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Tacken

mnd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Tacken

Bd. 8, Sp. 1023
Tacken das Wort, mit der Sache veralt., nur noch hier u. da in RA. u. Zs. lebendig, ohne dass man den urspr. Sinn versteht, ist lrhn. Rhfrk aus Wend-Reichenb Werschw, Mosfrk von der Saar aus Saarl, Merz, Saarbg u. anschliessend aus Trier, Wittl, Bernk-Longkamp Merschd, Koch, Daun, Bitb, Prüm u. anschliessend Rip aus Malm, Monsch, Schleid, Aden, Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, Aach-Eschw, Grevbr, MGladb, rrhn. aus Siegld, Altk-Wildenbg, Neuw-Rheinbreitb, Sieg, MülhRh, Waldbr, Gummb-Homburgisch u. NBerg aus Sol, Mettm, Lennep überliefert, u. zwar tak Wend-Werschw, Saarl; -ā:- Wend-Reichenb, Merz, Saarbg, Trier-Igel; tā:k f. u. tā:kən m. Bitb; tak f. Bitb-NWeis Seimerich, Prüm-Habschd Ihren Mützenich Waxw, Malm [-ā- :Aldring Amel Hünning Neiding Vith], Monsch; sonst Mosfrk tākən, –ā:- [-a- Bernk-Longkamp Merschd, Goar-Macken]; LRip tagə [Aden, Schleid-Dollend, Bo-Kardrf -ā:k-; Aden-Weibern tā:k; Schleid-Glehn, Bo-Witterschlick dakə; Köln-Frechen, Dür-Golzh takə; Bergh-Hüchelhv Kirchherten, Grevbr, MGladb tak; Schleid-Urft takəl; Dür-Vettweiss tagət]; Siegld, Altk-Wildenbg, RRip in Sieg, Bo-Holtorf, Waldbr, Gummb-Homburgisch tsakə; NBerg (s. o.) takə [Lennep-Tente takəl], Pl. -kən m.: 1.a. die durch eine Eisenplatte (Takeneisen) verschlossene, ca. 1 m breite Durchbrechung der Brandmauer zwischen Küchenherdstelle u. Stube u. die Eisenplatte selber; dann diese Mauer-, Ofennische in der Stube, Platz hinter dem Ofen, wo das Holz zum Trocknen aufbewahrt wurde u. eine Bank od. der Grossvaterstuhl stand; em T. setze, lige Allg. (veralt.). RA.: Dem sein Hor sen so schworz wei en T. Merz-Losh; su schw. wie en T. Bitb-NWeis. De es esu wärm wie e Täggelche ist sehr verliebt, hat Fieber Bo-Poppelsd. Wenn du vür'm Ren (Regen) dohem bös, bruchs de dech en dem T. net ze drüge (trocknen)! zu einem Langsamen Aden-Liers, Eusk, Bo-Rösbg. Der hät der T. gewīss (geweisst, gekälkt) trägt ein weisses, gebügeltes Vorhemd, eine offene Weste Malm, Schleid, Eusk, Rheinb, Bo; er hät der T. gewichs trägt einen Zylinderhut Eusk-Weiler; du kanns mer de T. wichse! abschl. Antw. Bo-Werthhv. Jung, gangk de T. wīsse! lass mich in Ruh, mach, dass du fortkommst Bo-GrauRheind. Zo Bischelbach (in Luxemburg) a (in) Römpesch hirer T. as de Mött (Mitte) vun der Wölt Bitb-Seimerich. A.: Gehe ich mit? B. scherzh.: Mat dem Heihämbleifcherkärchen bes an den T. Saarbg-Cahren; op Hämbl., da fohre mer bes en osen T. Saarbg-Rodt. Des Näts (Nachts) lit et wie en Schlang em Zacken un den Dag üəver häut et Flesch? die Peitsche Waldbr. — b. kleine, durch eine Tür verschliessbare Wandnische hinter dem Ofen in alten Bauernstuben; kleines Wandschränkchen, in der Wand eingebaut, sofort oberhalb des Fussbodens, meist in der Nähe des Schornsteins Saarbg, Eif (s. o.), Malm, Monsch, Ahrw, Schleid, Eusk, Rheinb, Bo, Aach-Eschw, Neuw-Rheinbreitb, Waldbr; kl, freistehendes Schuhschränkchen, am Herd stehend, mit Türchen Rheinb, Bo; Steingesims hinter dem Ofen, zum Aufstellen von Töpfen Saarl-Berus. — c. breiter, eiserner schwarzglänzender Rand unten um den Ofen herum, auf den man die Füsse setzt NBerg (s. o.). — 2. übertr. a. Vorraum zum Schweinestall Bo-Lengsd. — b. Raum unter der Mehlbank Eusk-Zülp. — c. Vertiefung am Ende der Kegelbahn, in die die Kegel hineinfallen Rheinb-Peppenhv; Kugelfang auf der Kegelbahn Rheinb-Schweinh; Platz auf der K., wo die Kegel aufgestellt werden Rheinb-Morenhv Palmersh. — d. überstehender hinterer Teil der Langkarre Mettm-Hardenbg Neviges Stdt, Düss-Volmerswerth. — e. scherzh. Hosenboden Rheinb-Ramershv. — f. scherzh. das gebügelte Vorhemd, die g. Hemdbrust; ene T. anhan Eusk (s. o. de Tagge wisse). — g. Tackches ein Klickersp., wobei die Spieler mit der Kardätsch, einer eisernen Kugel, nach den Kl. werfen, die vor einer Wand senkrecht hintereinander eingesetzt sind Saarbr-SJohann.
3934 Zeichen · 90 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tackensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    tacken , sw. V. nhd. berühren, anrühren, betasten, zwacken, zwicken, mit Worten reizen ÜG.: lat. tangere E.: s. ae. tace…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tacken

