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stammbaum

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stammbaum m.

Bd. 17, Sp. 645
stammbaum, m., selten daneben stammenbaum (vgl. oben stamm I, 2): ein geschlechtregister oder stammenbaum, genealogia. Corvinus 294a; stammenbâum Schm.2 2, 755. das geschlechtsregister einer familie unter dem bilde des stammes und des geästes eines baumes vorgestellt und zur anschauung gebracht (vgl. dazu unten stammregister, stammtafel): stammbaum, legnaggio, albero di consanguinità. Kramer dict. 2 (1702), 905a; stammbaum, arbor consanguinitatis, schema genethliacum. Stieler 114; stammbaum, arbor consanguinitatis, ein gemahlter baum, dessen stamm aus dem unten liegenden stammvater in die höhe geht, und an dessen ästen die ganze blutsfreundschafft stehet. Frisch 2, 317a; stammbaum. Gottsched beobachtungen 276. plur. stammbäume Adelung; mein bild habe ich längst anfertigen lassen, sowie einen stammbaum, an dessen wurzel mein name steht. Keller 5, 77. älterer rechtsanschauung entspricht das bild nicht: das bild, in welchem sich der Germane die sippe veranschaulichte, war nicht das des stammbaumes mit seinen verästelungen und verzweigungen, sondern das des menschlichen körpers mit seinen gliedern und gelenken, und auch uns ist davon übrig geblieben, dass wir lieber von verwandtschaftsgliederung als von verwandtschaftsverzweigung, lieber von gliedern als von zweigen der sippe reden, obschon der stammbaum bei uns eingebürgert ist. Heusler institutionen 1 (1880), s. 587; ohne dasz es aber deshalb blosze übersetzung von arbor generationis zu sein braucht. mit beziehung auf das zugrunde liegende bild: des siebzehnten (geschlechtes) gar nicht zu gedenken, als von welchem wir aus einem dürren stammbaume wohl schwerlich mehr lernen dürften, als man selbst zu Schickards zeiten bereits aus dem Leunclavius wuszte. Lessing 9, 76; ein name, der zwar von keinem stammbaume beschattet wird, den ich aber in den meinigen vor vielen andern aufnehmen möchte, die, stiftmäszig, ihr leben in spiel-, trink- und theegesellschalten vergeuden. Thümmel reise 9, 5; denn der adel kann uns in allem übertreffen, nur nicht in der mehrheit; vollends da die nöthigsten stammbäume als eckstämme ganzer familien absterben, indesz das bürgerliche gras sich selber frisch nachsäet. J. Paul 33 (dämmerungen), 89; es sind folglich, schlosz der hauptmann, nur zwei fälle denkbar, entweder irgend ein litterarischer ehrenräuber gibt sich für mich aus ... oder es treibt wirklich noch ein wasserast und nebenspröszling meines stammbaums. 52 (Katzenbergers badereise 2), 37; soviel man nun von dir berühmte kinder sieht, so vielmahl sieht man dich, so offt dein stammbaum blüht, so offt wirst du hinfort in enckeln neugebohren. Günther ged. 609; stammbäume trieb man, grosz und dick, in mistbeeten mit gutem glück. Claudius 1/2, s. 158; doch geschätzt wird ein stammbaum nicht ob seinen guten früchten, sondern nur ob seinem alter — drei jahrtausend' zählt der unsre! Heine 1, 462 Elster. einen stammbaum aufrichten, aufstellen, aufsetzen, verwandtschaft und geschlechtsfolge der angehörigen einer familie darthun. den stammbaum eines geschlechts aufrichten, drizzare l'albero della stirpe ò della consanguinità, farne la genealogia. Kramer dict. 2 (1702), 905a. vgl. noch: wem unter der sonne wird es einfallen, ein paar runde wangen nach dem stammbaum zu fragen? Schiller 3, 430 (kabale und liebe 3, 2); die ersten seiten (des manuscriptes) beschäftigten sich unter beifügung eines sauber ausgeführten stammbaumes nur mit den erbverhältnissen jenes Ostenfelder pastors. Storm 5, 69; der hochmüthige reiche befriedigte sich durch leeren prunk und ersonnene stammbäume. Freytag 17, 106; schon drei mal hab' ich den kalender durchgesehen, will jetzt noch eine alte chronik durchstöbern, dort giebts so alte stammbäume mit ganz merkwürdigen taufnamen. Keller 5, 93; der, weil ihm die natur viel sitzefleisch gemacht, ... mehr bücher drückt als kennt, den kopff voll grillen stopffet, den stammbaum aller welt in sein gedächtnisz pfropffet. Günther ged. 409. auch edle pferde, und neuerdings auch hunde, schafe, schweine, haben ihren stammbaum: daher haben die mediatisierten fürsten sehr politisch gehandelt, als sie ... ihre stammbäume ebenso hoch schätzten wie die Araber die stammbäume ihrer pferde, und zwar aus derselben absicht. Heine 3, 111 Elster. dann auch: hier wars, wo wir den stammhaum der geister zum erstenmal auseinander rollten und Julius einen so nahen verwandten in Raphael fand. Schiller 4, 83; wenn man die ursprünglichen und primitiven begriffe hat, so lassen sich die abgeleiteten und subalternen leicht hinzufügen und der stammbaum des reinen verstandes völlig ausmalen. Kant 2, 112.
4631 Zeichen · 53 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stammbaum

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Stammbaum , des -es, plur. die -bäume, ein in Gestalt eines Baumes verzeichnetes Geschlechtsregister, und in weiterm…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stammbaum

    Goethe-Wörterbuch

    Stammbaum [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stammbaum

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Stammbaum , Verzeichniß von Personen, die von einander abstammen, als Baum mit Aesten und Zweigen dargestellt und mit Sc…

  4. modern
    Dialekt
    Stammbaum

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Stammbaum Band 1, Spalte 1,1491

  5. Sprichwörter
    Stammbaum

    Wander (Sprichwörter)

    Stammbaum Kein Stammbaum ist so grün, er welkt einmal dahin. Lat. : Non genus viram ornat, generis vir fortis loco. ( Ph…

  6. Spezial
    Stammbaum (pl Stammbäume)m

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Stammbaum , m (pl Stammbäume) дерево , ср , родословное [Genealogie]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stammbaum

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Zerlegung von stammbaum 2 Komponenten

stamm+baum

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stammbaum‑ als Erstglied (2 von 2)

stammbaummacher

DWB

stammbaum·macher

stammbaummacher , m. einer, der stammbäume willkürlich erfindet: für zwei scharmante, blanke, krause, geränderte, vollschwere Ludewig erklär…

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Cotta, M. (2026). „stammbaum". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stammbaum/dwb?formid=S40066
MLA
Cotta, Marcel. „stammbaum". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stammbaum/dwb?formid=S40066. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stammbaum". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stammbaum/dwb?formid=S40066.
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