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specke

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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12 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

specke f.

Bd. 16, Sp. 2040
specke, f. landschaftlich knüppel-, faschinendamm, -brücke u. ähnliches, schon mhd. und mnd. in dieser form, nach gramm. 3, 396 in as. urk. als speckia (vgl. Gestine spekkia, Widukindespeckian, Wetanspekkia, ortsnamen aus dem bisthum Hildesheim, 11. jahrh. Förstemann ad. namenb. 22, 1361) bezeugt. 11) eigentlich wol das einzelne holzbündel oder dgl. bezeichnend, das zur befestigung der aufgeworfenen erde dient, wahrscheinlich in etymologischer beziehung stehend zu spache(n), m. f. dürres holz, reis (s. dies oben sp. 182). Schiller - Lübben 4, 308a. vgl. auch Kluge6 369b: als specken und anders uber den damme gemacht werden. Frankfurter bürgermeisterbuch a. 1468 bei Lexer mhd. handwb. 2, 1078. vgl. bailen (bohlen), spicken, die men in qwaiden wegen leghet. teuthonista bei Schiller-Lübben 4, 308a. 22) dann, vielleicht zunächst in pluralischer anwendung (Schiller-Lübben a. a. o.), in obigem sinne: auch sal man den von Eichen wibande geben zu der specken, die uber den Niddern get, und vier luben dazu, wan sie er bedorfen. weisth. 5, 252 (Wetterau, v. 1393); item de van Lauersbuttel helpet dyken unde specken maken to der Bruocge. d. städtechron. 6, 259, 23 (Braunschweig, v. 1413, vgl. das glossar. oder heiszt es auch hier faschinen oder dgl.?); do die wagene unde die ridende lude vor die specken quemen, dar sie over scolden ynt land. quelle bei Schiller - Lübben 4, 308a (Bremen); thom verden sollen die van Bremen des tollen tho Stotel frey geholden werden, uhtbescheden, wie die spekken uppe dem mhore mit gude bedryven werde, dasselb schole van twehen graven hoveden vehes ein bremer grote, und van dem stige schapen vher schwar tho wechegelde (weggeld) gegeben werden: wo averst jemandes de benanten specken nicht bedriven wurde, schole dartho nemandt genodiget, sunder frey gelaten werden. brem. urk. v. 1534 im brem. wb. 4, 940; ein mulenknecht .. zeigte mir ein weg .. zum grossen dorff, das hette ein lange specke unnd darin ein brugge, dadurch das wasser vorlieffe. Sastrow 2, 670 bei Schiller - Lübben a. a. o. aus einer hannoverschen quelle von 1740 (Grupen origines et antiquitates Hanoverenses) wird bei Schiller - Lübben nachtr. 268a specke, f. bezeugt als 'ein von gestreuchen, holtz, plaggen zur passage vors vieh über oder ins wasser gemachter transitus'. im brem. wb. 4, 939 wird spekke als gleichbedeutend mit spekkdamm (s.speckdamm oben) angeführt. vgl. Jacobsson 7, 387b. in der Wetterau und in Oberhessen ist specke, f. eine knüppelbrücke, ein knüppelweg, rasendamm und -weg durch sumpfgelände. Weigand4 2, 753, leichte brücke, steg, aus pfählen bestehend, die mit hürden und rasenstücken überdeckt werden. Vilmar 391. bei Schmid 500 wird speckin, spöcke, f. als mit steinen belegter fahrweg angeführt mit folgenden belegen: zum steinführen auf die speckin zu Jungingen einberufen. akten v. 1635; bei abführung der stein uf die spöckin zu erscheinen. ebenda; ebenso spöck: Stettin hat gleich von der statt aus ein spöck oder gepflasterten weg. Kiechel reise (Stuttg. litt. v. nr. 86). vgl. auch specka, boschivo, waldgrund. cimbr. wb. 234b. in der gegend von Göttingen begegnet die erweiterte form speckige (vgl. das oben angeführte as. spekkia) für eine einfache uferbrücke aus zwei langen baumstämmen, die quer über einen bach gelegt und mit strauchwerk und erde bedeckt werden. Schambach 203b. auch spike, spîke begegnet dort in diesem sinne. 204a. vgl. dazu: die spicken uff der lantwere abe tûn. Frankfurter bürgermeisterbuch a. 1477 bei Lexer mhd. handwb. 2, 1074, daneben: die specken off der lantwere abe tûn. ebenda a. 1460. 33) als ortsname begegnet schon in alter zeit — speckia, — spekkia (vgl. oben das allgemeine), Specka, Specprucca (vgl.Spachbrucka). Förstemann ad. namenb. 22, 1361. aus dem Elsasz bezeugt Schmidt els. wb. 331b Specke, Speckelache, Speckenacker in solcher anwendung für das 14. und 15. jahrh. vgl. auch das els. Spechbach, Speckbach. weisth. register 171b. Birlinger schwäb.-augsb. wb. verzeichnet Speck bei Fischach an der Schmutter ein wasserplatz, Speckwisen, Dietkircher flurname. 407a, Spickwisen, Währinger flur. 408a. nach Schmid 500 giebt es in Schwaben vier dörfer Spöck genannt. bair. begegnet Zell an der Speck, die Speckmül im Eichstettischen, Specken an der Baunachsstrasze. Schm.2 2, 657. Speck erscheint in Nassau als name von gemarkungstheilen. Kehrein 1, 381, an der Specke in Oberhessen als name eines flurorts. Vilmar 391. ein Speck-, Speckenweg liegt bei Iprung und Rastede (Oldenb.); in Rostock vor dem Petrithor liegen der Speckweg und die Speckäcker; einen Speckenwall giebt es bei Damme (Oldenb.). Schiller-Lübben 4, 308b; ein Speckenbrunne (quellbrunnen mit aus knüppelwerk, faschinen gemachter uferfassung) ist bei Moringen in Hannover. korrespondenzbl. d. vereins f. nd. spachforschung 9, 72.
4867 Zeichen · 138 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    spëckeswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    spëcke swf. knüppelbrücke, -damm. man sal wibande geben zu der specken, die über den Niddern gêt Gr.w. 5,252 ( 1393 ). d…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    speckeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    specke , F. nhd. Holzbündel, Faschine zur Befestigung aufgeworfener Erde Hw.: vgl. mhd. specke E.: s. germ. *spakjō-, *s…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    speckef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    specke , f. landschaftlich knüppel-, faschinendamm, -brücke u. ähnliches, schon mhd. und mnd. in dieser form, nach gramm…

