lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

²tōgen

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
54
Verweise raus
6

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

²tōgen swv.

Bd. 3-1, Sp. 1072
2tōgen tȫgen?, tāgen (taegen), swv.: I. trans. ziehen. — 1. etw. oder jemdn. in eine bestimmte Richtung bewegen, ziehen, „soe schal eyn ider syn schute uthsetten unde taegen die schepen by eynander” (Emder Jb. 2, 1, 129), „So wor ienech man bi enes echten mannes wiue begrepen wert, de schal getoget werden van deme wiue. per Priapum. dor de stat in den straten vp unde neder” (Lüb. StR ed. Korlén 95), „So welic man begrepen wert mit eme ledigen wiue, si se vri ofte eghen, de en echte wif heuet, den sal dat wif bloth tho- []ghen” (Rig. StR 177), hochziehen, „Item vor 1 panne vor de wermken uppme hus unde 3 par haken, dar de ledderne spanne mede getoeget siin, unde 1 iserne panne uppe dat prefaet 3 f. unde 1 s.” (Reval KR 1, 2, 441); — (Vbdgg.:) tô sik t. jemdn. auf die eigene Seite ziehen, „Des hadde de mergenomede Gert mit etliken synen vrunden van Deventer vorsamelinge, bunt unde conspiracie gemaket, de vurdermer vele van anderen Osterlingen to zick getoghet hadden” (Lüb. Ub. 11, 94), tô rechte t. vor Gericht vorladen, an den Pranger stellen, vorführen, „Wert auerst eyn man begrepen by eynem echten wiue, den schal men togen to rechte” (Hamb. StR ed. Reincke 128). — 2. schleppen, „Taghen trahitare” (Voc. Strals. ed. Damme 403), „Trecken taghen trahitare” (ebd. 417), (vom Fischfang:) mit dem Netz befischen, „welke vormundere myt juwer erbarenheit ghunst vnde willen gherne wolde zodane blygh wedder visschen vnde taghen laten” (Finn. Ub. 7, 344). — 3. jemdm. etw. beibringen, lehren, „Alse de arn tocket sine iungen tu uligene” (Westfäl. Ps. 150). — 4. hinauszögern, verzögern, „Of en vrowe de en kint dreghet enne edh don scal, dene ne scal se nicht don er se des kindes is ghenesen unde in kerken is ghegan. Welde se dat ok deste leng töghen, dat se nicht in kerken ne ghinghe den edh mede to töghende, des ne scal nicht sin” (Gosl. StR 78). — II. intrans. eine Bewegung vollziehen. — 1. herumziehen, „Wente he is des koninghes voeget Wor he in deme lande toghet” (Schachb. 180). — 2. spielen, an etw. zupfen?, „werpet ein Moderpert einen wolgeschapenen Valen, ... [der] in Geberden einem Hunde gelik sich vorhelt, ein Stro in Munde nimbt, darmit taget unnd ummet Huß loppet, ock bellet alß ein Hundt” (Neoc. 2, 344). — Vgl. 1tên, tocken. Subst.
2298 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    togen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    togen s. tugen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    togensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    togen , sw. V. Vw.: s. tȫgen (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Togen

    Campe (1807–1813)

    ≠ Togen ,

  4. modern
    Dialekt
    t²genV.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    to²gen V. [ Lst Enr Isl Arn] 1. zeigen (Frbg.) ( Lst Wk ); merken lassen, äußern ( Enr Holthaus ). — Ra.: Brüuks di vand…

Verweisungsnetz

65 Knoten, 58 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Hub 1 Kompositum 56 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit togen

25 Bildungen · 6 Erstglied · 15 Zweitglied · 4 Ableitungen

togen‑ als Erstglied (6 von 6)

togenlīche

KöblerMhd

togenlīche , Adv. Vw.: s. tougenlīche

togentlik

KöblerMnd

togentlik , Adj. Vw.: s. tȫgenlīk*

togen als Zweitglied (15 von 15)

getōgen

MNWB

get·ogen

getōgen , part. prt. adj. , wohlerzogen, züchtig. —

ingetōgen

MNWB

inge·togen

ingetōgen (-getāgen) , ppt. , adj. , zu Hause aufgewachsen, ohne Lebensart; zurückgezogen , eingezogen, ên i. lēvent. Vgl. intōgen.

intōgen

MNWB

into·gen

intōgen , ppt. adj. , 1. einheimisch, eingesessen; 2. i. kindere dem Werk angehörig , von Zunftangehörigen abstammend. S. noch ingetōgen.

sêl(e)tōgen

MNWB

sele·togen

sêl(e)tōgen (seel-) , -tāgen , -dāgen (SL), swv. , in den letzten Zügen liegen, agonizare .

ümmetōgen

MNWB

uemme·togen

° ümmetōgen , swv. : an einen anderen Ort bringen, umstellen, „ als der kerken vormundere darsulvest etlike olde kisten und beholtnis na ich…

unbetōgen

MNWB

unbet·ogen

° unbetōgen , adj. : nicht als Erbe festgelegt, „ starfft de dochter de wthgebodelt is vnde hefft geen kinder ghehad: so is des dochters gue…

un(ge)tōgen

MNWB

ung·e·togen

un(ge)tōgen , -getāgen , adj. : 1. nicht gezeugt , „ Waer een man ghewondet wort an sijn ghemechte dat he nicht telen kan, ix marck voer de …

untogen

KöblerMnd

unt·ogen

untogen , (verneintes Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. untōgen

²unvortōgen

MNWB

2 unvortōgen , präp. : c. Gen. unbeschadet, „ her Beseke toch uth deme hove ... unvortoghen sines rechtes ” (Ub. Hildesh. 1, 505).

vortogen

KöblerMnd

vort·ogen

vortogen , sw. V. Vw.: s. vörtoien* L.: Lü 528b (vortogen)

Ableitungen von togen (4 von 4)

²enttōgen

MNWB

2° enttōgen , swv. , fort-, dahinziehen.

getōgen

MNWB

getōgen , part. prt. adj. , wohlerzogen, züchtig. —

untogen

KöblerMnd

untogen , (verneintes Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. untōgen