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speil

mnd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

speil m.

Bd. 16, Sp. 2084
speil, m. splitter, span, zwickel, keil; hoch- und niederdeutsch verbreitetes mundartliches wort in verschiedener entfallung seines sinnes, im zusammenhang mit speidel, vgl. dazu unter letzterem sp. 2073: speil, schifer, spreiszel. voc. v. 1618 bei Schm. 22, 662; in Kärnten speil, holzsplitter. Lexer 236; hessisch als fem. spile, von einem steckholze für das befestigen von gefachen eines hauses. Vilmar 390; mit gleichem geschlechte mnd. spîle, niederl. spijl, dünner zugespitzter holzspan zum schlieszen und aufhängen der würste, spreizen der räucherfische u. s. w. (vgl. zeitschr. f. d. altert. 42, 61, wo das wort von Edw. Schröder zu mhd. splîʒen, spalten, trennen, gestellt wird); im bremischen und hamburgischen spile, stock oder stäbchen, worauf man fleisch, würste u. dgl. zum räuchern oder trocknen aufhängt, it. womit man etwas aufsperret. brem. wb. 4, 949. Richey 281, bei letzterem auch spyle der zarte kiel einer feder, die noch in der haut lieget, vgl. dazu Schütze holst. idiot. 4, 168; im lippeschen als spuile, ravensbergisch spîle, querholz zu verschiedenem gebrauch, z. b. in einem bienenkorb zum ansetzen der waben. Fromm. 6, 484; daneben auch in der gewerksprache der schuhmacher, spîle der hölzerne nagel, womit die schuster die absätze aufpflöcken. Schambach 204b; im westfälischen spile wie lasche, einsatzstück zwischen arm und rumpf eines hemdes. Woeste 250a. als masc. speil in der bedeutung 'keil' bisweilen schriftdeutsch bezeugt: auf einen harten ast, gehört ein harter speihl. Sutor latinum chaos (1716) s. 1080; den hintern verschlusz des rohrs (der neuen vierpfündigen gezogenen geschütze) bildet ein einfacher speil, welcher beim laden herausgezogen wird. Weimar. zeitung 1864, nr. 151 (aus Berlin).
1757 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    speilN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    speil , N. Vw.: s. spēl

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SpeilDer

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Der Speil , — es, Mz. — e , ein dünnes, spitz zulaufendes Ding, besonders ein solches Holz. I der Schiffersprache so vie…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Speil

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Speil , seemännisch soviel wie Splint.

  4. modern
    Dialekt
    Speil

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Speil -ęil, –eil, Pl. -lə(n) vereinzelt Rhfrk in Saarbr-Feching , Mosfrk in Kobl-Winning , LRip in Jül u. in Heinsb aus …

  5. Sprichwörter
    Speil

    Wander (Sprichwörter)

    Speil Er greift nach dem Speil und lässt die Wurst fallen. Von jemand, der unbedeutende Nebensachen festhält und die Hau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit speil

19 Bildungen · 16 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

speil‑ als Erstglied (16 von 16)

Speilder

RhWB

speil·der

Speilder, Speiler = Spaltholz s. Späller bei Spälle.

speilen

DWB

spei·len

speilen , verb. mit dem speile etwas arbeiten oder bewirken; ableitung zu speil und mit diesem substantiv in den betreffenden mundarten glei…

speiler

DWB

spei·ler

speiler , m. werkzeug zum speilen, dünner stab oder holzspan zum schlieszen und aufhängen der würste, spreizen der räucherfische, des geschl…

speilern

DWB

speil·ern

speilern , verb. mit speilern versehen: die wurst speilern, sie an den enden mit speilern zustechen, die geschlachteten schöpse, kälber spei…

Speillöffel

RhWB

speil·loeffel

Speil-löffel (s. S.) verbreiteter Eusk , Bo , Dür , Aach m.: Raspel, zum Abfeilen der durch die Sohle gedrungenen Speilen.

Speïllomp

LothWB

Speïl-lomp f. D. Si. 1. Spüllappen. — 2. schlappiger, nachgiebiger Mensch.

speiloch

DWB

spei·loch

speiloch , n. , auf schiffen wie speigat, s. d.; auszerdem von Campe als verdeutschung für crater, öffnung eines feuerspeienden berges vorge…

speilort

DWB

spei·lort

speilort , m. , bei schuhmachern lange dreieckige spitze in einem starken hefte, mit welcher die löcher in die absatzpflöcke zu den hölzerne…

Speilümpchen

RhWB

spei·luempchen

Spei-lümpchen -ø- Sieg-Fussh n.: weisser Lappen, um ein kleines Stäbchen gewickelt, in Öl getunkt, mit dem die Kuchenformen vor dem Backen e…

Speilzahn

Wander

speil·zahn

Speilzahn Hei öss e Spieltähn. – Frischbier 2 , 3561; Hennig, 258.

speilīk

KöblerMnd

speilīk , Adj. Vw.: s. spēlīk L.: Lü 366a (speilik)

speil als Zweitglied (2 von 2)

kārdenspeil

KöblerMnd

kārdenspeil , N. Vw.: s. kārtenspil

kārtenspeil

KöblerMnd

kārtenspeil , N. Vw.: s. kārtenspil

Ableitungen von speil (1 von 1)

verspeilen

DWB

verspeilen , verb. , von speil ( theil 10, 1, sp. 2084) abgeleitet, nur niederdeutsch bezeugt; mnd. vorspîlen Lübben-Walther handwb. 524 a ;…