Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
veracht
veracht , verachtung. mhd. nicht nachgewiesen, aber mnd. ( Schiller - Lübben 5, 307 ). aus den vorhandenen belegen ist das geschlecht nicht festzustellen: hiemit befelh ich euch gottes gnaden und bitte demutiglich, euer liebe wölle dis mein schreiben nicht in veracht auffnemen. Luther 2, 231 a : und ist allgemechlich der bann, der allein des bapsts donder war, in ein veracht kommen. Melanchthon leben Luthers, übers. von Ritter (1561) 40 . später nicht mehr in der sprache lebendig, von Rückert angewandt: mein bruder! such in jedem werk allein das angesicht des ewigen und wende von der welt dich…