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Sträk

Dial. bis sprichw. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
3 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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1

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Sträk n., f., n., f.

Bd. 6, Sp. 928
Wossidia Sträk Strick n., f. Streichholz 1. präpariertes Holz zum Schärfen der Sense; Formen: im Sg. gilt überall Sträk, daneben findet sich Strick vor allem in Lu, Ha, Schö, Wi, Ro; das Geschlecht ist vorwiegend n., daneben häufig f., selten m.: sḍrä·k n. Jac. 1, 109; Kruse 17; f. Kolz 22; Sträk m. StaStargard@BargensdorfBarg; Sandh; Strick m. Ro Rostock@KlockenhagenKlock; Pl.: vereinzelt wird noch Sträk als Pl. von Strick gemeldet: dat Strick, Pl. de Sträk (1929) Carl; LuLudwigslust@LeussowLeuss; zu dem aus den deklinierten Formen in den Nom. Sg. übernommenen Sträk gibt es einen Pl. Sträken: dat Sträk, Pl. de Sträken StaStargard@PasenowPas; Triepk; MaMalchin@BasedowBas; weitere sprachliche Belege: 'XIIII sol. pro I pare streken' (Ro 1354) UB. 13, 444 (hierzu?); Ehr Seißen de hor se Mit Hamer un Strick Bri. 1, 118; Redewendung: dei Seiß höllt kein Sträk wird leicht stumpf WaWaren@UllrichshusenUllr; ... keinen Sträk Solz; der Ruf der Wachtel (?) wird gedeutet: scharp Sträk, scharp Sträk Wo. V. 2, 999; richtiger: Ruf des Wachtelkönigs Giese Tiern. 28. Herstellung, Verwendung, Volksglaube: de Ollen hebben sick de Sträken sülben maakt ut dannen Wörtel, dei hebben sei breit snäden, dor hebben sei Löcker instäken un denn natt maakt un Sand upschürrt MaMalchin@BasedowBas; seit 1800 in RoRostock@ThulendorfThul, nachher in Ro aus Pappelholz fabrikmäßig hergestellt, wobei die etwa 40 cm langen flachen Holzstäbe mit Teer, Seesand und feinen Glassplittern bestrichen wurden: de Thulendörper Sträk wiren dull angrääpsch begehrt GüGüstrow@WokrentWokr; Bütz; Heim. 1, 22b; das Sträk wurde früher am oberen Ende des Sensenbaumes in einer Ledertasche, später am unteren Ende befestigt GüGüstrow@StrenzStrenz; auch im Stiefel aufbewahrt: dei Vörmeiher treckte sin Sträk ut den Stäwelschacht Goss. Was mein 120; mit twei oder drei Sträk kann man utkamen in 'n Sommer RoRostock@NiederhagenNiederh; Sträken würden ok in 'n Winter bruukt för 't Hackelsmetz Sta Stargard@TriepkendorfTriepk; damit schwärmende Bienen nicht fortziehen, möt man de Seiß striken mit ne oll Sträk WaWaren@JabelJab. 2. zum Abstreichen des Scheffels, wie Strikholt 1 a: dat Sträk Ma Malchin@FinkenthalFink. Häufige Syn. von 1 sind Seißen-, Seeßensträk, -strick im NW und N, Seißel-, Seeßelsträk, -strick im SW, vereinzelte Strik, Seißen-, Seißelstrik, (Seißen)striker, Strikel, Strikbrett, Sträkholt; besondere Arten meinen die Zss. Batavia-, Bim-, Botter-, Glas-, Öl-, Sand-, Schwaben-, Teer-, Zementsträk; nach dem Preis sind benannt Schillings-, Sößlings-, Viergroschensträk. Sträk m., f. Kü. 3, 302; Me. 4, 882; Teu. 2, 11; Strick f., n. Me. 4, 888; Br. Wb. 4, 1066.
2429 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Sträkn., f., n., f.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Sträk Strick n. , f. Streichholz 1. präpariertes Holz zum Schärfen der Sense; Formen: im Sg. gilt überall Sträk, daneben…

  2. Sprichwörter
    Sträk

    Wander (Sprichwörter)

    Sträk God (soll) Sträk (Ordnung) seyn Struk un krigt sin Fru bim Buk.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit straek

25 Bildungen · 22 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

straek‑ als Erstglied (22 von 22)

Sträkacker

MeckWB

straek·acker

Sträkacker m. flach umgebrochener Acker, vgl. Sträkfohr : 'daß er auch den Herbst-Dung noch vor Winter rein im Streck-Acker abfahre und unte…

sträkägen

MeckWB

straek·aegen

sträkägen den flach umgebrochenen Acker (Sträkfohr, Sträking) glatteggen Ro Kröp ; früher würd' jo sträkeneggt, dat wir de ierste Angriff in…

