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wedeln

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

wedeln

wedeln

Wedel m. ‘Quaste, Büschel, Schwanz’, ahd. wadal (um 800), wedil (10. Jh.) ‘Fächer, Wedel, Mondwechsel’, mhd. wadel, wedel ‘Büschelartiges zum Hinundherbewegen, Pinsel, (Feder-, Laub-, Haar-, Reisig)büschel, buschiges Schwanzende, Mondwechsel, -phase’ (germ. *waþila-) sowie ahd. wadal ‘schweifend, unstet, arm’ (8. Jh.), mhd. wadel ‘schweifend, unstet’, aengl. waþol ‘Mond’ (eigentlich ‘herumstreifend’) und ahd. wāla (aus *wēþla-) ‘Fächer, Blasebalg, das Wehen’ (um 1000), mhd. wāle ‘Fächer’ sind mit dem Suffix ie. -tlo-, germ. -þla- zu der unter wehen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *u̯ē- ‘wehen, blasen, hauchen’ gebildet. Verwandt sind außerdem anord. vēli (aus germ. *waþila-) ‘Vogelschwanz’, lit. vė́tra ‘Sturm(wind), Unwetter’, vė́tyti ‘worfeln, etw. schwingen’, aslaw. větrъ, russ. véter (ветер) ‘Wind’ und das unter 2wallen (s. d.) behandelte Verb. Für Wedel ist von einer Bedeutung ‘Wehendes, sich hin und her Bewegendes’ auszugehen. Als Bezeichnung für das ‘buschige Schwanzende’ steht mhd. wadel, wedel zunächst unterscheidend neben mhd. zagel ‘Schwanz’ (s. Zagel); im 15. Jh. wird dieser Unterschied aufgegeben, Wedel, Wadel verdrängt das ältere Zagel und wird im 16. Jh. in südd. Sprache vorherrschend. Vom 17. Jh. an gilt in der Literatursprache allgemein vom Omd. ausgehendes Schwanz (s. d.). Nur obd. Mundarten und die Jägersprache bewahren Wedel ‘Schwanz’. – wedeln Vb. ‘(den Schwanz) hin und her bewegen’, mhd. wadelen, wedelen ‘schweifen, schwanken, flattern, fließen’, ahd. wadalōn ‘umherschweifen’ (9. Jh.).
1532 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wedelnsw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    wedeln , sw. V. Vw.: s. wadelen (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wêdeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Wêdeln , verb. regul neutr. hin und her bewegen, ein nur von dem Schwanze vierfüßiger Thiere übliches Wort. Der Hund wed…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wedeln

    Goethe-Wörterbuch

    wedeln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    wedelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    wedeln schw. : 1. 'den Schwanz hin- und herbewegen, schwänzeln', wedele (wēdələ) [mancherorts], wedle (wēdlə) [ IB-Aßw R…

  5. Sprichwörter
    Wedeln

    Wander (Sprichwörter)

    Wedeln S isch g'wedelet und putzt. ( Solothurn. ) – Schild, 96, 433; Sutermeister, 91. Wedelen = Wedeln, Reiswelle, Reis…

  6. Spezial
    wedeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    we|deln vb.intr. (schwänzeln) mené la coda.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wedeln

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

wedeln als Zweitglied (1 von 1)

schwanzwedeln

DWB

schwanz·wedeln

schwanzwedeln , verb. mit dem schwanze wedeln, bildlich von übertriebener, schmeichlerischer freundlichkeit: er schwanzwedelte als wenn der …

Ableitungen von wedeln (2 von 2)

bewedeln

DWB

bewedeln , flabello frigus ventilare.

verwedeln

DWB

verwedeln , v. : Maria legts kindel in d wiagen, sankt Joseph verwädelt die fliagen A. Hartmann volkslieder (1884) 1, 233 ; weil es die vori…