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Swil

as. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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13 in 9 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Swil n.f.m.

Bd. 5, Sp. 761
Swil n.f.m. [allg.] 1. verdickte und verhärtete Hautstelle als Folge von Druck, Anstrengung; Hornhaut (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Jao, so’ne Arbeit deoet de Städtsken nich gērn, dat gifft Schwiälen inn’e Hänne (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Heu hät de ganßen Hand vuller Schwielen arbeitet schwer (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Do kriss ’e Swïelen van (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: He hett Swill up’n Magen hat einen unempfindlichen Magen (Münsterl WWB-Source:16:BahlmBahlm || mehrf.). De Stadtarbäiders häbbt Schwill vöör’n Buuk van’n Schüppenstell haben Schwielen vor dem Bauch vom Spatenstiel, sie gelten als faul (WmWb). Dai heät Swïel amm’e Ächßen dem haben die Prügel auf den Hintern nicht wehgetan (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl || mehrf.). Du häs wal Swill in de Uorne (Ohren) hörst wohl schlecht (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Döu kriss woät opp’et Swïel! kriegst Schläge (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). — Sprichw.: ’ne Schwiele an de Hand ess biätter att enn golnen Ring am Finger (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnerheideHd). Bis me Schwielen inn’en Hals kricht, is me ’t Hangen gewuhnt (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@DriburgDb). De Katholsken hett dat Swiel vüör diän Kneiern, de Luthersken vüör diäm Ächsten (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Van’t Arwen (Erben) krigs keen Schwill in de Hande (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 2. Blase (an Hand oder Fuß). — 3. Furunkel (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 4.1. warzenähnlicher Auswuchs an den Beinen (beim Pferd). — 4.2. Afterklaue (Frbg.) (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh). — 5.1. Grasnarbe (das Gras mit der oberen Bodenschicht, in der es wurzelt) [Bri, verstr. Kr. BürenBür Olp]. — 5.2. unbebauter Acker (Kr. BrilonBri Ah). ⟨Swil [WMünsterl (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe m.) Kr. SteinfurtStf Kr. CoesfeldKos Mün], ›Swiᵉl‹ [Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. LüdinghausenLhs Kr. BeckumBek Kr. HöxterHöx Mark (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch m.) Kr. SoestSos MSauerl Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri (Kr. Brilon@AssinghausenAh m.) Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp], ›Swiᵉle‹ f. [Kr. MindenMin Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. BielefeldBie Kr. DetmoldDet Kr. WiedenbrückWie die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos Kr. ArnsbergArn Olp]. — Genus: n., wenn nicht anders angegeben⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,2071: Schwill (Verweis auf Schwiele) sowie 7,2070: Schwiele; HnVwb 3,537: Schwill(e) (Verweis auf Schwiele) u. 3,536: Schwiele f., Schwiel m. sowie HnVwb 3,537: Schwill ‘Grasnarbe; Boden’. Zus.:→ Arbēdes~.
1831 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    swilst. N. (a)

    Köbler As. Wörterbuch

    swil , st. N. (a) nhd. Schwiele ne. weal (N.) ÜG.: lat. callum GlPW, GlTr, GlVO Hw.: vgl. ahd. swil (st. N. a) Q.: GlPW …

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    swilst. N. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    swil , st. N. (a) nhd. Schwiele, schwielige Haut ne. weal (N.) (2) ÜG.: lat. (boletus) Gl, callum Gl, callus Gl, (copadi…

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SWILstn. stm. stv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    SWIL stn. stm. 1. schwiele. ahd. swil, swilo Graff 6,872. Schmeller 3,535. zu einem verlorenen stv. swil, swal, swâlen w…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    swilM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    swil , M. nhd. Bratenstück vom Hals E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 3, 716 (swil)

  5. modern
    Dialekt
    Swiln.f.m.

    Westfälisches Wb.

    Swil n.f.m. [allg.] 1. verdickte und verhärtete Hautstelle als Folge von Druck, Anstrengung; Hornhaut ( Dor Wl ). Jao, s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit swil

48 Bildungen · 39 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

swil‑ als Erstglied (30 von 39)

Swilǟrs

WWB

Swil-ǟrs Swillees Person, die sich vor schwerer Arbeit drückt und daher Schwielen auf ihrer Sitzfläche bekommt ( Pad Da).

Swilbǟr

WWB

swil·baer

Swil-bǟr m. a) Eber mit starkem Schild ( Dor Wl ). — b) dickfällige Person ( Dor Wl).

