Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Verdeck
Verdeck
Deck n. ‘oberer betretbarer Boden bzw. Stockwerk eines Schiffes’. Das in der 2. Hälfte des 17. Jhs. ins Hd. übernommene Wort der Seemannssprache nd. Deck, mnl. dec, nl. dek ‘Bedeckung, Dach’ ist von mnl. mnd. decken (s. decken) abgeleitet, bezeichnet also zunächst die ein Schiff von oben (ab-, zu)deckenden Planken. Seit dem 18. Jh. wird Deck in der Seemannssprache in präpositionalen Verbindungen meist artikellos gebraucht: auf, unter, an, über Deck; im Hd. (Mitte 19. Jh.) auch übertragen auf Deck sein ‘wohlauf sein’. – Verdeck n. ‘oberstes Schiffsdeck’, im 17. Jh. aus mnd. mnl. vordecke übernommen; dann (in Anlehnung an hd. verdecken) ‘bewegliches, zurückklappbares Kutschen-, Wagendach’ (19. Jh.).