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ungeval

mhd. bis mnd. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

ungeval m.

Bd. 3-2, Sp. 480
ungeval -gevel(le), °ongevalle (westl.), m., n. (Pl. -gevelle): 1. Unglücksfall, „ungheval, diffortunium, calamitas” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), „wanner ore ehelike gaden densulven entlopen edder entwiken ... ift jemandt sullich ungefal van sinem eheliken gaden wedderfoere, de schal darinne sine notturft dem rade andragen” (Hamb. Burspr. ed. Bolland 2, 296), „ein schetliker ungefall vor dusser tidt begeven, also dat Cordt Hessen gantz unvorsichtigen und sunder synen willen demsulven Wolter Kreickman ein oge uthgestot” (Brschw. Beisp. ed. Mack 107), (Sprw.:) „Ungevall kumpt mennigem up de Handt, Hefft doch nenen Baden darna gesant” (Reimb. 112); — Missgeschick, „Daraf schude om ungevel, went he lêp in ein stark sêl, dat dar dem wilde was gesat” (G. v. M. ed. Seelmann 24). — 2. widriger Umstand, missliche Lage, „Teghen de viende vte der helle Vnde teghen ander vngheuelle Hebbe gy den schilt der rechtigheyt” (Engels Unterweis. 11), (Tellerinschrift:) „De syne frunde prouen wyl vnde schal de proue ße in vngeual” (Meckl. Jb. 23, 296); — Höllenqual, „Swich stille vnde hebbe vngevelle, Du blifft myt vs hyr in der helle” (Sündenfall 203). — 3. Schaden, Einbuße, „de tynße darna to gevende, dat were one sware. unde hedden dat jo tovoren vulbordet ... wat schade unde ungevall darvan mochte komen” (Chr. d. d. St. 16, 439), „De wille is vorghifftiget ... mydt. deme vngheualle der vorgettenysse” (Prompt. med. ed. Seidensticker 49); — Mangel, „Armod is ok en sware borde, unde vele der dinghe synt swar to lidende an ungeval” (Derendorf 258). — 4. Streit, „thoerkennen geven laten, dat sich ein erbarmlich ungefall twischen ehm und jwen sone ... erhaven, also dat gemelter jwer sone dotlich vorbleven” (Livl. Güter-Uk. 2, 738). — 5. Verbrechen, Missetat, „den 17 julij werdt gelidet Arnt Kroger von wegen eins togedragenen vngefals haluen, so hie ahn Henrich Anrepe begangen heft” (Reval Geleitsb. 118), „Item []we de in ghilden was, syn ungeval gans wol genas: dorch hulpe der vulmechtigen most me one nicht tuͤchtighen” (Chr. d. d. St. 16, 170). — S. auch unval.
2107 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ungevalstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ungeval stm. unfall, unglück möht die werlt erbarmen mîn vil grôʒ ungeval Er. 6033. nu nâht der kristen ungeval W. Wh. 4…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ungevalN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ungeval , N. nhd. Unfall, Unglück, Unglücksfall, Missgeschick, widriger Umstand, missliche Lage, Höllenqual, Schade, Sch…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungeval

10 Bildungen · 10 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ungeval

un- + geval

ungeval leitet sich vom Lemma geval ab mit Präfix un-.

Zerlegung von ungeval 2 Komponenten

ung+e+val

ungeval setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ungeval‑ als Erstglied (10 von 10)

ungevallen

KöblerMhd

ungeval·len

ungevallen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. ungeschehen, unergangen, nicht angefallen, nicht als Ertrag angefallen Q.: Apk (vor 1312) (FB *ungevall…

un(ge)vallich

MNWB

ungeval·lich

un(ge)vallich , -gevellich ( ungvellich , unghewelik ), adj. (flekt. -g- ): 1. unglücklich, „ Dat is wal eyn yamerlick und eyn unghevallich …

ungevallichêⁱt

MNWB

ungevallich·eit

° ungevallichêⁱt , f. : Elend, „ dat (vleisch der verdomeden) sal altyt in der krankheit vnde vngeuallicheit bliuen ” (SL 5, 55: Dial. Greg.…

ungevallichhēt

KöblerMnd

ungevallichhēt , F. nhd. Elend E.: s. ungevallich, hēt (1) W.: s. nhd. Ungefälligkeit, F., Ungefälligkeit, DW 24, 669? L.: MndHwb 3, 2, 481 …

ungevallichēt

KöblerMnd

ungevallichēt , F. Vw.: s. ungevallichhēt*

ungevaltet

KöblerMhd

ungeval·tet

ungevaltet , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „ungefaltet“, unzerstört, nicht zu Boden geworfen Q.: TürlWh (nach 1270) (FB ungevalt) E.: s. un, geval…

ungevalwet

KöblerMhd

ungeval·wet

ungevalwet , Adj. nhd. unverwelkt E.: s. un, gevalwet W.: nhd. DW- L.: Lexer 469a (ungevalwet)