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waffeln

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 3 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
3

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

waffeln verb.

Bd. 27, Sp. 291
waffeln, verb. , ein wort onomatopoetischen ursprungs, das zunächst auf die bewegung der kinnbacken und das dadurch hervorgerufene schmatzende geräusch geht. es ist eine ableitung von waffen (s.wafen) und vergleicht sich bildungen wie stammeln, lispeln, mummeln. das wort ist alemannisch und mitteldeutsch, vgl. auch das über die verbreitung von waffel bemerkte; in der Schweiz mit der nebenform wäffeln, die wol als eine diminutive anzusehen ist (in Basel wird wäffele von kindern gesagt, während es sonst waffle heiszt. Seiler 307). während das zugehörige waffel im 16. jahrh. beliebt ist, erscheint waffeln litterarisch ungemein selten. 11) plump und schnell schlucken, mummeln, so in der Schweiz Stalder 2, 427, Hessen Crecelius 888, Schlesien Bernd 152. 22) undeutlich und schnell reden, die worte durch einander werfen. in Nassau und Oberhessen Schmidt 318. Kehrein 436. Crecelius 888. hierher gehört das schweizerische verkleinernde wäffeln lallen, besonders von kindern gebraucht. Stalder 2, 427. vgl. auch Hunziker 284. Seiler 307. 33) am verbreitetsten ist die bedeutung schwätzen, in den tag hinein reden. sie findet sich auch im Elsasz Ch. Schmidt 114 und Niederhessen Vilmar 433. Pfister 328. hier schon im älteren nhd.: aber so waffelt er herein, und rafft zusammen was er findt. Nigrinus fegfeuers ungrund (1582) Dd 8a bei Vilmar 433. auch mit einem waffeln 'zanken': (Henrichs weib) hatte sich mit einer andern frauwen gewaffelt mit worten. aus hessischen buszregistern (1484) ebenda.
1530 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    waffelnverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    waffeln , verb. , ein wort onomatopoetischen ursprungs, das zunächst auf die bewegung der kinnbacken und das dadurch her…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Waffeln

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Waffeln (franz. gaufres , engl. wafers oder waffles ), ursprünglich holländisches, in Deutschland und Frankreich sehr ve…

  3. modern
    Dialekt
    waffelnschw.

    Pfälzisches Wb.

    waffeln schw. : ' hauen, schlagen '; eem eni waffele [Kaislt]; Syn. s. PfWB ohrfeigen , PfWB verhauen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waffeln

11 Bildungen · 6 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von waffeln 2 Komponenten

waff+eln

waffeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

waffeln‑ als Erstglied (6 von 6)

Waffel(n)kirbe

PfWB

waffeln·kirbe

Waffel(n)-kirbe f. : 'die Kirchweih in KU-Mühlb', Waffelekeʳb [ KU-Mühlb Ulm ], Waffel- [ Braun Neckn. 267]. —

Waffel(n)maul

PfWB

waffeln·maul

Waffel(n)-maul n. : 'großer Mund, Maul', Waffelmaul [ GH-Westh ]; vgl. PfWB Waffel 2 a; Syn. s. PfWB Gusche 1 b. ElsWB Els. I 674 . —

Waffel(n)pänze

PfWB

Waffel(n)-pänze Pl. : Neckname für die Bewohner von KU-Altkch Dittw WD-Bub Marth Niedkch Ostbr Saal KL-Katzb, Waffel(e)pänz, -päns [manchero…

Waffel(n)pfanne

PfWB

waffeln·pfanne

Waffel(n)-pfanne f. : 1. = PfWB Waffeleisen , Waffelepann [ KU-Bedb ], Waffel- [ LU-Oggh ]. — 2. Neck- name für die Bewohner von KU-Mühlb, W…

waffeln als Zweitglied (5 von 5)

Zimmetwaffeln

RhWB

zimmet·waffeln

Zimmet-waffeln PfWB (s. S.) Saarbr , Wend , Ottw , Meis , Birkf-Oberst , Kreuzn , Hunsr, Merz-Losh , Zell-Enkirch f. Pl.: besondere Waffelar…

Zuckerwaffeln

RhWB

zucker·waffeln

Zucker-waffeln -əln Wittl-Flussb Pl.: viereckige, süsse W. aus Butter u. Weizenmehl, mit Zimt bestreut.