Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
versinken
versinken
sinken Vb. ‘nach unten gleiten, langsam fallen’ (stark flektierend), ahd. (9. Jh.), asächs. sinkan, mhd. sinken ‘sich senken, versinken, untersinken, verschwinden’, mnd. mnl. sinken, nl. zinken, afries. sinka, aengl. sincan, engl. to sink, anord. søkkva, schwed. sjunka, got. sigqan (germ. *senkwan) ist vielleicht mit armen. ankanim ‘falle, weiche, nehme ab’ und griech. (homerisch) heáphthē (ἑάφθη) ‘fiel, sank’ (?) vergleichbar, so daß eine Wurzel ie. *sengu̯- ‘fallen, sinken’ angesetzt werden kann. S. auch senken und versacken. Strittig ist die Frage, in welchem Verhältnis die unter seicht (s. d.) genannten germ. und außergerm. Formen zu den hier behandelten stehen. – versinken Vb. ‘untergehen’, übertragen ‘in etw. völlig aufgehen und seine Umwelt vergessen’, ahd. firsinkan ‘untertauchen, untergehen’ (um 900), mhd. versinken, auch ‘sich in etw. vertiefen’.