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Vorsetzen

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Vorsetzen v., trs

Bd. 5, Sp. 503b
Vorsetzen, v. trs. 1) Vorwärts setzen, vornhin setzen. Den Stuhl weiter vorsetzen. Sich vorsetzen. 2) Vor ein anderes Ding setzen. Einen Stein, ein Brett vorsetzen, vor ein Loch, vor eine Öffnung. Den Stuhl vorsetzen, vor eine Thür, damit sie nicht aufgehe. Seinen Namen dem Buche vorsetzen, vorn auf den Titel, welcher sich vor dem Buche befindet. Einen neuen Fleck vorsetzen, vor oder auf eine dünne, durchgestoßene Stelle. Eine Silbe vorsetzen, vor ein Wort. Die vorgesetzte Silbe (Praefixum, die Vorsetzsilbe). I engerer und zum Theil uneigentlicher Bedeutung. (1) Zum Genusse vorsetzen. Einem Speisen, zu essen, zu trinken vorsetzen. Einem Geistesnahrung vorsetzen, uneigentlich, ihn auf eine geistreiche Art unterhalten. (2) Vorn an die Spitze setzen, um Aufsicht über das Ganze zu haben, und dies zu leiten, zu verwalten. Einen dem Heere, der Flotte vorsetzen, es, sie ihm zur Aufsicht übergeben, seinem Befehle untergeben. Der Verwaltung der Finanzen vorgesetzt werden. Einem Amte vorgesetzt werden. Daher der Vorgesetzte, einer, der über Andere gesetzt oder Andern vorgesetzt ist, sie in Aufsicht und unter seinem Befehle zu haben. (3) † Vorziehen, einen höhern Werth, Rang beilegen. Dies setze ich allem Andern vor; gewöhnlicher, vorziehen Kinder sind auch allen Schätzen, Allem Golde vorzusetzen. A. Tscherning. (4) Sich etwas vorsetzen, sich etwas fest vornehmen, durch welches fest, was eine beständige Richtung der Aufmerksamkeit auf den zur Ausführung vor sich gleichsam hingesetzten Zweck bedeutet, es sich von vornehmen unterscheidet. S. d. und Vorhaben. »Ih setzte mir vor, nach der Weisheit zu thun.« Sir. 51, 24. Wohl magst du dir, wenn du allein bist, große Dinge Vorsetzen, schöne Rednerblumen flechten. Schiller. Sich etwas in den Kopf setzen, unterscheidet sich davon durch die Hartnäckigkeit, mit welcher es geschieht, und dadurch, daß man sich oft etwas in den Kopf setzt, was nicht sein kann. D. Vorsetzen. D. — ung. S. d. und auch der Vorsatz.
1992 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    vor setzenswv.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +3 Parallelbelege

    vor setzen swv. Apk. STheol. BDan.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vorsêtzen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Vorsêtzen , verb. regul. act. 1. Vorwärts setzen, voran setzen, nur noch zuweilen. Den Stuhl vorsetzen, sich vorsetzen, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vorsetzen

    Goethe-Wörterbuch

    vorsetzen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    vorsetzenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    vor-setzen schw. : 1. 'nach vorn setzen', z. B. ein Kind in der Schule, voʳsetze [verbr.]. — 2. einem etwas v. 'anbieten…

  5. Sprichwörter
    Vorsetzen

    Wander (Sprichwörter)

    Vorsetzen Vorgesetzt braucht keines Raths. – Winckler, XVI, 71.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vorsetzen

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von vorsetzen 2 Komponenten

vors+etzen

vorsetzen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vorsetzen‑ als Erstglied (1 von 1)

vorsetzentlich

DWB

vorset·zentlich

vorsetzentlich , adj. , mit vorsatz: wissentlich, vorsetzentlich, freventlich Mathesius Syrach (1586) 1, 152 b .

vorsetzen als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von vorsetzen (1 von 1)

bevorsetzen

KöblerMhd

bevorsetzen , sw. V. Vw.: s. bevoresetzen