Swilbast

WWB

swil·bast

Swil-bast m. robuste, unempfindliche Person; jmd., der alles ertragen kann ( WmWb ).

swilce

KöblerAe

swilce , Adv. Vw.: s. swelce

swilch

Lexer

swilch adj. schwül Schm. Fr. 2,631. vgl. Kwb. 229. Schmid 459. — adv. auf schwüle, ängstliche weise: wirt mir die weil so schwilich lank Fas…

swildôk

MNWB

swil·dok

° swildôk , schwil- , m. : (wohl:) grobes Leinentuch , Zwillich, satteyn und andere sîtwerke percham s. benette und andere wāre (Krumbholtz …

Swildrükkel

WWB

Swil-drükkel Blase (an der Hand) (Frbg.) ( Wdf Wk).

swildōk

KöblerMnd

swildōk , M. nhd. grobes Leinentuch, Zwillich E.: s. swil (2), dōk (1) L.: MndHwb 3, 716 (swildôk) Son.: örtlich beschränkt

swilek

MNWB

swilek s. swelk.

swilezzunga

KöblerAhd

swilezzunga , st. F. (ō) Vw.: s. swilizzunga*

swilezzōn

KöblerAhd

swilezzōn , sw. V. (2) Vw.: s. swilizzōn*

Swilhāwer

WWB

swil·hawer

Swil-hāwer 1.1. Flug- oder Windhafer (Avena fatua) [ Mün Lhs]. — 1.2. die Rispe (Ähre) des Hafers (Frbg.) ( Bek Öl ). — 2. Schachtelhalm (Eq…

SWILHE

BMZ

SWILHE SWALCH SWULHEN ziehe ein, schlucke, verschlucke, schlinge, saufe. daneben swilge, swalc; ahd. swilhu, swilgu, swilku Gr. 1,939. 2,33.…

swilia · 2 Belege

KöblerAfries

swilia 2 , sw. V. (2) nhd. schwelen ne. smoulder (V.) Vw.: s. tō- Hw.: s. swaldolch Hw.: vgl. an. svæla (2), ae. swǣlan, mnd. swelen Q.: E E…

swilian

KöblerAe

swilian , sw. V. (1) nhd. spülen, waschen, gurgeln Vw.: s. be-, géagl- E.: vgl. germ. *swelpan, V., plätschern, spülen L.: Hh 337

swilich

Lexer

swil·ich

swilich adj. lau, tepidus Voc. 1482. vgl. das vorige u. swëlc, wëlc;

swilige

KöblerAe

swilige , sw. F. (n) nhd. Pfuhl Hw.: s. swilian E.: s. swilian L.: Hh 337

swilizzunga

KöblerAhd

swilizzunga , st. F. (ō) nhd. Hitze ne. heat (N.) ÜG.: lat. cauma Gl Q.: Gl (790) I.: Lsch. lat. cauma E.: s. swilizzōn L.: ChWdW9 837b (swi…

swilizzōn

KöblerAhd

swilizzōn , sw. V. (2) nhd. verbrennen, brennen, glühen ne. burn (V.), glow (V.) ÜG.: lat. calere? Gl, confrigi N Q.: Gl (nach 765?), M, N E…

Swilknubbel

WWB

swil·knubbel

Swil-knubbel m. Schwiele, verhärtete Haut. Schwillknubbel under’n Foot ( WmWb ).

swille

KöblerAe

swille , sw. F. (n) Vw.: s. swilige

swillidī

KöblerAhd

swillidī , st. F. (īn) nhd. Schwellung ne. swelling (N.) Q.: Gl E.: s. swellan? L.: EWAhd 8, 1576 Son.: Ansatz fraglich

swillinc

MNWB

swil·linc

° swillinc ( zwillinch ), swellinc, m. ( Gen. Sg. -ges ; Pl. -ge ) : Zwilling, s.-ge in ērem licham (Köln. Bibel Genes. 38, 27; Lüb.: twêsek…

swil als Zweitglied (5 von 5)

geswil

Lexer

ges·wil

ge-swil stn. BMZ schwiele, callus Voc.

giswil

KöblerAhd

gis·wil

giswil , st. N. (a) nhd. Schwiele, schwielige Haut ne. weal ÜG.: lat. callum Gl Q.: Gl (10. Jh.) E.: s. gi, swil W.: mhd. geswil, st. N., Sc…

Ableitungen von swil (4 von 4)

geswil

Lexer

ge-swil stn. BMZ schwiele, callus Voc.

swile

KöblerMhd

swile , st. M. nhd. Schwiele Vw.: s. gote- Hw.: s. swil E.: ahd. swilo* 2, sw. M. (n), Schwiele W.: s. nhd. Schwiele, F., Schwiele, hartgewo…

verswil

BMZ

verswil swv. verschwiele, werde schwielig. unz im daʒ vleisch verswilte (: bevilte) harte grôʒ vor sînen knien Pass. 261,76.

verswilen

KöblerMhd

verswilen , sw. V. nhd. „verschwielen“, schwielig machen, schwielig werden Q.: PassI/II (Ende 13. Jh.) E.: s. ver…, swilen W.: nhd. (ält.) v…

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APA
Cotta, M. (2026). „swil". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/swil/wwb
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Cotta, Marcel. „swil". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/swil/wwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „swil". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/swil/wwb.
BibTeX
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