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Vorsêtzen

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
20
Verweise raus
14

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Vorsêtzen

Bd. 4, Sp. 1297
Vorsêtzen, verb. regul. act. 1. Vorwärts setzen, voran setzen, nur noch zuweilen. Den Stuhl vorsetzen, sich vorsetzen, vorwärts, voran. 2. Vor ein anderes Ding setzen. (1) Eigentlich, mit Verschweigung dieses andern Dinges. Einen Stein vorsetzen, vor ein Loch. Eine Thür vorsetzen, vor eine Öffnung. Daher ist im Hüttenbaue das Vorsetzblech, ein durchlöchertes Blech, welches vor das Pochgerinne gesetzt wird. Die Vorsetzwand, die Wand unten am Herde in dem Schmelzofen. Bey den Buchbindern ist das Vorsetzpapier, ein oder mehrere Blätter Papier, welche vorn und hinten an einem Buche mit angeheftet werden. (2) In einigen engern und figürlichen Bedeutungen, in welchen es zugleich die dritte Endung erfordert. a. Zum Genusse vorsetzen. Jemanden Speisen, zu Essen, zu Trinken vorsetzen, ihm ein Glas Wein, eine Tasse Kaffeh vorsetzen. b. * Vorziehen. Etwas allen andern Dingen vorsetzen, ein im Hochdeutschen ungewöhnlicher Gebrauch, wofür daselbst vorziehen üblicher ist. c. Jemanden andern vorsetzen, ihm die Aufsicht und Regierung über dieselben anvertrauen. Der Flotte, der Armee vorgesetzet werden. Jemanden einem Amte vorsetzen. Daher ist ein Vorgesetzter überhaupt, ein jeder, welcher andern zu befehlen hat, über sie gesetzt ist. Es ist in diesem Verstande von dem weitesten Umfange der Bedeutung, indem es von einem jeden gebraucht werden kann, dem die Leitung oder Regierung anderer aufgetragen ist. d. Sich vorsetzen, eine künftige Handlung fest bey sich beschließen, durch welches fest es sich von vornehmen unterscheidet. Ich setzte mir vor, nach der Weisheit zu thun, Sir. 51, 24. Ich habe mir oft vorgesetzt, zu euch zu kommen, Röm. 1, 13. Sich eine Reise vorsetzen. Man setzt sich oft vieles vor, und führet wenig aus. Daher das Vorsetzen, in den meisten Bedeutungen, die Vorsetzung, in einigen, und der Vorsatz nur in der letzten. Anmerk. Schon bey dem Kero furikesezzan, im Tatian furisetzan.
1911 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    vor setzenswv.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +3 Parallelbelege

    vor setzen swv. Apk. STheol. BDan.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vorsêtzen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Vorsêtzen , verb. regul. act. 1. Vorwärts setzen, voran setzen, nur noch zuweilen. Den Stuhl vorsetzen, sich vorsetzen, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vorsetzen

    Goethe-Wörterbuch

    vorsetzen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    vorsetzenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    vor-setzen schw. : 1. 'nach vorn setzen', z. B. ein Kind in der Schule, voʳsetze [verbr.]. — 2. einem etwas v. 'anbieten…

  5. Sprichwörter
    Vorsetzen

    Wander (Sprichwörter)

    Vorsetzen Vorgesetzt braucht keines Raths. – Winckler, XVI, 71.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vorsetzen

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von vorsetzen 2 Komponenten

vors+etzen

vorsetzen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vorsetzen‑ als Erstglied (1 von 1)

vorsetzentlich

DWB

vorset·zentlich

vorsetzentlich , adj. , mit vorsatz: wissentlich, vorsetzentlich, freventlich Mathesius Syrach (1586) 1, 152 b .

vorsetzen als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von vorsetzen (1 von 1)

bevorsetzen

KöblerMhd

bevorsetzen , sw. V. Vw.: s. bevoresetzen