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Traun

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Traun

Bd. 4, Sp. 656
Traun, eine Partikel, welche als ein Nebenwort der Versicherung, der Betheurung gebraucht wird, und entweder zu Anfang eines Satzes, oder auch nach einigen Worten stehet. Das Hebräische Volk ist traun nicht zu verachten, Judith 10, 20. Es ist traun wahr. Im Hochdeutschen ist diese Partikel in den gemeinen Sprecharten veraltet, obgleich die Niedersachsen sie noch haben, wo sie trouen lautet. Sie scheinet im Oberdeutschen, wenigstens in einigen Gegenden, am gangbarsten zu seyn. Gottsched und andere Sprachlehrer rechnen sie zu den Interjectionen; allein diesen Nahmen verdienet sie mit nicht mehrerm Rechte als wahrhaftig, ja, gewiß und andere versichernde Nebenwörter. Anm. In dem Heldenbuche und bey dem Kaisersberg entrawen. Daß dieses Wort von trauen, oder vielmehr von Treu abstammet, ist wohl gewiß, obgleich die Form oder Ableitungsart noch ein wenig dunkel ist. Indessen hat man im Schwedischen eine ähnliche Partikel, welche trå lautet, aber mehr zu Verwünschungen gebraucht wird; trä mig! wofür der Deutsche Pöbel hohl mich! sagt; trå dig! hohl dich! Ihre glaubte, daß dieses trä ursprünglich der Nahme eines bösen Geistes sey, zumahl da der Teufel im Ißländischen noch jetzt Thraen und Tramen genannt werde. Ob dieses trå und unser traun einander zur Erläuterung dienen können, mögen andere untersuchen.
1318 Zeichen · 11 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Traun

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Traun , eine Partikel, welche als ein Nebenwort der Versicherung, der Betheurung gebraucht wird, und entweder zu Anfang …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    traun

    Goethe-Wörterbuch

    traun [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Traun

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Traun , Otto Ferdinand, Graf von Abensberg, geb. 1677, trat zuerst in brandenburg., dann in kaiserl. Dienste, focht in d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traun

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

traun‑ als Erstglied (9 von 9)

Traunicht

Wander

traun·icht

Traunicht Traunicht ist gut vor Betrug. Lat. : Quos credis fidos, effuge tutus eris. ( Seybold, 517. )

traunis

DWB

trau·nis

traunis , träunis , f. , soviel wie dräunis ' drohung ', siehe drohnis th. 2, 1427.

Traunschel

SHW

Traunsch-el Band 1, Spalte 1671-1672

traunscheln

SHW

traunsch-eln Band 1, Spalte 1671-1672

Traunschel

PfWB

traun·schel

Traunschel f. : ' Schaukel ', Trounschel (drǫunšəl) [ ZW-Ixh ]; vgl. Trunschel , Transchel , Tränschel . Syn. s. Schaukel . — Rückbildung au…

traunscheln

PfWB

traun·scheln

traunscheln schw. : ' schaukeln ', traunschele (draunšələ) [ ZW-Gr'bundb ], trounschele [ ZW-Ixh ]; vgl. trunscheln , transcheln . Syn. s. s…

Traunsee

Meyers

traun·see

Traunsee ( Gmundener See ), See in Oberösterreich (s. Karte »Oberösterreich«), 422 m ü. M., ist 12 km lang, 3 km breit, bis 191 m tief, wird…

Traunstein

Meyers

traun·stein

Traunstein , unmittelbare Stadt im bayr. Regbez. Oberbayern, 598 m ü. M., an der Traun, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Salzburg-München, T…

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APA
Cotta, M. (2026). „traun". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/traun/adelung?formid=T01050
MLA
Cotta, Marcel. „traun". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/traun/adelung?formid=T01050. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „traun". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/traun/adelung?formid=T01050.
BibTeX
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