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Wachtstube

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Wachtstube

Wachtstube

Wacht f. ‘das Wachehalten, Wachdienst’, ahd. wahta (8. Jh.), mhd. waht(e) ‘das Wachen, Wachsein, Wache, Bewachung, Ort, wo gewacht wird’, asächs. wahta, mnd. mnl. wachte, nl. wacht und (weitergebildet mit dem Suffix germ. -wō bzw. -wa-) got. wahtwō (oder wahtwa) sind mit t-Suffix zu wachen (s. d.) gebildete Verbalabstrakta (s. auch Wache). In ahd. Zeit stehen ahd. wahha (s. Wache) und wahta gleichbed. nebeneinander, im Frühnhd. überwiegt Wacht, unter Luthers Einfluß jedoch wird Wache das herrschende Wort der Literatursprache. Wacht gilt dagegen, begünstigt durch seine Verwendung in den (südd.) Werken zur Kriegstechnik (z. B. Fronspergers und Wallhausens, 16. und 17. Jh.), weithin in der Militärsprache, bleibt aber auch in der Dichtung (im Anschluß an die Literatur der Freiheitskriege, z. B. bei Körner, Brentano, Arnim, dann Rückert, Chamisso, Heine) lebendig. Wacht erscheint daher als Kompositionsglied in militärsprachlichen Bildungen wie Schildwacht f. (neben Schildwache, s. 1Schild) ‘das Wachehalten, wachehaltende Mannschaft’, mhd. schiltwaht(e); Wachtmeister m. ‘Anführer der Wachmannschaft’ (15. Jh.), auch militärischer Dienstgrad (16. Jh.); vereinzelt mhd. (md.) wachemeister ‘die Wache einteilender Zunftmeister’ (14. Jh.). Wachtstube f. ‘Zimmer der Wachmannschaft’ (17. Jh.). – Wächter m. ‘wer Wache hält, auf etw. aufpaßt’, ahd. wahtāri (10. Jh.; vgl. nahtwahtāri, 9. Jh.), mhd. wahtære, wehtære.
1421 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wachtstubef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    wachtstube , wachstube , f. 1 1) local, in dem sich die wachtsoldaten aufhalten, wenn sie nicht posten stehen: wachstube…

  2. modern
    Dialekt
    Wachtstub(e)

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wachtstub(e) f. Aufenthaltsort der Wachtleute, des Nachtwächters ausser dem Dienst. Verhaftete bringen die erste Nacht h…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wachtstube

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wachtstube 2 Komponenten

wacht+stube

wachtstube setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wachtstube‑ als Erstglied (6 von 6)

wachtstubenmäszig

DWB

wacht·stubenmaeszig

wachtstubenmäszig , adj. : wenn ich ihm ( Ottokar ) etwas zufahrendes und ... wachstubenmäsziges gegeben hatte, so war es, weil mir der kais…

wachtstubenspasz

DWB

wachtstubenspasz , m. : ( Blücher ) ein redner von gottes gnaden, immer der höchsten wirkung sicher, mochte er nun in gemüthlichem platt mit…

wachtstubensprache

DWB

wachtstube·n·sprache

wachtstubensprache , f. : Napoleon hat ihn auf St. Helena bezeichnet als: bugiardo, ... bugiardo e niente che bugiardo. das klingt freilich …

wachtstubenton

DWB

wachtstube·n·ton

wachtstubenton , m. : die brutalität der stockprügelseligen beamten erschien eben so unleidlich wie der hochmüthige wachstubenton der truppe…