Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
sickern
sickern
sickern Vb. ‘langsam und tropfenweise (ab)fließen’. Das im Dt. eine intensivierende Konsonantendoppelung aufweisende, zunächst mundartlich verbreitete, seit dem 18. Jh. auch literatursprachlich bezeugte Verb (neben versickern, 17. Jh.) steht wie nd. sīkern, aengl. sicerian ‘tröpfeln, rieseln’ iterativ neben den unter seihen (s. d.) dargestellten Formen, enthält jedoch wie seichen (s. d.) sowie mnd. sīk ‘sumpfige Niederung, Tümpel’, aengl. sīc, engl. (mundartlich) sike ‘Rinnsal, Bach, (sumpfiger) Graben’, anord. sīk ‘stehendes oder langsam fließendes Gewässer’ germ. k im Wurzelauslaut. – Sickerwasser n. ‘langsam in den Boden eindringendes Oberflächenwasser’ (19. Jh.).