Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unvernunft f.
unvernunft , f. , mangel der vernunft ( s. d. ) und ihr gs.; ahd. unfernumest ( Notker psalmen 2, 542, 9 P., mentis offensio ), daneben unvernunftîgî; im spätern mhd. unvernunst, -nunft; mnd. unvornuft; nl. onvernuft; dän. ufornuft; schwed. oförnuft. a) wie im mnd. ( wb. 5, 89 a ; Frisch [1741] 2, 12 a ) rechtssprachlich das nichtvernehmen, nicht verhören; mit u. ohne weiteres: wurden sie aber seine gnade vorschmehen, so wolte ehr sie mit u. auf seine seite brengen Grunau preusz. chron. 3, 231 . veraltet. b) mangel an überlegung, einsicht, besonnenheit und deren gth. α ) dementia, insania, ali…