unsauber,
adj. adv. ,
gth. von sauber (
zur wortgeschichte Staub-Tobler 7, 76; Franck-van Wijk 829
a).
ags. unsŷfre;
engl. unsober (
veraltet).
ahd. unsûbar, -sûbro;
mhd. unsûber, -souber, -sûfer;
mnd. unsuver;
mnl. onsuver;
nl. onzuiver.
zu den formen s. sauber I, un(ge)ziefer
sp. 943/4, 946; unsawer
Clemen reform. flugschr. 3, 205;
frühnhd. auch umgelautet: unsAeuber (
druckfehler?) und wst
M. Herr
feldbau 97
b; ain witwe und ain münich sein als ain aff, ye unseubrer sy sein, ye hübscher sein sy A. v. Eyb
spiegel d. sitten (1511) t 4
a.
durch wettbewerb der syn. unrein, -flätig, -keusch, -klar, -lauter, schmutzig, dreckig
u. dgl., durch nicht sauber (Staub-Tobler 7, 76; sauber II 2 b),
durch ironisches sauber (
s. d. 6),
und durch die von Adelung
vermerkte neigung der schriftspr. zu blosz euphemischem gebrauch ist das gebiet des wortes vielfach eingeengt. 11)
gth. von sauber 1. a) sauber 1 a
entsprechend. α)
nicht frei von fremden bestandtheilen: der adel hat ja zu seinem ebenbilde die perlen, welche ... ohne ihren gäntzlichen verderb keinen unsaubern beysatz annehmen Lohenstein
Armin. 1, 15
a.
übertragen '
gefälscht, vergiftet'
u. ä.: wein,
von päpstlicher lehre (
heute stärker als unrein 1 a
γ; vgl. unrein 2 f) Sleidanus
reden 51
B.; allgemeiner, verblassend: doch schon damals rügte man die unsaubern (
tendenziös entstellenden) elemente, die Menzel zu seiner darstellung der deutschen literatur mischte Gutzkow
beiträge z. gesch. d. n. lit. (1836) viii.
komisch übertreibend für unrein (
s. d. 2 e)
von bürgerlichem blut Kortum
Jobsiade 3, 38.
nur noch in der ma. (tauben
mit falsch gefärbten federn Staub-Tobler 7, 77, 1 b),
die auch unsauberes getreide, mehl, wasser
u. s. w. (
ebda; els. wb. 2, 331
b und wohl allgem. südd.)
kennt. schriftsprachlich sonst i. a. durch unrein
ersetzt. β)
gth. v. sauber 1 a
β.
attributiv: das unsauber ende (
abtritt) Arigo
decam. 84, 12, ort Br. Grimm
sagen 2, 195, geszlin Montanus
schwankb. 153, hausz Lehmann
floril. 2, 765, wasserpfützen Tschudi
chron. 1, 188, kleider
Terenz (1499) 43
b, gschirr Leo Jud
v. warem u. falschen glauben (1526)
F 4
b, die unsaubersten wirthschaftsgeräthe Holtei
erz. schr. 3, 18, tischtuch B. Auerbach 6, 55, schuhwerk Polenz
Grabenhäger 1, 292, zähne
theatr. amoris 1, 213 (
anders 2 a), hände, wäsche (Kramer [1702] 2, 431
b, '
besonders hochdeutsch' Adelung), wetter
akten u. briefe z. kirchenpolitik Georgs v. Sachsen 1, 400; E. Th. A. Hoffmann 3, 166; Staub-Tobler 7, 77,
vgl. 66
und unrein 1 a
β; unsaubrer wind
crepitus ventris ebda 5, 164;
in n. spr. euphemisch: anhäufung unsauberer evaporationen Schopenhauer 5, 176; auch schuster und die mit unsauberer arbeit (
anders 3) umbgehen, wohnen hinden in der statt G. Braun
beschreibung u. contrafactur 5,
reg. 2, 1
a; unsaubere bettler, kinder, thiere
u. s. w. (
übertragen: was mit unsaubern henden geopffert wirdet, das begert gott nit Albertinus
zeitkürtzer 86
b; unsaubere stufen zur grösze
quelle bei O. Jahn
Mozart 4, 318; sohlen G. Freytag 9, 88; Laube 2, 261). '
kotig, ekel erregend, ekelhaft': sy haltends (
das geistliche recht) schnöder dann das brett hinden am gemeynen sprachhusz, da die buren die unsuberen zoten überab werffend
ein klegliche botschafft den bapst in Romen betreffend (1528) a 1
a; geschmack Arigo
decam. 87, 18; köste
fastnachtsp. 658, 2
K.; nahrung G. Freytag 18, 123
u. ä. '
nicht auf reinlichkeit bedacht, unreinlich': der adler ist ein unsauberer vogel Heuszlin
Gesners vogelbuch 2
a; affe Treuer
Dädalus 1, 61 (
übertragen: disz unsaubere widhoppen Luther 10
2, 72, 15
W.; sich u. halten Kramer [1702] 2, 431
b).
