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stō²ten

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

stō²ten V.

Bd. 5, Sp. 528
stō²ten V. [allg.] 1.1. in (gezielter) schneller Bewegung (mit etwas) auf jmdn., etwas auftreffen. Hai well mi stäoten (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Hä storre (stieß) mi am Ïelbūägen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). He hädd ’n medd’n Fōut stott hat ihn getreten (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Ik mogg em iärst in de Ribben stoten musste ihn erst kräftig ermuntern (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). De Bock lätt säin Stäten nit (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Ick häff ut Versaihn an’t Schapp stott, un daobi is ne Kanne herunnerfallen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — Sprichw.: Wer nich stott wern will, de bluiwe olleine in der Ehe muss sich der eine dem anderen anpassen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wenn ’m sick vor den oinen waren well, dann stött ’m sick vor den annern (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 1.2. mit kurzer, heftiger Bewegung eindringen lassen; mit kurzer, heftiger Bewegung in etwas stecken, hineintreiben. Dat Ding inn’en Ställ (Stiel) stoten (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 1.3. mit einem Stoß von einer Stelle weg-, irgendwohin bewegen. Mit Fäuten van sik stäten verschmähen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). — 1.4. durch Stoßen, Stampfen Butter herstellen. Dau deän Smant in de Kiäne un steot moel alland (schon), ick mott dei Butter neo briuken (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@WestereidenWe). — 2.1. (+ sik) in einer schnellen Bewegung unbeabsichtigt mit einem Körperteil kurz und heftig auf jmdn., etwas auftreffen, sodass es schmerzt. Sik en Kopp stauten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He stodde sick den Dääts an den Balken (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@ErleEr). He heff sick an’t Krimmelbüttken (Musikantenknochen) stott (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt). — Sprichw.: Boa de Iesel siek eenmoal stött, niemet hei siek en ander Moal in acht (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). — Sagw.: Du, hiäste di stott, sag de Biuer, do harr ’e dem Jungen den Plauchstock an’n Kopp schmïeten (Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo). — 2.2. In Verbindung mit sik und an: an etwas Anstoß nehmen, etwas missbilligen. Wenn he sick män nich doaran stott (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Do he ’k mi an stott (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 3. sich als Fahrzeug unter ständiger Erschütterung fortbewegen. Dä Wāgen stött ist schlecht gefedert (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). ⟨›sto²ten‹ [OWestf Kr. TecklenburgTek Kr. WarendorfWdf Lst], sonst ›stō²ten‹. Präs. 3. Pers. Sing.: stöt [verbr.], stot [Kr. SteinfurtStf Tek], stät (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). Prät.: 1./3. Pers. Sing.: ›sto²t‹ [Kr. AhausAhs Kr. HerfordHfd Höx], ›stē¹t‹ [Ennepe-Ruhr-KreisEnr Olp], stodde [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Ennepe-Ruhr-KreisEnr die krfr. Stadt HagenHag Isl], storre [Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], stotte [Kr. DetmoldDet Bri], stor [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Bek], stot [WMünsterl Kr. MünsterMün Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. LüdinghausenLhs Kr. WiedenbrückWie sowie Wal], stödde (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa); Pl.: ›sto²ten‹ (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@GronauGr), ›stē¹ten‹ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@WendenWn), stodden [Kr. TecklenburgTek Kr. BeckumBek Kr. HöxterHöx Ennepe-Ruhr-KreisEnr Hag], storren (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@EndorfEn), stotten (WmWb), stödden [Kr. MindenMin Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Isl], störren (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm), stötten (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DorstenDo), stönnen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh); Part.: -›stoªten‹ [Kr. AhausAhs Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. HöxterHöx Ennepe-Ruhr-KreisEnr Hag], -stot [verbr.], gestorre (Kr. IserlohnIsl El)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,756: stossen; HnVwb 3,813: stoßen. Zus.:→ kapot~, tweie~ sowie→ Kuᵉgel~.
2636 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stoten

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    stoten, st. u. sw. v. 1. trs. stossen; schieben, werfen; hineinstossen, z. B. Waren verladen, Pfähle rammen; Baken setze…

  2. modern
    Dialekt
    stoten

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    stoten -ō-, –ō·ă.- = stossen, s. d.;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stoten

15 Bildungen · 3 Erstglied · 11 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von stoten 2 Komponenten

sto+ten

stoten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stoten‑ als Erstglied (3 von 3)

stôtenack(e)

MNWB

stote·nacke

° stôtenack(e) (stoͤte-) 1. Name eines Bieres (Zs. Schl.-H. Gesch. 49, 80). 2. Name des Pik-As im Kartenspiel (Nd. Jb. 52, 70).

stôtende

MNWB

stot·ende

stôtende , n. , Schmalseite des Steins im Mauerverband (Lüb. Ub. 9, 957 A).

stoten als Zweitglied (11 von 11)

instôten

MNWB

ins·toten

instôten , st. u. swv. , I. c. A. p. hineinstoßen , durch Stoß hineinbefördern. II. c. A. r. 1. hineinwerfen, einwerfen. 2. durch Stoß zertr…

ȫverstôten

MNWB

oever·stoten

° ȫverstôten , ōver- , stv. ( Part. Prät. -[ge]stôten ): (nur in der Vbdg.:) ȫver[ge]stôten kōmen gelangen nach, hingelangen, c. Präp. tô (z…

pâlstôten

MNWB

pal·stoten

pâlstôten , swv. (3. Pl. Ind. Prät. -stotten ): Pfähle in den Untergrund treiben, rammen, den timmerlü̂den dêde pâlstotten (Ub. Hildesh. 5, …

tõhôpestôten

MNWB

tohope·stoten

tõhôpestôten ( tohoppe- ), stv. (Imp. Sg. stôt[e] tõhôpe ; Part. Prät. -[ge]stôt [ -stoet ], -[ge]stot ): (als Zubereitung von Arzneimitteln…

ümmestôten

MNWB

uemmes·toten

ümmestôten , -stö̂ten , üm- , um- , umb- , swv. : 1. zu Fall bringen, umkippen, „ He sprynget , he dantzet, he maket syk krum, So stot he va…

ungestôt(en)

MNWB

ung·e·stoten

ungestôt(en) , unstôt , adj. : 1. nicht angestoßen und unsicher gemacht, „ Dat ick ga in den rechten wech mit ungestotenen voten ” (SL 5, 53…

upstôten

MNWB

upstôten , -stö̂ten , stv. ( Präs. : Ind. 3. Sg. -stö̂t ; Konj. 3. Sg. -stö̂te [ -stode ], -stötte ; Part. Prät. -gestôten ), svw. ( Prät. :…

vorstôten

MNWB

vors·toten

vorstôten , swv. ( Prät. vorstôtte -stôte -stotte; Part. prät. vorstot), °stv. ( Prät. vorstêt -stiet, Sächs. Wchr.), 1. verstoßen, ver- tre…

ūtstoten

KöblerMnd

ūtstoten , sw. V., st. V. Vw.: s. ūtstōten*

Ableitungen von stoten (1 von 1)

bestō²ten

WWB

be-stō²ten V. (+ sik ) sich den Magen verderben. He häw sick bestott ( Stf Rh).

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stoten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stoten/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „stoten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stoten/wwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stoten". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stoten/wwb.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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