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unerquicklich

nhd. bis GWB · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unerquicklich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 500
unerquicklich, adj. adv. , nicht oder wenig erquicklich. 11) passiv quod allevari, refici, recreari nequit, irremediabilis, irreparabilis Stieler 1492; doch sie (die musen) lieszen mich im schlafe, dumpf und unerquicklich, liegen Göthe 2, 96 (die musageten 10). vgl. th. 2, 1524, 3. Boucke 164. heute unüblich. 22) activ wie unerquickend (einen unruhigen unerquickenden schlaf Nicolai Noth. 1, 65; Rückert 3, 156 ob. sp. 446), nl. niet verkwikkend, n. uvederkvægende, schwed. ovederquickande. noch nicht bei Adelung, doch act. erquicklich schon bei Logau (reviviscens, respirans Stieler). vor unangenehm, unerfreulich, unergötzlich zeichnet sich unerquicklich durch seinen beträchtlichen gefühlswert aus, der in sinnlicher grundvorstellung wurzelt: was lebendige wirkung zu thun, leben, labung, erfrischung zu spenden nicht im stande oder geeignet ist. vgl. erfreuen und erquicken bei Göthe ob. th. 3, 940, 3; ergötzen und erquicken: ich ergötze mich am bunten, ich erquicke mich im blau Göthe. 2@aa) sinnliche vorstellung waltet vor: ja, eure reden, die so blinkend sind, in denen ihr der menschheit schnitzel kräuselt sind unerquicklich wie der nebelwind, der herbstlich durch die dürren blätter säuselt Göthe Faust 556. in dünner und unerquicklicher gespenstigkeit Arndt 1, 76; ungesunde, unerquickliche nahrung Börne 1, 181; der fade unerquickliche theedampf Eichendorff 2, 154; der schlaf ... war aber stürmisch bewegt und unerquicklich Keller 3, 97. 2@bb) allgemein übertragen: unerquickliche verhältnisse, umstände; ein unerfreuliches, unerquickliches, unerbauliches wesen Göthe IV 17, 123, 7 Weim.; dogmatik I 41, 2, 268, 5 Weim.; in dieser dürren und unerquicklichen zeit Görres briefe 3, 130; gleich wirst du selbst dich abarbeiten unerquicklich Rückert 8, 343; so unerquicklich verschieden Gervinus gesch. d. d. dichtung 3, 329; desto unerquicklicher sah es in Hohendorf aus Holtei erz. schr. 4, 84; die unerquicklichsten gegenden Gutzkow 7, 476; der unerquicklichsten, dürrsten, stockigsten erörterungen 10, 138; erinnerungen Bismarck gedanken 2, 60; das unerquickliche des zustandes O. Ludwig 2, 357. von personen: auch in dieser bernsteinhexe würde der Wittich an einen leider ganz manirirten und unerquicklich gewordenen schauspieler .. kommen Laube an Tieck bei Holtei vierzig jahre 2, 232. —
2337 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unerquicklichadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Unerquicklich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht erquicklich, nicht erquickend. Eine unerquickliche Ruhe. Ja eure Rede…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unerquicklich

    Goethe-Wörterbuch

    unerquicklich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unerquicklich

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unerquicklich 2 Analysen

un- + erquickeln + -lich

unerquicklich leitet sich vom Lemma erquickeln ab mit Präfix un-, mit Suffix -lich, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: un-+erquicklich

unerquicklich‑ als Erstglied (1 von 1)

unerquicklichkeit

DWB

unerquicklich·keit

unerquicklichkeit , f. Campe : was sich so lange in eintöniger unerquicklichkeit hingeschleppt hatte ( das unglück ), muszte sich endlich in…