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wass

mhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wass adj.

Bd. 27, Sp. 2294
wass, wässe, adj. scharf, spitzig. ein gemeingermanisches, im deutschen neben wachs (s. d.) vorkommendes wort: ahd. hwass, wass Graff 4, 1240, asächs. (h)wass, ags. hwæss, anord. schwed. hvass, n. hvas, got. ƕass (in ƕassaba); eine alte participialbildung (aus *hvatþa-) zu dem unserm wetzen (got. gaƕatjan) zu grunde liegenden, ursprünglich wol starken verbum, das zu skr. códati 'antreiben' gehört Fick 34, 115; eine andre participialbildung (aus *hvatna-) liegt wol in watz (s. d.) vor. daneben steht das gleichbedeutende ahd. (h)waʒ, asächs. -hwat, mnd. abgeleitet watich, ags. hwæt, anord. hvatr; aus dem mhd. ist waʒ nicht sicher bezeugt, doch scheint es in wass mit aufgegangen zu sein (die schreibung weʒʒen begegnet minnesinger 2, 229a Hagen. H. v. Langenstein Martina 181, 58 Keller), vgl. auch wässe, f. wass (seit dem mhd. überwiegend weitergebildet wässe) zunächst von waffen und andern schneidenden, scharfen dingen: joh wuntôt ferah thînaʒwâfan filu wassaʒ, bitturu pînathia selbun sêla thîna. Otfrid 1, 15, 45; daʒ tuônt wásse strâla des máhtigen (sagitte potentis acute) Notker ps. 119, 4; uf sin houbet die crone, die truog er vil scone, vil wasse was si durnin. Ava leben Jesu 1573 Piper; an dem geiʒʒehareda merche wir di sundare. vile wasse ist eʒ unde stichet. Diemer ged. des 11. u. 12. jh. 58, 28 (bücher Mosis); si nam ir einen wessen (Vorauer hs.: wassen) stein,sine hete meʒʒer nehein, si besneit des richen chuniges chint,daʒ warin charchlichiu dinch. Exodus, fundgruben 2, 95, 19; er hieʒ die hailigen man ... mit crowelen vil wassen hût un flaisc abe crazzen. kaiserchronik 10926 Schröder; sî schôʒ ein stähelînen spieʒ breiten unde wessen, gesmidet von siben messen. von dem übelen weibe 702 Haupt; daʒ Jêsus ... mit myrren getrenkt wart und mit wessen merdornen anderwarp gekrœnet wart Walther von Rheinau Marienleben 2, 44b Keller; do liest duo dir din siten mit einem wessen sper uf tuon Heinrich Seuse 543, 13 Bihlmeyer. dann auch übertragen: harto sagêta er imo thaʒ,thaʒ er mo borgêti thiu baʒ, joh mit thrawôn thuruh nôtiʒ filu wasso firbôt. Otfrid 2, 6, 6; daʒ mîn zunge sô wesse wurde gen herten worten, daʒ ich si zallen orten schriete, buge, durchstæche. Vorauer novelle 12 Schönbach; diu scharpfe und diu wasse nôt der grimmen helle und alleʒ ungevelle wart uns von dîner helfe swach. K. v. Würzburg goldene schmiede 1020 Grimm; der was von zorne heiser, sin muot der was so wesse reht als ein smides esse. H. v. Langenstein Martina 212, 57 Keller; daʒ si von dem herzen vertrîben algar der sunden blîgîne mæsse, so wirt der sin wæsse von dir ce vernemene unt ce redene. Heinrichs litanei, fundgruben 2, 216, 22. im nhd. kommt das wort litterarisch nicht mehr vor; der folgende beleg ist unsicher: das wirdt ... unser eydgnossen ... zuo üwern diensten was (heftig) hitzigen dokumente z. gesch. des (Zürcher) bürgermeisters Hans Waldmann 1, 204 (1477). doch lebt es noch in obd. dialekten: wäsz 'scharf' (eigentlich und figürlich) Schmeller 2, 1019 (Oberschwaben); in Österreich wāsz 'rauh, scharf, spitzig' Höfer 3, 270. Castelli 265. Loritza 141.
3140 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wass

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    wass = waʒ si Wwh. 7,2.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wassadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wass , wässe , adj. scharf, spitzig. ein gemeingermanisches, im deutschen neben wachs ( s. d. ) vorkommendes wort: ahd. …

  3. modern
    Dialekt
    Waß

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Waß ( a kurz) m. Wachstum, Wuchs: Nu kümmt ok de Klewer noch wedder in Waß H. Schröd. Krä. 5; de Eiken hebben kein Waß m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wass

2.936 Bildungen · 2.929 Erstglied · 1 Zweitglied · 6 Ableitungen

wass‑ als Erstglied (30 von 2.929)

wass(e)reⁿ

Idiotikon

wass(e)reⁿ Band 16, Spalte 1846 wass(e)reⁿ 16,1846

Wassailbowle

Meyers

Wassailbowle (spr. ŭóssilbōle), die altengl. Weihnachtsbowle, die, mit einem Kranz von Efeu oder Stechpalme geschmückt, unter Absingung von …

Wassak

WWB

was·sak

Was-sak m. Wachspresse (Frbg.) ( Kos Hi).

