A. v. Humboldt
br. an Welcker 7; was war der Laocoon ...? eine versammlung der edelsten eigenschaften griechischer kunst, der sieg des maszes, der hoheit und schönheit über den widerstrebendsten gegenstand Justi
Winckelmann (1866) 1, 475. 6@dd)
von gegenständen, die nach wesen, art und äuszerer erscheinung in widerspruch zueinander stehen. bis in das 19.
jh. belegt: so man zwey widerwärtige ding inn jhrer art vnd specie, als gut vnd bös, tugend vnd laster, warm vnd kalt, ... freud vnnd leid vnnd andere widerstrebende sachen zusamen halt vnd vergleicht (1582) Fischart
Garg. 190
ndr.; und wie, wenn gute lehr und ungeschikktes leben (wie leider offt geschicht) einander widerstreben? wenn einer auff den trunk mit grossem eyfer schmäht und selber mehrentheils in vollem sause geht (1664) Rachel
satyr. ged. 72
ndr.; sieh das äuszre nur von beiden (
Tasso u. Antonio) an, das angesicht, den ton, den blick, den tritt! es widerstrebt sich alles (1789) Göthe I 10, 173
W.; (
der idealisierende dichter) taucht seinen pinsel in den ätherischen glanz ..., der andre (
der satiriker) taucht ihn in stinkenden morast. wäre es möglich, die beyden ganz widerstrebenden stoffe gehörig zu mischen Klinger
w. 11 (1809) 5; diese relativität und unfreiheit widerstrebt dem ideal Hegel
w. (1832) 10, 1, 329. 77)
gern wird das part. präs. und der mit einer präposition verbundene substantivierte infinitiv adverbiell gebraucht. widerstrebend '
ungern, widerwillig' (
s. auch unter sträuben B 5,
teil 10, 3,
sp. 954): im geregelten trabe, aber dennoch wie unwillig und widerstrebend, machte sich der stachelschimmel ... davon Fouqué
altsächs. bildersaal (1818) 2, 192; den schönen leib der Tedesca hatte (
auf die beschwörungen eines magiers) der böse feind (
der teufel) ärgerlich und widerstrebend verlassen W. Raabe
s. w. I 3, 167; geselligkeit in kleinem kreise, zu der auch Adrian sich, anfangs widerstrebend, ... hinzuziehen liesz Th. Mann
Faustus (1948) 310.
auch von dingen: langsam that der schlüssel seinen dienst; widerstrebend und ächzend hoben sich die inneren riegel Holtei
erz. schr. (1861) 24, 62.
ebenso mit widerstreben: (
Wilhelm) verliesz die elende kammer (
des harfners) mit dem gröszten widerstreben, als ihn die nacht zu weichen zwang (1783) Göthe I 52, 78
W.; wie der künstler ... mit innerem widerstreben zur produktion getrieben wird Schelling
w. (1856) I 3, 617; dass er (
der affe) das ihn gelehrte immer nur mit einem gewissen widerstreben ... ausführt Brehm
tierl. 1, 40
P.-L.; 'du hast den guten papa geliebt ... und uns, deine kinder — —', fügte sie mit sichtlichem widerstreben bei El. Langgässer
märk. Argonautenfahrt (1950) 40. ohne widerstreben: so wil ich antwurte geben im an alles wider streben (1338,
md.)
Hiob 5644
Karsten; auch wil ich (
der papst) on alles wederstreben allen sündern die sünde gnediglich vergeben (1480) Dietrich v. Schernberg
spiel v. frau Jutten 687
Schröder; vnd mus zu letzt ohn widerstrebn dem armut sich gefangen gebn Ringwaldt
lauter warheit (1588) 102; der geistliche nahm unsern freund bei der hand, der nicht ohne widerstreben folgte Göthe I 23, 8
W.; die kaiserin erwiederte, so gerne sie ihn sonst sehe, so empfange sie ihn doch heute nicht ohne widerstreben Ranke
s. w. (1867) 30, 189; selbst im bewusztsein, wieder in den bannkreis des vaters zu treten, hatte er (
Forster) dieses mal ohne inneres widerstreben ... die schwelle des elternhauses überschritten Ina Seidel
d. labyrinth (1922) 233. nach ... widerstreben: man liess mir auch nach langem widerstreben endlich meinen willen Lindenborn
Diogenes (1742) 1, 39; nach einigem widerstreben giebt sie seinen erneueten liebesanträgen gehör O. Jahn
Mozart (1856) 1, 364; nach hartnäckig-findigem widerstreben ... hatte sich der schuster Kraus endlich doch dazu verstehen müssen, dem drängenden Heingeiger den brief abzufassen O.
M. Graf
unruhe (1948) 149.
auch von dingen: zischend, wie schlangen, ging nach einigem widerstreben die thür auf H. v. Chézy
erz. u. nov. (1822) 2, 143.
in seltener belegten fügungen; mit ungeachtet: diese treffliche temperatur muszte der orgelmacher alles widerstrebens ungeachtet, im neuen orgelwerke anwenden Leander
bei Scheibe
crit. musicus (1745) 501; eine grosse düte mit den weihnachtspfeffernüssen ..., die sie alles widerstrebens ungeachtet zu den anderen dingen in den korb legte Storm
s. w. (1899) 1, 222.
mit trotz: trotz allem widerstreben gibt man ihm (
dem kranken) arzenei (1768) Göthe I 9, 17
W.; 'steig nur ein!' wiederholte er, und trotz des innigsten widerstrebens entschlosz sich Friedrich dazu
M. v. Ebner-Eschenbach
ges. schr. (1893) 4, 63.