    Goethe-Wörterbuch

    tacken [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Tacken

    Rheinisches Wb.

    Tacken das Wort, mit der Sache veralt., nur noch hier u. da in RA. u. Zs. lebendig, ohne dass man den urspr. Sinn verste…

  4. Sprichwörter
    Tacken

    Wander (Sprichwörter)

    Tacken Tacke (rühre) de Katt nich an, segt de Frûn tau'n Hund. ( Hildesheim. ) – Hoefer, 287.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tacken

36 Bildungen · 30 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von tacken 2 Komponenten

tac+ken

tacken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tacken‑ als Erstglied (30 von 30)

Tackenblässe

RhWB

tacken·blaesse

Tacken-blässe -blęs Daun-Hillesh , Schleid-Dollend f.: verächtl. 1. breites, blasses Gesicht. — 2. kränkl. Person, die gern hinter dem Ofen …

Tackenduw

MeckWB

tacken·duw

Tackenduw f. Ringeltaube, columba palumbus Wo. V. 2, 1001 a; Syn.: Knorren-, Kringel-, Ringelduw.

Tackeneisen

RhWB

tacken·eisen

Tacken-eisen (s. S.) Allg. n.: 1. die in dem Durchbruch zwischen Küchenherd und Stube eingelassene, meist durch Reliefs (Bibelszenen, Figure…

Tackenfrau

RhWB

tacken·frau

Tacken-frau -frE:χ (-grossmutter) Merz-Saarhölzb f.: verächtl. –hucker.