prädicativ: Fortunatus (1509) 27
ndr.; der regent wird davon nicht beschwert und unsauber, wenn das rosz unter ihme stallt Lehmann
florileg. 2, 762; sich an etwas u. machen Kramer (1702) 2, 431
b; Laukhard
leben 3, 258; etliche (
bettler) kriechen ... auff die erden, ... da es am aller unsaubersten ist Pape
bettel- und garteteuffel (1586) k 8
a; Göthe 19, 274, 27
W.; junge hunde machens u. und unrein in den stuben
viehbüchlein (1667) 89 (
übertragen: der lufft ist aller dingen unsuber [
vgl.δ] ab den groszen thyrannyen, mit dennen du umgast täglichen
Morgant 157
B.).
substantivicrt: etwas unsaubers und mistechts
M. Herr
feldbau 42
b; vil unsaubers ... von maden, würmen Wickram 7, 32, 774;
vgl. ungeziefer
sp. 943, 946; unsauber macht feist Lehmann
florileg. 3, 449; Aler 2, 2100
a; Kirchhofer 255; Staub-Tobler 7, 77; Wander 4, 1474.
adverbial: u. schmecken H. Sachs 21, 193, 26
G.; in der küche geht es zum abscheu bunt und u. her Br. Grimm
br. an Benecke 87.
γ)
gth. v. sauber 1 a
γ: da wann ainer in ire häuser kompt, nichts wüstes ... unsaubers, zerlumpts, zerrissen, zerprochen ... sihet Fischart
podagr. trostb. 84, 10
H.; unsaubern plunder
Rein. Fuchs (1650) 92; unsauberes haushalten Kramer; unsaubere wirtschaft Mörike 3, 95; mit unsauberem luxus Meinecke
Boyen 1, 55.
δ) sauber 1 a
ε entsprechend (
vgl. die schon angeführten übertragungen): wasch das da unsauber ist Bäumker
kathol. kirchenlied 1, 630; der eingang (
ins papsttum) ist u. Sleidanus
reden 220
B.; die unsaubere und besudelte lere der phariseer Mathesius
Sarepta 121
a;
verblaszt: hier ist's mir nicht mehr reinlich genug, alle verhältnisse sind u. Viebig
schlaf. heer 2, 435;
vgl. 2. b) sauber 1 b (c)
entsprechend: ey wie sauber ist derselbe unsaubere kerl zu der thür hinausgeworffen worden, der ohne hochzeitliches kleid ... erschienen Abr. a St. Clara
etwas für alle 2, 103; ein armer in einem unsaubern kleide (
gs. herrlich)
Jacob. 2, 2; '
nicht, wie es der anstand erfordert' Teller 2, 298.
in n. schriftspr. nur undeutlich nachklingend: G. Freytag 5, 21. c)
gth. v. sauber 1 c:
erste d. bibel 3, 181, 40; das ist ain unsubere gestalt Steinhöwel
Äsop 42; was u. ist, dem musz man ein farb anstreichen A. v. Eyb
d. schr. 1, 18, 30; Staub-Tobler 7, 78, 2.
