Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
senaf
11. Jh. und bei T, OT, Npg, Npw: ‚(Weißer)
Senf; napeum, sinapis‘ (botan. Bez.), wîz senaf
‚Gartenrauke; eruca‘, wild senaf ‚wilder Senf;
ocimum‘ 〈Var.: sin-, -ef, -if〉. Das ahd. Wort ist
aus lat. sināpi, sināpe n., sināpis f. ‚(Weißer)
Senf‘ entlehnt. – Mhd. sënef, sënf st.m. ‚Senf‘,
frühnhd. senf, senft m. ‚Senf, das Billigste bei
Tisch‘, nhd. Senf m. ‚grüne oder bräunliche
Paste von scharfem Geschmack, die als Würze
zu Speisen verzehrt wird, Mostrich, die Pflanze,
deren Samen man zur Herstellung von Senf ver-
wendet‘.
Nördliche dt. Dialekte kennen daneben die
Wörter Mostrich m. und Mostert m. für ‚Senf‘.