Eintrag · Nachträge (Mecklenb.)
Sült f.
Sülze 1. Salzsole, -quelle, Saline; mod. Beleg für das Appellativum s. Verbündnis 2.
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Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg
Sült f., selten Sülten m. Sülze 1. Salzsole, -quelle, Saline: zum Sachl. vgl. Solt 1 (Bd. 6, 528); salina 'eine Slte' C…
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Wortbildung
54 Bildungen · 52 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen
RhWB
Sült-abend zøyltō:went NBerg (s. o.) m.: der A., an dem mehrere Nachbarsfrauen zusammenkommen, um Rübstiel zu strippen und einzumachen.
WWB
Sülte-appel m. [ Arn Mes] kleine Apfelsorte; eingesäuerter Holzapfel ( Arn En).
MNWB
° sültebēren , pl. , eingemachte Birnen (Riedel I 22, 81).
WWB
Sülte-biᵉre f. 1. Frucht des großen, vieltragenden Königsbirnbaums, mit Senf eingemacht sehr lange haltbar (Lippe Oesterh ). — 2. gekochte B…
MNWB
° sültebȫdel den Sülzern übergeordneter Aufseher (Chr. d. d. St. 36, 470 = Zs. Nds. 1881, 131). —
WWB
Sülte-fat n. [ Ahs Enr Alt] Sauerkrautfass; Fass, in dem das Sauerkraut eingemacht wird.
MeckWB
Sültefot m. a. Spr. für den Schlachter: 'Nemet dessen droghenere Unde dessen sultevot' Red. Ost. 1560.
MNWB
° sülte(gôt) , -guͦt , n. (häufig Plur. : -guͤdere ), Rente der Pfannenherren oder der Stadt Lüneburg, dat mê(i)ne s. die Gesamtrente aller …
MeckWB
Sültegut n. a. Spr. Einkünfte von der Salzquelle: 'dryer wispel Sultegudes, so dat Closter up der Sulten tho Luneborg hefft' (1537) Jb. 21, …
MeckWB
Sültekaten m. a. Spr. Siedehaus: 'wy ... wyllen em beteren unde buwen sot, sultekaten, troch unde swankroden' (1461) Jb. 11, 316.
MNWB
° sültekeller , m. , Vorratskeller für Eingelegtes ? (Ub. Münster 5, 203).
WWB
Sülte-klō²t m. schmutzige Person ( Alt Al).
MNWB
sülteknechte , nur pl. , Salinenarbeiter.
MNWB
sültekôl „frigidarium”.
MNWB
° sültekôpe , f. , Salzkufe, de s. vö̂ren alljährl . Lüneburger Volksfest zur Fastnacht. (Vgl. die Beschreibung in Nd. Jb. 5, 133.)
MNWB
sültekōten s. ° sültekāten.
WWB
Sülte-kǖwen n. 1. dicke Frau ( Lst Dr ). — 2. unsau bere, schmutzige Person: Düu Sültekuüb’m! ( Isl Is).
MNWB
° sültelü̂de , pl. , Salinenarbeiter (Ch. d. d. St. 36, 445 f. u. 472 [= Zs. Nds. 1881, 133]) .
MNWB
sülteman , m. , Arbeiter im Siedehaus.
MNWB
° sültemêⁱster , m. , Salinenpächter, Siedeherr (Saline Oldesloe: Lüb. Ub. 4, 289; 7, 724).
WWB
Sülte-mō¹s n. [SWestf (außer Hellweg) Wal] 1. Sauerkraut. In d’r Wäiertskopp gafft et en Owend bej dai Wüaste Tuffeln un Sültemaus ( Arn Hg …
WWB
Sülte-mō¹s-fat n. [ Isl Arn Mes Alt] Sauerkrautfass; Behälter, in dem Sauerkraut eingestampft wird.
WWB
Sülte-mō¹s-kump m. steinerner→ Kump im Keller zum Einmachen von Sauerkraut ( Isl Ös).
WWB
Sülte-mō¹s-pot m. [ Arn Alt] Behälter, in dem Sauerkraut eingestampft wird (Frbg.).
WWB
Sülte-mō¹s-stande f. [ Mes Wal] Kübel für Sauerkraut; Behälter, in dem Sauerkraut eingestampft wird.
MNWB
° sültemûre , f. , ein Teil der Lüneburger Stadtmauer von der Saline zum Kalkberg laufend.
MNWB
sülten , swv. , in Salzbrühe oder in Sauer einlegen; (Früchte) einmachen, gelieren, kandieren, sülte(de) nȫte, sülte(de) engever ; dick werd…
WWB
Sülten-fat n. Einmachtonne ( Enr Sw).
MNWB
° sültengelt Einnahme aus der Sülze (Staphorst I 3, 817).
WWB
Sülten-kop m. [verstr. bes. OWestf] 1. eingepökelter Schweinskopf ( Wbg Db ). — 2.1. auffällig dicker Kopf; schmaler Kopf mit dicken Backen …