veraltet. 22)
wie sauber 2
in freierem gebrauch. a)
nosologisch u. rituell. α) unrein 2 d
entsprechend: '
von schlechter blutmischung, zerfressen, geschwürig' Höfler 545
a; geblüt 60
b; schaden 550
b; (
faule) zähne 843
b; dasz min arsbagken durch sin emssig straiche an demselben ende allwegen offen stuonden und unsuber von geschweren und aissen
N. v. Wyle
transl. 268, 13
K.; kein fontanel woldt ich L. rahten, den auszer dasz es ein unsaubere sach ist, es ist auch gefahrlich El. Charlotte von Orleans 3, 48; Ruoff
oben sp. 1263
f.; was unsaubers in der wunden ligt Gäbelkover 2, 252; 1, 79; gesicht (
von hautausschlag) Staub-Tobler 7, 77;
aussätzig ebda; unsaubere (
pestverseuchte) wirtshäuser 7, 78 (1636) (
übertragen: mit deiner blinden vernunfft und unsaubern augen Luther
vorr. zur offenb. Joh. 7, 475
B.; B. v. Chiemsee 231).
von thierseuchen Fischer
schwäb. wb. 6, 213;
räudig von hunden; giftig von kröten; von vieh, schmalvieh und pferden Staub-Tobler 7, 77; von einer unsaubern stutten Böhme
roszarzney 9;
vom hals, v. augen des pferdes Walther
pferde- u. viehzucht (1658) 158; Hörwart v. Hohenburg
kunst d. reiterei 3
b; unsauberes oder krankes vieh
tirol. weist. 4, 464, 19 (1658).
veraltet. β)
rituell (unrein 2 k);
mnl. wb. 5, 956, 3;
vgl. 1 a
δ: des berúrde do ist unsauber
erste d. bibel 3, 434, 19; dann alle juden ... u. ... gewesen J. Bentzius
päbstliche chron. 16; unsaubre hunde (
ungläubige) Gries
ras. Roland 2, 26.
veraltet. b)
sittlich, gth. v. sauber 2 b, unrein 3
entsprechend. α)
sündig, sündhaft, verflucht (unrein 3 a): sihe, das du dich nit mit lastern u. machest S. Franck
sprichw. 1 (1541), 63
a; dero gemt und conscientz unsuber ist Zwingli
freiheit d. speisen 4
ndr.; da die widertäuffer ir unsauber und gottlos regiment anstelleten Rätel
chron. (1607) 377; dieses unsaubere (
ruchlose) drachenvolk Göthe 25, 151
W. abgeschwächt mit mundartlichem beiklang '
schuldhaft': A. war es, als läge etwas unsauberes auf der seele des bruders O. Ludwig 1, 152; wenn er wirklich etwas unsauberes getan hat Scheffel 3, 126.
spottend: M., der die unsaubren bücher verbrannt hat auf der Wartburg Scherer
kleine schr. 1, 82. unrein 3 c (
s. d. sp. 1267)
entsprechend, unsaubrer geist, unsaubre geister: Graff 6, 70; O. Gaupp
zur gesch. d. wortes rein 17;
mnl. wb. 5, 956; Lindmeyr
wortschatz Luthers 94
b; Büchmann
2458; ein mensch besessen mit einem unsaubern geist
Marc. 1, 23; 26; 27; 3, 30;
Matth. 12, 43;
Luc. 11, 24 (teufel 4, 33); macht uber die unsaubern geister
Matth. 10, 1;
Luc. 4, 36;
apostelgesch. 5, 16; 8, 7; es sey nichts daran gelegen, ob gott oder teuffel, engel oder unsauber geist dem krancken hülff erzeigen Nigrinus
v. zäuberern 92; sie meinen, dasz vor der tauffe der unsauber geist im kinde wohne A. Olearius
verm. reisebeschreibungen 144; lasz ab von mir, unsaubrer geist! W. Busch
d. h. Antonius 63.
