Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verruf m.
verruf , m. bann, acht. ursprünglich hat das wort die bedeutung ' bekanntmachung '. so hat es sich bis in unsre zeit im bair. dialekte erhalten. vgl. der verruf, obrigkeitliche ausrufung, proclama. Schm. 2, 69 Frommann. diese bedeutung auch im schweizerischen. Stalder 2, 289 . gern aber nimmt das wort eine üble nebenbedeutung an, ' bann, acht ', und so lebt es fort besonders in der studentensprache. das heiszt das richtige studentenwort ist verschisz, aber dieses wort ist schon seit anfang dieses jahrh. im rückgange gegen das feinere verruf. um 1515—20 läszt sich nachweisen, dasz während in de…