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Suite

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Suite

Bd. 19, Sp. 192
Suite (franz., spr. ßwīt'), Folge, Gefolge, besonders von Militärpersonen, die den Landesherrn oder höhere Vorgesetzte bei Besichtigungen begleiten; über Offiziere à la s. s. Offizier. – In der Musik ist S. (Partie, Partita, franz. auch Ordre) eine der ältesten mehrsätzigen (zyklischen) Formen, die Zusammenstellung mehrerer Tänze verschiedenen Charakters, aber gleicher Tonart und gewöhnlich auch wenigstens teilweise verwandten thematischen (motivischen) Inhalts. Die ältesten derartigen Verbindungen mehrerer Tänze (Pavane und Gaillarde) reichen tief ins 16. Jahrh. zurück. Voll ausgebildete Variationensuiten von vier Sätzen finden sich 1611 komponiert von Paul Peurl (Paduana, Intrade, Dantz, Gaillarde), solche von fünf Sätzen (Pavane, Gaillarde, Courante, Allemande, Tripla) bilden J. H. Scheins »Banchetto musicale« (1617, 20 Suiten). Seit 1650 erscheint an der Spitze der Tanzsuite, die nun zum Unterschied von der italienischen Kirchensonate (Sonata da chiesa) Sonata da camera heißt, öfter eine Symphonia oder Sonata (Ahle, Rubert, J. J. Löwe, Diedrich Becker, Johann Rosenmüller), ein Präludium (Reusner) oder eine französische Ouvertüre (Kusser, Telemann, Fasch, Bach). Die Lauten- und Klavierkomponisten fanden die Form vollständig entwickelt vor. Die vier charakteristischen Teile der S., wie sie sich unter der Hand der Klaviermeister schließlich festsetzte, sind: Allemande, Courante, Sarabande und Gigue; wurden mehr Sätze eingeschoben (Intermezzi: Gavotte, Passepied, Branle, Bourrée, Menuett, auch Doubles über ein Tanzstück), so geschah das in der Regel zwischen Sarabande und Gigue. Selten erscheint ein eingeschobener Satz vor der Sarabande. Über den Charakter der einzelnen Sätze s. die Spezialartikel. In neuerer Zeit ist die Orchestersuite durch Franz Lachner noch einmal zu neuer Bedeutung gebracht worden. Vgl. Kretzschmar, Führer durch den Konzertsaal, 1. Abt.: Sinfonie und S. (3. Aufl., Leipz. 1898, 2 Bde.).
1953 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    suitef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    suite , f. , ende des 17. jhs. aus dem französischen entlehnt; dem widerspricht kaum ein vereinzelter weit früherer bele…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Suite

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Suite [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Suite

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Suite (swit), franz., Folge, Gefolge; in der Studentensprache soviel als ein lustiges Unternehmen.

  4. modern
    Dialekt
    Suite

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Suite s. PfWB Schwitte ;

  5. Spezial
    Suite

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sui|te f. (-,-n) ‹mus› suita (-tes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit suite

7 Bildungen · 2 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

suite‑ als Erstglied (2 von 2)

suite als Zweitglied (5 von 5)

Gangsuite

GWB

gang·suite

Gangsuite Folge zusammengehöriger Gangmuster(sd) GWB Tgb 5.8.31 Eva Beck E. B.

Gebirgssuite

GWB

gebirg·s·suite

Gebirgssuite Bindestrich- u Getrenntschr wie Gebirgsfolge b Fernere Ordnung der Gebirgs-Suiten GWB Tgb 24.9.13 GWB Tgb 25.9.13 uö Syn GWB Ge…

Harzsuite

GWB

harz·suite

Harzsuite systemat zusammengestellte Gesteinssammlung aus dem Harz LA II 8A,164, 32 M125 Mineralienverzeichnis [August v Goethe?] Katherina …