sehr häufig in erweiterter bed.: Göthe war in Karlsbad, kam von einem morgenspaziergange zu hause und sagte: 'man stöszt in der welt doch immer und allenthalben auf unsaubere geister'
Göthes gespräche 8, 295
B.; Fichte 5, 280; E. Th. A. Hoffmann 7, 169; der unsaubre geist der trägheit Fr. L. Jahn 2, 455, der zeit Gaudy 1, 99; 17, 65; 4, 142;
komisch diese bed. mit 1 a
β durcheinander schiebend: er erblickte ein menschenkind im kampf mit den unsaubern geistern des abgrunds (
dem schmutz des weges) Raabe
hungerpastor 2, 39.
β)
wie unrein 3 d '
niedrig, gemein, improbus': ein unsauber ding (
res foeda 1. Mos. 34, 7)
erste d. bibel 3, 158, 23;
als schelte: unsaubere thiere Mommsen
röm. gesch. 2, 64 (
Tit. 1, 12, böse thier Luther). unrein 3 d
β entsprechend (
mnl. wb. 5, 596, 2), '
entehrend, beleidigend, verletzend'
u. dgl.: böse, wüste und unsubre wort H. Fründ
chronik 136; ein unsauberes maul Staub-Tobler 7, 78; Jeanettens unsaubere lippen Gutzkow
ritter v. geiste 3, 217.
γ)
abgeschwächt '
unehrenhaft, unredlich, unaufrichtig, dem nicht zu trauen ist'
u. dgl.; '
verdächtig, unzuverlässig' Staub-Tobler 7, 78 d;
els. wb. 2, 331
b;
vgl. unrein 3 d
γ: ein etwas unsauberes geschäft,
bei dem nicht alles in ordnung ist; eine unsaubere (
schmutzige) geschichte; aus unsauberer privatgiftigkeit H. Heine 2, 430
E.; danksagung Varnhagen v. Ense
tageb. 6, 312; mittel Holtei
erz. schr. 1, 77; 14, 65; seitenwege Laube 2, 86; mit dem unsauberen treiben des wahlgeschäfts Mommsen
reden u. aufs. 172; Scherer
kl. schr. 1, 69;
zu boshaften streichen geneigt Staub - Tobler
a. a. o.; einem verdächtigen und unsauberen französischen vagabunden Häusser
d. gesch. 2, 453; verräter, unsaubere subjekte G. Keller 6, 270; elemente Treitschke
d. gesch. 1, 293; ein unsauberer patron
u. dgl. Pansner
schimpfwb. 74
a; unsauberes (
unrat) merkend Mörike 1, 252.
δ)
wie unrein 3 b
im geschlechtlichen sinne: Stretlinger chron. 1, 125
B.; weil er (
Guarinus) .. etwas u. und geil in seinen reden, so ... Morhof
unterricht 1, 207; Tieck 4, 112; solchen unsaubern hengsten Prätorius
Blockesberges verrichtung 63, nymphen Laukhard
leben 1, 195, dirne Lenau 532; man empörte sich vor dem unsauberen geist in Göthe (
dazu 2 b
α) Nietzsche 8, 13; ainer unsubern lybs wolnust Steinhöwel
ber. frauen 27; minneregeln Gervinus
gesch. d. d. dicht. 2, 63, dinge Immermann 5, 19, liebesabenteuer Treitschke
aufsätze 1, 93, anblick Holtei
erz. schr. 2, 57
u. s. w. ε)
gth. v. sauber 2 c, unrein 3 d
δ entsprechend; vgl. unsäuberlich;
rusticus Graff 6, 70; Staub-Tobler 7, 78, 3.
von personen: der grobe, unsauber schmid Faber zu Costnitz Luther 18, 649
W.; ein wüster, unsauber zuchtmeister 30
2, 183
W.; ganz allgemeine schelte: der selb unsauber mensch (
Aristoteles) 8, 301
W.; nit unsauber gsellen (
schmuck, wohlgezogen, höflich) Fischart
Eulenspiegel 3597; dasz er sich herabliesz, uns unsaubere knaben fördern zu wollen Holtei
vierzig jahre 1, 89; 5, 202;
geizig, filzig Frischlin
nomencl. (1591) 161; ein unsauberer (
säuischer) mensch Kramer (1702) 2, 431
b.