  4. modern
    Dialekt
    Specke

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Specke Band 10, Spalte 94 Specke 10,94

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit specke

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specke‑ als Erstglied (16 von 16)

speckeln

PfWB

spec·keln

speckeln schw. : ' verhauen, verprügeln ', speckle (šbęglə) [Land BZ-Dörrb]; vgl. specken ; Syn. s. verhauen 1.

speckels

KöblerMnd

speck·els

speckels , Adj. Vw.: s. spētālisch L.: Lü 365b (speckels)

speckelsiech

DWB

speckel·siech

speckelsiech , adj. , als krankhafte eigenschaft des pferdes angeführt bei Sebiz 152 , mit verweis auf einen beigefügten holzschnitt, wo unt…

specken1

MeckWB

specken 1 a. Spr. einen Damm mit Buschwerk, Erde und Rasen aufwerfen, einen Knüppeldamm legen: 'wann gespeckt oder die Wege gebessert werden…

specken2

MeckWB

specken 2 s. spicken 2 und die Zs. afspecken .

speckenfett

MeckWB

specken·fett

speckenfett spickenreich an Speck, vom Vieh Ro Klock ; dei is speckenfett uppe Riff Blank; un dorbi wieren se (frei im Wald weidende Pferde)…

Speckengel

MeckWB

speck·engel

Speckengel m. scherzhaft für Wucherer Reut. 3, 111; zu Speck Geld ( s. Speck 3 ), vgl. Klenz 2, 72.

speckente

DWB

speck·ente

speckente , f. , eine art wilder enten, die pfeifente, anas penelops, die als besonders fett und wolschmeckend gerühmt wird. Campe. Nemnich …

Speckerbsen

RhWB

Speck-erbsen (s. S.) Bernk-Wehlen , Koch-Clotten , Sol , MGladb-Rheind , Emmerich Pl.: Markerbsen.

speckerde

DWB

speck·erde

speckerde , f. , in Ostfriesland fette, weiche, sehr feinkörnige erde, feine thonerde, worin keine sandkörnchen und steinchen zu bemerken si…

speckesser

DWB

speck·esser

speckesser , m. , nd. spekketer, der speck iszt, nur speck, kein fleisch essen kann: daar kamet spekketers kinder nig an, das ist nicht für …