Tackenhucker

RhWB

tacken·hucker

Tacken-hucker WMosfrk m.: verächtl. 1. einer, den es leicht friert u. der sich hinter den Ofen verkriecht, Stubenhocker. — 2. tsakənhokər kr…

tacken II

RhWB

tacken II -a- = zacken (s. d.).

tacken III

RhWB

tacken III -āk- OBerg schw.: tappend gehen, im Rätsel vom Menschen: Et komen zwei Hacken (Beine) den Hoff erop ze t.; dobovver en Mellsack (…

tacken IV

RhWB

tacken IV das Wort ist geschlossen verbr. im NBerg, n. einschl. Ruhr, in Klev , Mörs , Geld , SNfrk, Eup , Aach-Merkst , u. zwar takə(n), me…

Tackenkraut

Campe

tacken·kraut

† Das Tackenkraut , — es, Mz . u. ein Name des Flachskrautes oder Frauenflachses (Antirrhinum linaria L .).

Tackenkrut

MeckWB

tacken·krut

Tackenkrut n. Gemeines Leinkraut, linaria vulgaris Schill. Kr. 2, 24 a ; E. Krüg. 50. So benannt, weil es zu einer Salbe gegen Hämorrhoiden …

Tackenloch

RhWB

tacken·loch

Tacken-loch Koch-Lutzerath n.: Nische hinter dem Ofen, zum Aufbewahren des Brennholzes.

Tackenmann

RhWB

tacken·mann

Tacken-mann , häufig {ete}Tacken-männchen Ahrw , Schleid , Eusk , Rheinb , Bergh m. (n.): 1. ursprüngl. kleine, geschnitzte Figur, die man a…

Tackenofen

RhWB

tacken·ofen

Tacken-ofen NBerg m.: O., der unten herum mit einem breiten Eisenrand umgeben war, worauf man im Winter gern die Füsse stellte (veralt.).

Tackensalw

MeckWB

Tackensalw f. Hämorrhoidensalbe Schill. Kr. 2, 24 b .

Tackenschaff

RhWB

tacken·schaff

Tacken-schaff -šāf WEif, Sieg-Braschoss n.: Wandschrank neben dem Stubenofen, durch eine Tür od. einen Vorhang geschlossen; Wandnische als S…

tackentig

MeckWB

tack·entig

tackentig für tachentig bei Bri.: Anno tackentig 2, 28; Anno tacken un tackentig (1788) 133.

Tackenvaagt

MeckWB

Tackenvaagt m. wie Tackenförster Wa; Ro Ribn .

Tackenwurzel

RhWB

tacken·wurzel

Tacken-wurzel takəwǫrtəl Geld-Schravelen f.: knotige Braunwurz, Scrophularia nodosa, als Tee gegen Tack 2 d getrunken.

tacken als Zweitglied (4 von 4)

afstacken

MeckWBN

Wossidia afstacken das Ufer durch ein Stack 2 befestigen, absteifen: an de Müritz ward afstackt Wa Waren@Röbel Röb ; Lu Ludwigslust@Dömitz D…

marentacken

KöblerMnd

maren·tacken

marentacken , Sb.? nhd. Mistel, Alfranke ÜG.: lat. viscum album? E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 219b (marentacken)

rintacken

MeckWBN

rint·acken

Wossidia rintacken hineinkreuzen; bildl. einbiegen: as ick ... in de Wokrenterstrat rinnetacken ded' Bri. 7, 195; nu tacken S' man wedder ri…

ticktacken

DWB

tick·tacken

ticktacken , verb. 1 1) intransitiv, ticktack machen, vom ton der wanduhr Danneil 223 a . 2 2) transitiv, nd. tiktaken oft anstoszen, reizen…

Ableitungen von tacken (2 von 2)

betacken

DWB

betacken , contrectare, betappen. Stieler 2245 . es ist auffallend, wie eine menge mit t a anlautender verba sich im begriffe des anrührens,…

vertacken

RhWB

ver-tacken: 1. einen v., gehörig ausschelten, auch einem de Kopp v. Ruhr, Dinsl . — 2. vertackt, missmutig, verärgert Grevbr-Wickr , Mörs-Pe…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „tacken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tacken/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „tacken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tacken/rhwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tacken". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tacken/rhwb.
BibTeX
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