Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verlieb adv.
verlieb , adv. schwächung aus dem heute allein schriftdeutschen fürlieb, vorlieb. nur noch mundartlich ( z. b. westmitteld. ) vorhanden; zusammengewachsen aus dem vorworte vor und dem accusativ des neutr. des adjectivs. vgl. vergut th. 12, 499 und fürlieb th. 4, 1, 766; vereinzelt im 16. jahrh. gebräuchlich, im 17. dann in dieser geschwächten form fast erstorben, nur bei J. Paul ( s. u. ) einzige redewendung verlieb nehmen, so Neander syll. locut. 104 b . ohne angabe womit man vorlieb nehmen soll: ihr seht wir sind kein grosze herrn, darumb wolt ihr nehmen verlieb. Froschmäusler 1, 1, 9 G 1 a …