Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Vasall m.
Vasall m.
Vasall m. in der mittelalterlichen Feudalgesellschaft ‘durch Treueid einem Lehnsherrn verpflichteter Gefolgsmann, Lehnsmann’, mhd. vassal, vassel, wohl über gleichbed. afrz. vassal, aprov. vasal entlehnt aus mlat. vassallus ‘in einem Abhängigkeitsverhältnis zu einem Höherstehenden befindlicher waffentragender Mann’ (8. Jh.). Dieses gehört zu spätlat. vassus ‘unfreier Diener’ (Lex Salica, 6. Jh.), mlat. vassus ‘Diener, freier Untergebener, Lehnsmann’, einem Wort gall. Ursprungs, vgl. mir. foss ‘Diener’, kymr. gwas, korn. guas ‘Jüngling, Diener’, bret. gwaz ‘Mann’, ferner den Personennamen gall.-lat. Dagovassus (oder Dago Vassus?). Mlat. vassallus geht möglicherweise auf eine schon im Gall. entstandene Ableitung zurück, vgl. kymr. gwasawl ‘dienend’.