Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unbeholfen part.-adj. adv.
unbeholfen , part.-adj. adv. , gegentheil des seltenern, von Göthe gebrauchten, wahrscheinlich durch rückbildung gewonnenen adj. (wohl) beholfen, in der hauptbedeutung unbehilflich gleich. vor plump, ungeschickt u. s. w. hat unbeholfen die milde des tadels voraus ( vgl.: Törrings prosa ist knorrig, zuweilen plump, immer unbeholfen Hebbel br. 4, 347 ), vor unbehilflich die leichtere, bequemere form; da beholfen nicht durchgedrungen und die bestimmungen mit genitiv oder präpos. beim unabhängigen gebrauch des adj. unbeholfen weggefallen sind, eignete sich das isolierte wort zu ausschlieszlicher a…