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sös

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
5 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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3

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

sös num.

Bd. 3-1, Sp. 211
ses sēs (sees, seis), sös, sos, °sus (Finn. Ub. 5, 357), substant. z. T. auch attribut. sesse, sēsse (seesse), sösse, num., sechs. Neben geistl. Symbolik de s. dȫgede auch bedeutsam als Rechtszahl, so bei Ansetzung von Fristen (s. wēken die zwischen zwei echten Dingen liegende Zeit), Strafmaßen (Haftdauer, Geldbuße); Zahl der Zeugen und Eideshelfer, vgl. auch sesman(ne); de s. lēde (fries. Recht) die 6 gleichwertigen Leibesglieder (Augen, Hände, Beine); de s. wēken die sechs Wochen nach der Geburt des Kindes; als Tageszeit: tô s.sen an de klocke um sechs Uhr; s., dê s.se für die sechs Augen auf dem Würfel, Rda. s. sinke dûs krîgen einen Trumpf bekommen, einen Glückswurf tun, s. sinke übertr. die Reichen, die Vornehmen; vgl.s. — Ordin. seste, söste (s. d.). sesvōldich, ~vōlt, ~vö̂telinc, ~garde, ~man(ne), ~mâte, ~pennincgrosse, ~tal, ~tît, ~wēkenvrûwe, ~wēkerin.
886 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    soesNum. Kard.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    soes , Num. Kard. Vw.: s. ses

  2. modern
    Dialekt
    Sös

    Rheinisches Wb.

    Sös -ø- = Schwester (s. d.);

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit soes

61 Bildungen · 61 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

soes‑ als Erstglied (30 von 61)

söschen

DWB

soes·chen

sös-chen , n. pferd, in der schindersprache, aus hebr. sûs. Avé-Lallemant 4, 609 ; das hildburghaus. wörterb. v. 1745 schreibt: söszgen, s. …

sösken

MNWB

soes·ken

+° sösken , pl. , Geschwister (Ekenberger Elucubr. 25). Vgl. dän.

Sösling

Wander

soes·ling

Sösling Sösling (s. Sechsling). 1. De tom Sösling ûtslaen is, de wart nig ligt en Dâler ût. ( Holst. ) – Schütze, IV, 160. Ueber die Bestimm…

Sößball

MeckWB

soess·ball

Sößball m. ein Ballspiel, das Ostern gespielt wurde Pa Lensch .

sößbeinig

MeckWB

soess·beinig

sößbeinig -eesechsbeinig: dee hett Sößbeenig Läuse Sta Wulk ; sößbeinig Vöß Ma Walk .

sößbeint

MeckWB

sößbeint wie das Vor. : sößbeinte Kutschpir Läuse Wa Jab .

sösschillingesgördel

MNWB

sösschillingesgördel (-lings-) , m. , als Meisterstück der Rigaer Gürtler (Stieda-Mettig 338).

sößdrähtig

MeckWB

soess·draehtig

sößdrähtig aus sechs Fäden zusammengedreht: Kasper-Ohmen sin groten wullen sößdrähtigen Seestrümp Bri. 2, 29. Me. 4, 711.

sössel

DWB

soes·sel

sössel , n. , vgl. sense , sp. 604 ff. ( besonders I, 3, g zu ende ): scirpicula, reb messer, sössel. dict. lat.-germ. ( Francof. 1610) s. 3…

Sösserhäkel

MeckWB

soess·er·haekel

Sösserhäkel f. die gröbste Hechel beim Reiper Ro Kröp ; vgl. Reiper (Bd. 5, 849).

sößfäutig

MeckWBN

Wossidia sößfäutig wie sößfautsch Müll. Reut. 124 a .

sößfautsch

MeckWB

sößfautsch -oo- sechs Fuß lang: in 'n Bültsack würd' sößfootsch Stroh instoppt Wo. Seem. 1, 182.

sößknöpig

MeckWB

sößknöpig mit sechs Knöpfen versehen; substantiviert ein halbwüchsiger Junge Ro Warn ; 'n Sößknöpigen is 'n Lichtmadros', dee ierst anfängt …

Sößling

MeckWB

soess·ling

Sößling Pl. Sößling, -s m. 1. alte Silbermünze im Werte von sechs Pfennig, gleich einem halben Schilling: Mi 84 a ; semißis '6. penning Lbs…

Sößlingsfläut

MeckWB

Sößlingsfläut f. Flöte für einen Sechsling; Sprw.: jeder Ding hett sinen Griff, un wenn 't ne Sößlingsfläut is Ratz. Mitt. 4, 3, 9.

Sößlingsnäs'

MeckWB

soessling·s·naes

Sößlingsnäs' f. Nase für einen Sechsling: se mit de oll Sößlingsnäs' Schelte für eine häßliche Frau Wa Vipp .

Sößlingspott

MeckWB

soessling·spott

Sößlingspott m. Topf für einen Sechsling Ro Ribn ; dei (ein Kluger) weit, woväl Klümp in 'n Sößlingspott hüren Wa Zidd . Me. 4, 712.

Sößlingsschal

MeckWB

soessling·s·schal

Sößlingsschal f. Schale für einen Sechsling: wi hadden ne Sößlingsschal mit ne Ös', dor drünken wi Kaffe ut Ha Witt . Me. 4, 713.