von nichtpersönlichem: ein unsuber lachen Suso
d. schr. 161, 30
B.; mit unsaubern, groben wortten (1464) Lori
bergrecht 76; das er ... nicht ein frey, frech, wild, unsauber und unördig leben füre in fressen, sauffen Luther 34
2, 108, 28
W.; unsauber, blutig striemen B. Waldis
Esopus 2, 179
K.; der mönch versatzt ihm mit dem kreutzstock so ein unsaubers zwischen den halsz und halszkragen auffs acromibein, dasz ...
Garg. 405
ndr.; von einem hübschen menschen sol kein unsauber wort ausgehen Fr. Wilhelm
sprichw. reg. g g 2
a; er war durchaus nicht roh, nie gieng ihm ein unsauberes wort über die lippen R. v. Mohl
lebenserinnerungen 1, 52; unsaubre zweifel A. W. Schlegel
Shakespeare 5, 83; 1, 39;
kaum noch im alten sinne R. Wagner 3, 215.
gern adverbial (
eine fülle mundartlicher verbindungen bei Staub-Tobler 7, 78
f.): in mit heftigen scheltworten gar u. ausricht Arigo
decam. 183, 7
K.; das sie ... u. mit im umbgangen seien Luther 28, 256, 27
W.; 30
2, 303
W.; dann er wise den adel ... u. von dem hoff S. Franck
chron. German. (1538) 174
a;
wie unsanft 1: u. niderstellen Wickram 3, 50, 22; Kirchhof
wendunmuth 2, 78; B. Waldis
Esopus 2, 120
K.; gehst du nicht bälder als bald, so wil ich dir u. den weg zeigen
franz. Simplicissimus 1, 68; Butschky
Pathmos 28; Erlach
volkslieder 2, 267; Ditfurth
volksl. d. bayer. heeres 41;
Hütchen warf unsichtbarer weise ihn so u. heraus (
aus dem bette), dasz ihm die rippen krachten Br. Grimm
sagen 1, 52.
sonst eigentlich nicht mehr schriftsprachlich. 33)
gth. v. sauber 3 (
vgl. unrein 2 c): eine unsaubere arbeit Adelung; du machst unsaubere arbeit, schau, dort hängt noch ein apfel und dort noch einer Auerbach
dorfgesch. 4, 7; ein unsauberer arbeiter; mäder, recher Staub - Tobler 7, 77;
vom buchdruck Hoyer-Kreuter 1, 792; eine falsche, unsaubere schrift Butschky
kanzelley 7; zeichnung, entwurf; die unsauberste prosa Gervinus
gesch. d. d. dicht. 3, 195;
adv.: so stehet es auch zum hefftigsten u., wenn allerley lateinische ... und welsche wörter in den text unserer rede geflickt werden Opitz
poeterei 27
ndr.; wenn er (
der vorschneider) seine sache u. macht v. Fleming
soldat 30; u. ins auge fallen
th. 1, xvii; Hoffmann v. Fallersleben 7, 110. 44) sauber 7 (
ende), unrein 2 b, ungeheuer 2
entsprechend: so war auch dieser waldt unsauber von wilden schwein, wolffen und pern Hans Sachs 9, 176, 11
Keller; adv. syn. mit gefehrlich 9, 146, 32
K.; ein unsauberer weg, eine unsaubere gegend (
unsicher, gefährlich), im gwülk ists unsufer (
andere witterung bereitet sich vor) Staub-Tobler 7, 78, 1 d
β; etwas unsauberes
verhextes ebda; ebenso im emsländischen nd.: Dincklage-Thaule
wat de olle möke vertellde (
Lingen 1921) 93.
im wortspiel mit bed. 3: Göthe IV 24, 26, 26
W. —