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verschreien

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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27
Verweise raus
19

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verschreien

verschreien

schreien Vb. ‘gellende Laute von sich geben, laut rufen, weinen’. Das stark flektierende Verb ahd. scrīan (9. Jh.), mhd. schrīen, schrīn ‘rufen, schreien, jammern’, asächs. skrīan, mnd. schrī(g)en, mnl. scrīen, afries. skrīa (germ. *skreian) sowie schwach flektierendes ahd. giscreiōn (um 1000), mhd. schrīen, schrīn, mnd. schreyen, mnl. screyen, nl. schreien sind verwandt mit mnl. scrēuwen, nl. schreeuwen, nd. schrēwen ‘schreien’, südnl. schremen, aengl. *scrǣman, mengl. shreame, engl. to scream ‘schreien, kreischen’. Vergleicht man ferner (ohne anlautendes s-) anord. hreimr ‘Lärm, Getöse’, hrīna, norw. rine ‘schreien, jammern’ (von Schweinen) und zieht bret. screo ‘kreischender Meervogel’, air. scret ‘Schrei’, lett. (älter) krina ‘Sau’ heran, so läßt sich ie. *(s)krei- ansetzen als eine Erweiterung der Wurzel ie. *ker-, *kor-, *kr-, Schallnachahmung für heisere, rauhe Töne (s. Harke, Rabe, Rachen, Reiher). – Schrei m. ‘einmaliger gellender, durchdringender (menschlicher) Laut’, ahd. screi (9. Jh.), mhd. schrei, schrē ‘Ruf, Schrei, Geschrei, Gerücht’. Schreier m. ‘wer schreit’, mhd. schrīære, schrīer ‘Schreier, Ausrufer, Herold’. Marktschreier m. ‘wer auf Märkten laut seine Waren anpreist, fahrender Händler’ (17. Jh.); marktschreierisch Adj. (18. Jh.). Geschrei n. ‘lautes Schreien’, ahd. giscrei (11. Jh.), mhd. geschrei(e), geschrē ‘Geschrei, Ruf’. Schreihals m. ‘Schreier, Kind, das viel weint’ (16. Jh.). verschreien Vb. ‘in schlimmen Ruf bringen, verleumden’, eigentlich (bei der Mordklage) ‘öffentlich ausrufen, bekanntmachen’, dann auch ‘Übles, Böses über jmdn. öffentlich verbreiten’, mhd. verschrīen; stark und schwach flektierende Formen stehen bis ins 18. Jh. nebeneinander.
1704 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verschreienswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    ver-schreien swv. BMZ verschreien Frl. 262,7. Zimr. chr. 4. 74,15.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verschreienv., trs

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Verschreien , v. trs . unregelm. ( s. Schreien ). 1) Ausschreien, bekannt machen durch lautes Schreien oder Rufen. I eng…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verschreien

    Goethe-Wörterbuch

    verschreien [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verschreien

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    verschreie n in üblen Ruf bringen. Er het mi ch überal l verschroje n Hi. Dis is t e verschroüe n Maid e l g e si n Bf. …

  5. Spezial
    verschreien

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ver|schrei|en vb.tr. descredité (-tëia), difamé (-mëia), scraié fora.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verschreien

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verschreien

ver- + schreien

verschreien leitet sich vom Lemma schreien ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verschreien 2 Komponenten

versch+reien

verschreien setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verschreien kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verschreien". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verschreien/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verschreien". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verschreien/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verschreien". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verschreien/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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