Wassambi

Meyers

Wassambi , Negerstamm, Bewohner von Ussambi (s. d.).

Wassarbathengel

Adelung

Der Wassarbathengel , des -s, plur. inusit. in einigen Gegenden, ein Nahme des Lachenknoblauches, Teucrium Scordium Linn.

Wassaw

Meyers

Wassaw , Distrikt in der brit. Kolonie Goldküste (Weitafrika), s. Takwa .

Waßbleik

MeckWB

wass·bleik

Waßbleik f. Wachsbleiche: 'mit Anlegung einer Wachsbleiche beschäftigt sich gegenwärtig ein ansehnlicher Landbegüterter' Langerm. 136; 'Wach…

Waßbleiker

MeckWB

wass·bleiker

Waßbleiker m. Wachsbleicher: 'des Schutzjuden und Wachsbleichers Joseph Abraham Simon' N. Strel. Anz. 1838, S. 620 a .

Waßbolten

MeckWB

Waßbolten m. nach dem Schmelzen walzenförmig erstarrtes Wachs Schw Pamp .

Waßdauk

MeckWB

Waßdauk m., n. Wachstuch Mi 105 a . Mnd. wasdôk. Me. 5, 536.

Waßdaum

MeckWB

wass·daum

Waßdaum m., n. 1. Wachstum: Wassdom crescentia Niem. Idiot. 27; Dat (früher Branntweingenuß) mößt den Waßdohm jo verdreten Babst 3, 143; uns…

Wassegeju

Meyers

Wassegeju (Sing. Mssegeju , die Mossegejos der Portugiesen), Volk in Deutsch-Ostafrika, hamitischen Stammes, an der Küste zwischen Wanga und…

Wasselen

ElsWB

wass·elen

Wass e le n [Wàslə Str. Z. ; Wâslə K. ] Ortsname Wasselnheim . Wortspiel in Anlehnung an Wasser: Der Win is t durich W. gelaufe n von gewäss…

Wasselerin

SHW

Wasselerin Band 6, Spalte 281-282

Wasselnheim

Meyers

Wasselnheim , Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß. Kreis Molsheim, an der Mossig und der Eisenbahn Schlettstadt-Zabern,…

Wasselnheimer

Wander

Wasselnheimer Es ist Wasselnheimer. ( Elsass. ) Wein, der mit Wasser gemischt ist. »Der treue Eckart und Hüter von Weines Reinheit, der dem …

Wassematt

PfWB

wasse·matt

Wassematt Gen.? : ' Geschäft ', pfälz. Händlerspr., Wassematt [ FR-Carlsbg ]; Dissimilationsform zu Massematten 1.

wassen1

MeckWB

wassen 1 wachsen, größer werden Mi 105 a ; Prät. wüß, älter wuß; Part. Prät. wussen, daneben in Ha, Schö, Ro häufig, sonst vereinzelt wossen…

wassen2

MeckWB

wassen 2 , -ä- wachsen, mit Wachs versehen: de Twiern würd' wäßt Ro Stäb . Zs. utwassen. Br. Wb. 5, 203 ; Me. 5, 536.

wassend

WWB

wass·end

wassend Adj. [WMünsterl] gedeihlich, dem Wachstum förderlich. Wassend Weer Wetterlage, bei der alles gut wächst ( Ahs St).

wasser

DWB

was·ser

wasser n. aqua. I I. verwandtschaft und form. I@1 1) das wort lautet ahd. waʒʒar, mhd. waʒʒer, as. watar, mnd. nnd. ndl. water, afries. weti…

wass als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von wass (6 von 6)

bewassen

MNWB

bewassen , stv. , bewachsen; von Tieren: wol bewassen, ° bewossen mit schönem Gefieder , Fell.

entwassen

MNWB

entwassen , stv. , 1. abnehmen (auch vom Mond). 2. ênem e. sîn entwachsen, über den Kopf wachsen.

erwassen

MNWB

erwassen , stv. , erwachsen, entstehen, hervorgehen aus.

gewassen

MNWB

gewassen , stv. , wachsen, s. wassen.

verwassen

MeckWB

verwassen verwachsen; Part. Prät. verwussen Niem. Idiot. 27; Mi Nachtr. ; verwossen Ha Vell ; Wi Hob 1. schief wachsen, Part. Prät. mißgesta…

wasse

DWB

wasse , wässe , f. schärfe, schneide. ableitung von dem vorausgehenden wort, ahd. hwassa, wassa Graff 4, 1241 und hwassî, wassî, wessî ( auc…