Sträkbalken

MeckWB

straek·balken

Sträkbalken m. beim Ziehen der Sträkfohr zwischen zwei Furchen stehengelassener Ackerstreifen, auf den die der Furche entnommene Erde gestür…

Sträkelfohr

MeckWB

Sträkelfohr f. Furche, neben der ein Sträkbalken stehengeblieben ist: Un buten ded dei Dampplaug bohren Den Acker veel tau deip herüm Tau wi…

strken

WWB

stra·ken

straeken V. streicheln ( Bek Al). ¶ Vgl. DWb 19,816 : straken . — Vgl.→ strākelen .

sträken1

MeckWB

sträken 1 den Acker flach umbrechen, die Sträkfohr ziehen: 'debet ... X iugera streeken, IX inger fimare et bis arare' (Wi 1353) UB. 13, 251…

sträken2

MeckWB

sträken 2 die Sense mit der Sträk ( s. Sträk n., f.) schärfen Lu Mall ; de Eddelfru hett nich läden, dat de Meihers strääkt hebben Schw Damb…

Sträkenbœhn

MeckWB

straeken·boehn

Sträkenbœhn m. Boden über der Diele des Bauernhauses Lu Eld ; aus ungehobelten Eichenbalken GLaasch. Zu Sträk 3 m. (?).

Sträkenmaker

MeckWB

straeken·maker

Sträkenmaker m. Hersteller der Streichhölzer zum Sensenschärfen: min Brauder wir Sträkenmaker in Thulendörp Ro Thul ; de Sträkenmaker in Mec…

Sträkenmakerdörp

MeckWB

Sträkenmakerdörp n. für Ro Thul : 'Sträkmacherdorf' Heim. 1, 22 b .

Sträkenmakerlüd'

MeckWB

straekenmaker·lued

Sträkenmakerlüd' Pl. m. Hersteller von Streichhölzern zum Sensenschärfen; Tanzreim: De Sträkenmakerlüd' Sünd de allerbesten Lüd' Sta Triepk …

strkesken

WWB

straek·esken

straekesken V. [ Stf Tek Bek] streicheln. De Moder sträökskede ehr Kind üöwer de Haore ( Stf Ar). ⟨ Vokalismus: ›ǟ‹ ( Tek Me ), sonst ›ae‹ ⟩

Sträkfohr

MeckWB

Sträkfohr f. flaches Umbrechen des Stoppelackers im Herbst sowie der so umgebrochene Acker, der dann im folgenden Frühjahr mit Sommerkorn be…

sträkhaken

MeckWB

straek·haken

sträkhaken mit dem Haken die Sträkfohr ziehen: de Küdick ... kricht bi 't Sträkhaken sienen Rest Loep. 48.

Sträking

MeckWB

stra·king

Sträking f. wie Sträkfohr: Streking gepflügte Stoppel Mi 87 b ; 'biß die Streckung völlig ümbgebracht' (1709) Bär. Ges. 3, 1, 34; 'die Strec…

Sträkmeß

MeckWB

straek·mess

Sträkmeß m. Dung, mit dem die Sträkfohr gedüngt wird (?): Streeckmeß, Braackmeß, Saatmeß Mantz. Ruh. 9, 48; sonst nicht belegt.

Sträkplaug

MeckWB

Sträkplaug m. Pflug, mit dem die Sträkfohr gezogen wird Lu GSchmölen . Me. 4, 882.

Sträkroggen

MeckWB

straek·roggen

Sträkroggen m. Roggen, der ohne Fruchtwechsel auf Roggen folgt Lu Polz . Kü. 3, 303.

straek als Zweitglied (3 von 3)

Frankensträk

MeckWBN

franken·straek

Wossidia Frankensträk f. bessere Ausführung des Sensenstreichholzes als die übliche Teersträk Sta Stargard@Neubrandenburg NBrand .

Seißelsträk

MeckWBN

Wossidia Seißelsträk , Seißelstrick n. Holz zum Streichen der Sense: Seißel-, Seeßelsträk, -strick Ha, Lu; ferner Seißelsträk Pa Parchim@Ste…

Seißensträk

MeckWBN

seisse·n·straek

Wossidia MeckWB Seißensträk , Sag'strick n. wie Seißelsträk Gü, Ro, Schö, Schw, Wi; Seißensträk Sta; Seeßensträk, -strick Schö; ferner Seiße…